Hütten

Lieder voller Wärme, Trost und Liebe

Sängerinnen und Sänger sowie die Theatergruppe des Männerchors Hütten legten sich an der Premiere des «Chränzli» voll ins Zeug. Mit Erfolg, wie der begeisterte Applaus des Publikums in Wädenswils neuem Ortsteil zeigte.

Der Männerchor Hütten vermochte das Publikum mit seinen traditionellen Klängen zu begeistern.

Der Männerchor Hütten vermochte das Publikum mit seinen traditionellen Klängen zu begeistern. Bild: André Springer

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Mit dem Chorlied «Schön ist die Heimat» von Hermann Sonnet startete der Männerchor Hütten am Samstagabend unter der bewährten und professionellen Direktion von Christine Bürgler in den «Chränzli»-Abend. Das Publikum im vollbesetzten Saal des Schulhauses in Hütten freute sich und genoss die Melodie des wunderschön vorgetragenen Liedes: Vom reifenden Korn auf sonnigen Feldern, von blühenden Rosen im Garten vor dem Haus und von friedlicher Stille im schattigen Wald war zu hören. Während es draussen eisig kalt war und andauernd schneite, erwärmten die Chorlieder drinnen Herzen und Gemüt.

Balsam für die Seele

Nach dem ersten Lied ergriff Hans Ulrich, Präsident des Männerchors Hütten, das Wort: Herzlich und humorvoll begrüsste er die Gäste, unter ihnen auch Wädenswils Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP), der dem neuen Ortsteil mit seinem Besuch sein Interesse und seine Wertschätzung erwies. Viele weitere Lieder wie etwa «Im Buechewald» von Edi Gasser und «Das Lied» von Ludwig Spohr folgten. Besonders stimmungsvoll und eindrücklich war der wortlose «Naturjutz» von Urs Aufdermauer, den viele als Balsam für die Seele empfanden.

Während es draussen eisig kalt war und andauernd schneite, erwärmten die Chorlieder drinnen Herzen und Gemüt.

Zwischen den vom Chor vorgetragenen Liedern zeigte das dreiköpfige Ensemble «Alpthaler Gruess» sein Können. Zwei Jugendliche am Schwyzerörgeli und ein erst zehnjähriger Musikant am Kontrabass gaben unaufgeregt und souverän ein paar Stücke zum Besten: Sie spielten alte Tänze wie «Der kleine Andreas» oder «Auf Wasserbergs Höhen». Die drei Innerschwyzer genossen nach dem Auftritt den Applaus des begeisterten Publikums in vollen Zügen.

Vor den Darbietungen und in der Pause konnten sich die Gäste zudem prima verköstigen und auch Lose kaufen. Ein Blick auf die tollen Tombola-Preise auf dem Gabentisch motivierte zusätzlich dazu, das Portemonnaie noch einmal zu zücken.

Humorvolles Volksstück

Im «Chränzli» kommt traditionellerweise auch ein Theaterstück zur Aufführung: In diesem Jahr wird in Hütten «Ufregig im Ochse» gezeigt. Im Volksstück in drei Akten von Franz-Xaver Köpfli gibt es tatsächlich einige Irrungen und Wirrungen im Gasthaus. Es kommt nicht nur zum Techtelmechtel zwischen den Paaren, sondern auch zu Diskussionen rund um ein Bauvorhaben vor dem «Ochsen»: Soll dem bestehenden Kartoffelacker, einem erweiterten Parkplatz oder einem geplanten «Bauernhof-Ensemble» der Vorrang gegeben werden? Zum Schluss lösen sich alle anstehenden Probleme in Minne auf, wie es im echten Leben manchmal auch wünschbar wäre.

Das Theaterstück war unterhaltsam und kitzelte immer wieder an den Lachmuskeln.

Das urchig-bodenständige Theaterstück stand unter der Regie von Silvia Züger. Es war unterhaltsam und kitzelte immer wieder an den Lachmuskeln. Besonders viel Applaus erntete Lebenskünstler Kari, alia Andreas Staub senior, der auf der Bühne einem Gläschen zuviel nicht abgeneigt war, sogar ein Liedchen dazu zum Besten gab, sich aber dann doch zum kompromissfähigen Helden mauserte. Zum Schmunzeln brachte das Publikum, dass zusammen mit Kari immer auch «Bless» auf den Bühnenbrettern auftauchte: Der Vierbeiner schien den Spass zu geniessen.

Eindrücklich ist im Männerchor Hütten der Zusammenhalt und der Plausch der Männer am gemeinsamen Gesang: «Meiri», wie alle den 77-jährigen Meinrad Grätzer nennen, ist seit 61 Jahren begeistertes Vereinsmitglied und damit amtsältester Sänger. Mit 86 Jahren ist Walter Frutiger der älteste Chorsänger. Er freut sich am Zusammenhalt und am volkstümlichen Gesang. Gleich dreimal sind Vater und Sohn gemeinsam im Chor vertreten: Unter ihnen sind Severin Bachmann, 20-jährig, der Jüngste im Hüttner Männerchor und sein Vater Rolf Bachmann, 55-jährig. Dieser sagt: «Mein Sohn singt zwar besser als ich, aber mir gefällt die bodenständige ´Choscht´, die uns singend zusammenhält und viel Freude bereitet».

Weitere Aufführungen: Samstag, 19. Januar, 19.30 - 2 Uhr, Sonntag, 20. Januar 13.30 - 21 Uhr, Samstag, 26. Januar, 19.30 - 02 Uhr, Sonntag, 27. Januar 2019 13.30 Uhr. ww.maennerchor-huetten.ch

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 13.01.2019, 17:58 Uhr

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