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Neues Zentrum nimmt Formen an

Das Gemeindezentrum von Männedorf soll in den nächsten Jahren neu gestaltet werden. Dazu haben sich Planer bereits Gedanken gemacht – und es wurden erste Massnahmen lanciert. Der Gemeinderat hat die Bevölkerung nun über sein Vorgehen und die nächsten Schritte informiert.

Das neue Gemeindezentrum wird bereits geplant.
Das neue Gemeindezentrum wird bereits geplant.
Symbolbild, Keystone

Ein grosser Parkplatz, daneben eine Abfallentsorgungsstelle: Dies nimmt als etwas vom Ersten wahr, wer mit dem Zug in Männedorf ankommt. Nicht gerade ein Anblick, der zum Verweilen lädt. Oder, um es mit den Worten von Gemeindepräsident André Thouvenin (FDP) zu sagen: «Ein Schandfleck.»

Er machte die Äusserung am Samstag im Rahmen einer Informationsveranstaltung. Thema derselben war unter anderem eben auch das unvorteilhafte Erscheinungsbild der erwähnten Fläche. So soll sich diese, das Mittelwies-Areal, in den kommenden Jahren zu einem attraktiven Zentrum wandeln. Dies jedenfalls sieht die Strategie des Gemeinderats zur Entwicklung von Männedorf vor.

Der Anlass im Gemeindesaal zeigte der Bevölkerung auf, welche Schritte bei der Ausarbeitung dieser Strategie bereits unternommen worden sind und welche Massnahmen nun anstehen.

Zeitplan formuliert

Dabei kristallisierte sich heraus, dass die Planung des Mittelwies-Areals hohe Priorität geniesst: Der Gemeinderat hat einen ersten Zeitplan für dieses und nächstes Jahr ausgearbeitet und für insgesamt acht Massnahmen den zuständigen Gemeinderat, die zuständige Abteilung und Projektleitung bestimmt.

Die weiteren Planungsschritte bezüglich Mittelwies und bezahlbaren Wohnraums für eine durchmischte Bevölkerung sind hierbei bereits für das erste Semester des laufenden Jahres festgehalten. Dies erläuterte Thouvenin in seinem Ausblicksreferat. Damit wird deutlich, dass die Strategie zur Gemeindeentwicklung nicht nur auf die Neugestaltung der jetzigen Parkplatzfläche zwischen Bahnhof und Zentrum Leue fokussiert.

Verschiedene Zentren

Entsprechend dem Gesamtkonzept stellte Thouvenin zudem die Vernetzung verschiedener Zentrumsbereiche als wichtige Massnahme vor. Die Grösse und das historische Wachsen Männedorfs aus mehreren Weilern hätten dazu geführt, dass heute verschiedene kleinere Zentren bestünden – so an der Dammstrasse oder an der Kugelgasse. Dieseseien unzureichend verbunden. Hier gelte es, umzugestalten und zu konzentrieren, ohne dass einzelne Bereiche veröden. Dieser Aspekt wird gemäss Fahrplan der Gemeinde in der zweiten Hälfte dieses Jahres angegangen.

Der konkrete Zeitplan ist das Resultat eines länger dauernden Prozesses. Diesen fasste Thouvenin in einem ersten Referat zusammen. 2014 habe man von der Zürcher Firma Intosens, die unter anderem auf Identitäts- und Nutzungsanalysen von Städten spezialisiert ist, einen Blick von aussen vornehmen lassen, sagte der Gemeindepräsident. «Deren Beurteilung brachte uns wichtige Erkenntnisse.»

Der Gemeinderat habe dann eine heterogene Arbeitsgruppe mit Vertretern von Gewerbe, Vereinen, Kirchen und anderen In­teressengruppen zusammengestellt. Mit dieser seien, ausgehend von der Analyse der Intosens, die wichtigsten Themen für die Gemeindeentwicklung formuliert worden: unter anderem Gemeindeidentität, Versorgungsfunktion, Freizeitangebote oder Wohnen. Drei Workshops im Frühling 2017 mit weiteren Teilnehmern hätten diese Themen schrittweise vertieft und zu Zielen definiert.

Die drei Workshopteilnehmer Adrian Balzer, Präsident Harmonie Eintracht, Roman Baur von der Kommission öffentlicher Verkehr und Architektin Golrang Daneshgar gaben am Samstag Einblick in ihre Erfahrungen. Zudem präsentierten Plakatwände die einzelnen Zwischenschritte und Überlegungen im Detail.

Rege Diskussionen

Die gut 100 Männedörfler, die der Einladung an den Anlass folgten, diskutierten untereinander und mit den anwesenden Behördenvertretern rege über die Zukunft ihres Wohnorts. So schlugen einige vor, weniger architektonisch zu denken und etwa mit regelmässigen Kulturveranstaltungen für eine lebhaftere Gemeinde zu sorgen. Andere wiederum gaben dem Wunsch nach mehr Spielplätzen Ausdruck. Hier plane eine Arbeitsgruppe bereits die Aufwertung bestehender Spielplätze, sagte Thouvenin.

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