Pfäffikon

Mit der Hochbrücke zum Seedamm-Center geht es voran

Ein erstes Projekt für die geplante Hochbrücke vom Autobahnzubringer zum Seedamm-Center wurde Ende 2014 zurückgezogen. Nun nimmt die Seedamm-Immobilien AG einen neuen Anlauf.

Der geplante neue Direktanschluss an die A3 mit einer Hochbrücke soll zu einer Entlastung des Zentrums von Pfäffikon führen.

Der geplante neue Direktanschluss an die A3 mit einer Hochbrücke soll zu einer Entlastung des Zentrums von Pfäffikon führen. Bild: Visualisierung zvg

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Der geplante Ausbau des Seedamm-Centers bekommt wieder Schub. Hinsichtlich einer Voraussetzung – der direkten Erschliessung des Centers ab der Autobahn A3 via Hochbrücke – geht es nun erneut vorwärts. Die Seedamm-Immobilien AG, die die Brücke gemeinsam mit der Genossenschaft Migros Zürich finan­ziert, hat ein modifiziertes Projekt bei der Gemeinde auf­gelegt.

Das angepasste Projekt sehe gegenüber der 2012 präsen­tierten Version eine optimierte Linienführung vor. Das schreibt die Seedamm-Immobilien AG in einer gestern verschickten Medien­mitteilung. Neu sei die Hochbrücke massiv von den Fronten der bestehenden Geschäftshäuser entlang der Churerstrasse abgerückt worden. Zudem soll die Brücke Leitmauern erhalten. Dadurch werde die Lärmbelastung im Vergleich zum heutigen Zustand gleich bleiben oder sogar verringert. Das hat ein Lärmgutachten ergeben.

Nicht über Privatgrundstücke

Ein weiterer Vorteil des neuen Projektes: Private Grundstücke müssen weder während der Bauzeit noch im Endzustand beansprucht werden. Die Bauarbeiten können aus Richtung Süd – über die Flächen zwischen den Zubrin­gern aus Richtung Zürich und Chur – ausgeführt werden. Beim ursprünglichen Projekt hätten die Baumaschinen über die privaten Grundstücke an der Churerstrasse zufahren müssen. Der Verkehr kann während der ganzen Bauzeit durch den Autobahnanschluss Pfäffikon fliessen – abgesehen von temporären Nacht- und Wochenendsperrungen. Die Seedamm-Immobilien AG rechnet mit einer Bauzeit von rund 18 Monaten. Wann die Bag­ger auffahren können, ist noch unklar und hängt ab vom Verlauf des Auflageverfahrens.

Ihre Ausbaupläne hat die Seedamm-Immobilien AG bereits im Frühjahr 2012 präsentiert. Zum Erweiterungsbau gehört ein neuer Direktanschluss an die A3 mittels Hochbrücke. Ursprünglich war vorgesehen, dass diese zeitgleich mit der Umgestaltung des Anschlusses Pfäffikon durch das Bundesamt für Strassen ­(Astra) realisiert werden sollte. Einsprachen blockierten aber beide Projekte und führten bis vor Bundesverwaltungsgericht. Ende 2014 wurden die beiden Projekte zurückgezogen; Mitte 2015 liess das Astra seine Pläne zur Umgestaltung des Anschlusses Pfäffikon ganz fallen.

Das Astra bietet Hand

Seither haben die Seedamm-Immobilien AG und die Genossenschaft Migros Zürich das Projekt der Hochbrücke alleine weiterverfolgt, unter fachlicher Begleitung durch das Astra. Dieses stellt nun für das angepasste Projekt ihre Grundstücksparzelle zur Verfügung und sei bereit, die notwendigen baupolizeilichen Bewilligungen zu erteilen, heisst es im Communiqué. «Das ­Astra hat uns grünes Licht gegeben, dass wir die Hochbrücke über den Autobahnzubringer bauen können», sagt Hans­peter Gisler, Leiter des Seedamm-Centers.

Gestern wurde das Projekt im Amtsblatt des Kantons Schwyz veröffentlicht. Es liegt zurzeit bei der Gemeindeverwaltung auf. Dort sind auch ein ­Modell und wichtige Planausschnitte zu sehen. Zudem wird das Bauprojekt im Gelände ausgesteckt. Centerleiter Gisler ist zuversichtlich, dass es nun bald einen Schritt weiter gehen kann. «Die Hochbrücke ist eine gute Sache, nicht nur für das Seedamm-Center selbst, sondern auch für die allgemeine Verkehrssituation in Pfäffikon», sagt er. Durch die Direkterschliessung ver­kürzt sich die Anfahrt für die Center­besucher um mehr als einen ­Kilometer. Zudem werden die Knotenpunkte Etzelpark und Schweizerhof entlastet.

Einsprache hängig

Und was heisst die Neuauflage des Erschliessungsprojektes für die Ausbaupläne? Gisler gibt sich vorsichtig. Zuerst müsse nun die Baubewilligung für die Hoch­brücke vorliegen. Dann kann die Gemeinde über den Gestaltungsplan für das Seedamm-Center befin­den. Gegen diesen ist zurzeit noch eine Einsprache des VCS hängig, der eine bessere ­Erschliessung durch den öffent­lichen Verkehr fordert.

Erstellt: 31.07.2016, 09:37 Uhr

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