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Mit den Kadetten in die Zukunft

Die Kadettenmusik befasste sich an ihrem Fest Ende November mit der Welt, wie sie in 99 Jahren aussehen könnte.

Kadettinnen und Kadetten des Abschlussjahrgangs 1999 inszenierten Geschehnisse im Jahr 2098.
Kadettinnen und Kadetten des Abschlussjahrgangs 1999 inszenierten Geschehnisse im Jahr 2098.
PD

Erwartungsvolle Stimmung herrschte im vollbesetzten Schinzenhofsaal. «Alles staht Chopf» - das Motto des diesjährigen Kadettefäscht – liess schon im Voraus erahnen, dass es an diesem Abend ziemlich turbulent zu- und hergehen könnte und das zahlreich erschienene Publikum musste sich nicht lange gedulden. Die vier Kadettinnen und Kadetten des Abschlussjahrgangs 1999 (Seraina Dütsch, Andrin Baer, Anja Richard und Nikolai Manyak) - gefolgt vom Präsidenten André J. Ruggli – begrüssten die Anwesenden im Jahr 2098, konkret an der GV des Altersheims «Lueg is Land». Diese Institution ist sehr erpicht auf neue Bewohner, welche sie versucht mittels eines recht unkonventionellen Werbespots zu rekrutieren.

Ein einziges Medikament

In 99 Jahren liegt die Lebenserwartung bei 130 Jahren und die Bewohner des Altersheims werden mit einem einzigen Medikament für alles ruhiggestellt. Durch eine reduzierte Medikamentendosis erwacht jedoch einer der Bewohner aus seiner tiefen Lethargie und realisiert, was hier passiert. Sofort zieht er los, um seine drei Freunde zu suchen. Diese sind weiterhin in einem ziemlich desolaten Zustand, was sich aber rasch ändert, als sie das Medikament absetzen. Wieder fit und munter schwelgen die vier 99er in Erinnerungen an ihre gemeinsame Kadettenzeit und bringen mit ihren Anekdoten das Publikum immer wieder zum Lachen.

Präsident wird sein Amt übergeben

Die von der Kadettenmusik unter der Leitung ihres musikalischen Leiters Roger Rütti gekonnt inszenierten Stücke haben die vom Abschlussjahrgang 99 entwickelte Geschichte perfekt ergänzt. So wurde der Abend mit der Uraufführung der von Roger Rütti komponierten Ouvertüre eröffnet, in der er den Kontrast der Gefühle von Freude, Zufriedenheit, Leid und Trauer, die in einem Altersheim vorkommen, musikalisch vermittelte. Ein weiterer musikalischer Höhepunkt des Abends war der Song «Feel Good», in dem Anja Richard, begleitet von der Kadettenmusik, die Zuschauer mit ihrem Gesang begeisterte. Die Tambouren unter der Leitung von Pascal Destraz sorgten ebenfalls immer wieder für rhythmische Akzente im Verlaufe des Abends. Der Abschluss des offiziellen Konzertteils bildete das bestens bekannte «99 Luftballons», gefolgt von einem Metal Medley als Zugabe. Traditionsgemäss verabschiedete sich der Abschlussjahrgang mit einer Überraschung, in der sie dieses Jahr nicht nur ihren Dirigenten verdankten, sondern auch ihren langjährigen Präsidenten, André J. Ruggli, der im März 2020 sein Amt seinem Nachfolger übergeben wird, verabschiedeten.

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