Eishockey

Lausanne erneut das glücklichere Team

Wie vor Jahresfrist endete für die Lakers das Cup-Duell gegen Lausanne mit einer bitteren Niederlage. Statt nach Penaltys setzte sich der NLA-Klub diesmal in der Overtime durch.

<b>Bitteres Ende:</b> Lausannes John Gobbi bejubelt den Siegtreffer, die Rosenstädter Leandro Profico (links), Goalie Michael Tobler und Niki Altorfer sind konsterniert.

Bitteres Ende: Lausannes John Gobbi bejubelt den Siegtreffer, die Rosenstädter Leandro Profico (links), Goalie Michael Tobler und Niki Altorfer sind konsterniert. Bild: Tom Oswald Fotografie

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Seit die Verlängerung nur noch mit je drei statt fünf Feldspielern absolviert wird, ist von den Akteure auf dem Eis im taktischen Bereich mehr Cleverness gefragt. Es lohnt sich, Geduld zu bewahren, die Scheibe in den eigenen Reihen zu halten und dafür auch einmal auf einen Abschluss zu verzichten. Lausanne befolgte dies in seiner vierten Overtime der Saison, Rapperswil-Jona in seiner zweiten zuwenig – und dies machte letztlich den Unterschied aus.

Es lief die 64. Minute. Verteidiger Leandro Profico setzte als vorderster Rosenstädter etwas überhastet zum Schuss an, hatte zudem Pech, dass er danach noch den Stock verlor. Die Waadtländer setzten zum Konter an, worauf Dustin Jeffrey den Lakers den «Todesstoss» versetzte. Goalie Michael Tobler, der eine bärenstarke Partie zeigte, beschwerte sich zwar noch, weil Teamkollege Niki Altorfer von einem Lausanner in ihn hineingestossen worden und er dadurch behindert worden war, die Schiedsrichter aber gaben den Treffer nach kurzer Videokonsultation.

Die Chancen waren da

«So zu verlieren ist natürlich brutal. Vielleicht hätte ich in dieser Situation nicht schiessen sollen, doch entscheidend war, dass ich den Stock verlor. Dadurch war ich dann einen Tick zu spät hinten und den Gegentreffer nicht mehr verhinden», ärgerte sich Profico hinterher. Und ergänzte: «Ein solches Ende hatten wir auch nicht verdient. Uns gelang einen super Match, wir waren sogar über weite Strecken die bessere Mannschaft. Leider machten wir zuwenig aus unseren Chancen.»

Profico analysierte treffend. Abgesehen von der Startphase waren die St. Galler den Gästen, dem aktuellen Tabellendritten der NLA (!), mindestens ebenbürtig. Sie liessen sich vom frühen Rückstand – Federico Lardi verwertete nach knapp zwei Minuten den ersten Torschuss der Partie zur Lausanner Führung – nicht aus dem Konzept bringen, fanden über den Kampf immer besser ins Spiel hinein. Im Mitteldrittel, in dem Dion Knelsen im Powerplay einen Distanzschuss von Cyrill Geyer zum hochverdienten Ausgleich in die Maschen lenkte (32.), waren die Lakers das klar bessere Team, im Schlussbabschnitt gemessen an den Chancen dem Sieg ebenfalls näher. Doch egal wie sehr sie es auch versuchten, der Puck wollte kein zweites Mal am ebenfalls stark aufspielenden Lausanner Keeper Pascal Caminada vorbei. Und deshalb jubelten am Ende eben wie vor Jahresfrist erneut die Lausanner. (zsz.ch)

Erstellt: 25.10.2016, 23:35 Uhr

Telegramm

Cup, Achtelfinal

SCRJ Lakers – Lausanne 1:2 (0:1, 1:0, 0:0) n.V.

SGKB-Arena. 2763 Zuschauer. SR Fischer/Vinnerborg; Fuchs/Obwegeser.
Tore: 2. Lardi (Froidevaux) 0:1. 32. Knelsen (Geyer, Aulin/Ausschluss Antonietti) 1:1. 64. Jeffrey 1:2. Strafen: 3×2 gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 4×2 gegen Lausanne.
Rapperswil-Jona Lakers: Tobler; Blatter, Geyer; Mason, Profico; Maier, Sataric; Aulin, Knelsen, Rizzello; Hügli, Vogel, Hüsler; Altorfer, Brandi, Casutt; Zanzi, McGregor, Schmutz; Bader.
Lausanne: Caminada; Schelling, Lardi; Gobbi, Fischer; Trutmann, Genazzi; Borlat; Antonietti, Conz, Ryser; Kneubuehler, Froidevaux, Pesonen; Danielsson, Jeffrey, Herren; Déruns, Miéville, In-Albon.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Auriemma, Frei, Grossniklaus, Guerra, Gurtner (alle verletzt) und Berger (bei SCL Tigers); Lausanne ohne Augsburger, Nodari, Savary, Walsky (alle verletzt), Ledin (krank), Huet (Rekovalenszent) und Junlund (geschont). Schüsse: 33:33 (9:13, 12:6, 9:12, 3:2).

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