Eishockey

Liga-Topsturm bodigt SCRJ

Ein Gegentreffer in Überzahl (!) warf die Rapperswil-Jona Lakers im Heimspiel gegen Langenthal früh aus der Bahn. Die Gäste kontrollierten danach das Geschehen. Die Partie war weit weniger eng, als es das Schlussresultat zeigt.

<b>Langenthals Matchwinner:</b>?Topskorer Jeff Campbell und Stefan Tschannen (Nummer 71) beglückwünschen sich nach dem 2:0.

Langenthals Matchwinner:?Topskorer Jeff Campbell und Stefan Tschannen (Nummer 71) beglückwünschen sich nach dem 2:0. Bild: Tom Oswald Fotografie

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Langenthal lebt seit Jahren vorwiegend von einem Trio, bestehend aus den beiden Kanadiern Jeff Campbell und Brent Kelly sowie Stefan Tschannen. Aktuell belegen die drei in der Skorerliste die Ränge 1 (Campbell), 3 (Tschannen) und 5 (Kelly). Und dennoch liessen sich die Lakers gestern vom Topsturm der National League B überraschen.

Es läuft die 9. Minute. Nach einer ausgeglichenen Startphase bietet sich den Rosenstädtern die Gelegenheit, in Überzahl die Führung zu erzielen. Der Grossteil der Strafe gegen Pierrick Pivron verstreicht jedoch ohne nennenswerten Abschluss. Und als sich dann Niki Altorfer in der Mittelzone verdribbelt, lässt sich Campbell nicht zweimal bitten, zieht davon und bezwingt Michael Tobler.

35 Sekunden später dürfen sich die Lakers erneut mit einem Mann mehr versuchen. Wieder bleibt ihr Powerplay harmlos. Und erneut schenken sie den Gästen einen Konter. Es braucht eine Glanztat von Tobler gegen Vicenzo Küng, um die doppelte Peinlichkeit zu verhindern.

Zu viele Unkonzentrietheiten

«Wir leisteten uns zu viele kleine Unkonzentriertheiten», analysierte Steve Mason hinterher. Und gestand: «Wenn Campbell und Kelly auf dem Eis sind, muss man auch im Powerplay an die Defensive denken. Da haben wir uns erwischen lassen, stellten uns zu naiv an.» Gleiches liess sich nach dem 2:0 der Langenthaler sagen, erzielt wiederum vom Topsturm (25.). Zwei schnelle Pässe genügten, um die Lakers-Abwehr inklusive Goalie Tobler auszuschalten. Tschannen sah bei seinem Einschuss ein praktisch leeres Tor vor sich.

Im Anschluss kontrollierte Langenthal die Partie ohne grössere Mühe, kam zwar selber nur mehr selten zu wirklich guten Abschlüssen, liess hinten aber wenig bis nichts zu. Dass Masons Anschlusstreffer in der 48. Minute mit dem ersten Schuss der St. Galler im letzten Drittel fiel, bezeugt die gute Abwehr der Gäste.

Bei nur einem Tor Rückstand bei noch zwölf verbleibenden Minuten keimte bei den Lakers natürlich wieder Hoffnung auf – aber nur kurz. Genauer gesagt: für 36 Sekunden. «Dieser Gegentreffer war doppelt unglücklich, vom Zeitpunkt her, zudem wurde die Scheibe gleich zweimal abgelenkt», ärgerte sich Mason, welcher die Partie als Verteidiger begann, nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Nicola Brandi (44.) aber dessen Position im nominell ersten Sturm zwischen Altorfer und Corsin Casutt übernahm. Damit war die Partie gelaufen. Der erneute Anschlusstreffer (durch Cyrill Geyer) fiel erst acht Sekunden vor Schluss – und damit zu spät. (zsz.ch)

Erstellt: 18.10.2016, 23:26 Uhr

Telegramm

National League B

SCRJ Lakers – Langenthal 2:3 (0:1, 0:1, 2:1)

SGKB-Arena. 2881 Zuschauer. SR Müller; Fuchs/Kehrli.
Tore: 9. Kelly (Campbell/Ausschluss Pivron!) 0:1. 25. Tschannen (Campbell, Kelly) 0:2. 48. (47:24) Mason (Altorfer, Knelsen) 1:2. 49. (48:00) Pivron (Völlmin, Kämpf) 1:3. 60. (59:52) Geyer (Rizzello, Knelsen) 2:3 (ohne Torhüter). Strafen: 1×2 gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 4×2 gegen Langenthal.
Rapperswil-Jona Lakers: Tobler; Grossniklaus, Profico; Blatter, Geyer; Maier, Sataric; Guerra, Mason; Altorfer, Brandi, Casutt; Hügli, Vogel, Hüsler; Aulin, Knelsen, Rizzello; Berger, McGregor, Schmutz.
Langenthal: Mathis; Cadonau, Rytz; Völlmin, Marti; Pienitz, Ahlström; Wolf; Kelly, Campbell, Tschannen; Kummer, Dünner, Füglister; Pivron, Montandon, Kämpf; Primeau, Hess, Küng; Trüssel.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Auriemma, Frei, Gurtner (alle verletzt), Bader und Zanzi (beide überzählig); Langenthal ohne Duarte und Schüpbach (beide verletzt). 44. Brandi verletzt ausgeschieden. Schüsse: 22:24 (6:9, 9:6, 7:9). Rapperswil-Jona von 58:12 bis 58:51 und ab 58:58 ohne Torhüter. 58:17 Time-out Rapperswil-Jona.

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