Eishockey

Lakers mit einem Bein im Final

Rapperswil-Jona gestaltete auch die dritte Partie des Playoff-Halbfinals gegen Red Ice Martigny siegreich (4:3) und ist damit nur noch einen Erfolg vom Finaleinzug entfernt.

Hier trifft Michael Hügli (Mitte) zum 3:1. Später sorgt der Stürmer mit der Nummer 61 auch noch für den vierten Treffer der Lakers.

Hier trifft Michael Hügli (Mitte) zum 3:1. Später sorgt der Stürmer mit der Nummer 61 auch noch für den vierten Treffer der Lakers. Bild: Michael Trost

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Nachdem sich die beiden Mannschaften am Sonntag beim 1:0-Auswärtssieg der Rosenstädter in Martigny einen Kampf auf Biegen und Brechen geliefert hatten, setzten sie gestern eher auf das spielerische Element – und gewährten sich phasenweise ziemliche Freiheiten. Die Folge waren deutlich mehr Tore.

Der erste Treffer fiel noch vor Ablauf der 2. Minute. Ryan McGregor, der die ersten beiden Partien krankheitsbedingt verpasst hatte, bezwang Red-Ice-Keeper Ludovic Waeber, dem die Sicht verdeckt war, direkt vom Bully weg. Die Freude währte jedoch kurz: Keine zwei Zeigerumdrehungen später ging Mathias Franzén vor dem Lakers-Gehäuse vergessen, was dieser zum Ausgleich nutzte.

Hüglis Doppelpack

Beim 1:1 blieb es bis kurz vor der ersten Pause. Da fuhr McGregor einen Entlastungsangriff, um seinen Teamkollegen Zeit zum Wechseln zu verschaffen, verzögerte geschickt, bis Andrew Clark nachgerückt war, und dieser düpierte Waeber schliesslich mit einem Backhandschuss.

Erneut in Rückstand geraten, erhöhte Martigny sein Engagement im Mitteldrittel merklich, bremste sich dann aber mit Strafen selber aus. Kurz vor Spielmitte sassen mit Fabian Brem und Luca Zanatta gleich zwei Unterwalliser in der Kühlbox. Michael Hügli, mittlerweile für den verletzt ausgeschiedenen Kanadier Jared Aulin in die erste Angriffsreihe nachgerückt, nutzte die doppelte Überzahl nach nur 13 Sekunden zum 3:1. Sechs Minuten später doppelte der 20-jährige Stürmer nach einer sehenswerten Kombination über Antonio Rizzello und Clark nach.

Am Schluss noch gezittert

Diese komfortable Dreitoreführung vermochten die Lakers allerdings nicht ins letzte Drittel mitzunehmen – weil sie in der Folge etwas nachliessen. Sandro Brügger bestrafte dies 45 Sekunden vor der Pausensirene. Das 2:4 gab Martigny nochmals Hoffnung, so richtig gefährlich wurde es allerdings erst in den Schlussminuten, sprich, als die Gäste volles Risiko nahmen. Rund dreieinhalb Minuten vor Schluss machte Goalie Waeber einem sechsten Feldspieler Platz, und weil da mit Reto Schmutz zudem ein St. Galler auf der Strafbank sass, konnten die Unterwalliser sogar mit zwei Mann mehr agieren. Dies nutzte Topskorer Kirill Starkov zum 3:4.

Die verbleibenden rund 100 Sekunden wurden für die Lakers zu einer Zitterpartie, doch der Ausgleich gelang den Gästen aus dem Unterwallis nicht mehr. (zsz.ch)

Erstellt: 08.03.2016, 22:21 Uhr

Stimmen zum Spiel

«Unsere Tiefe kommt uns immer mehr zugute»

Ryan McGregor, traf bei seinem Comeback nach zwei Spielen krankheitsbedingter Pause zum 1:0 und leistete die Vorarbeit zum 2:1: «Wir hatten die Partie eigentlich ziemlich gut im Griff, doch dann kassierten wir diese Strafe kurz vor Schluss. Martigny spielte in dieser letzten Überzahl geschickt und gegen Starkovs Ablenker waren wir machtlos. Obwohl er letztlich knapp ausfiel, war unser Sieg verdient. Immer mehr zugute kommt uns, dass wir über vier ausgeglichene Linien verfügen. Das war schon gegen Thurgau unser Trumpf. Drei Spiele innert fünf Tagen sind happig, umso mehr, wenn man wie Martigny die ersten zwei Linien derart stark forciert. Irgendwann schwindet die Energie, und so hat man als Gegner plötzlich in allen Situationen etwas mehr Zeit zur Verfügung. Bis zur nächsten Partie am Freitag bietet sich nun eine längere Erholungsphase. Deshalb rechne ich in Spiel vier mit einem starken Martigny, das alles daran setzen wird, das Saisonende hinauszuzögern.»

Telegramm

NLB, Playoff-Halbfinal (best of 7), Spiel 3 (Stand: 3:0):

SCRJ Lakers – Visp 4:3 (2:1, 2:1, 0:1)
Diners Club Arena. 2824 Zuschauer. SR Müller/Wirth, Huggenberger/Obwegeser. – Tore: 2. McGregor (Mason) 1:0. 4. Franzén (Starkov, Marchon) 1:1. 20. Clark (McGregor, Blatter) 2:1. 30. Hügli (Clark, Geyer/Ausschlüsse Brem, Luca Zanatta) 3:1. 36. Hügli (Clark, Rizzello) 4:1. 40. Brügger (Starkov) 4:2. 59. Starkov (Luca Zanatta, Knoepfli/Ausschluss Schmutz) 4:3 (ohne Torhüter). – Strafen: 2x2 gegen Rapperswil-Jona, 5x2 gegen Martigny. – Rapperswil-Jona: Melvin Nyffeler; Blatter, Geyer; Profico, Lüthi; Zangger, Grossniklaus; Grieder, Sataric; Aulin, Clark, Rizzello; McGregor, Mason, Schommer; Kuonen, Schlagenhauf, Schmutz; Hügli, Vogel, Hüsler. – Martigny: Waeber; M. Zanatta, L. Zanatta; Currit, Flyagin; Borlat, Marti; Vermeille; Balej, Brügger, Knoepfli; Starkov, Marchon, Franzén; D. Malgin, Rexha, Lakhmatov; Zorin, Brem, Dähler; C. Loeffel. – Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Frei, Högger, Thöny (alle verletzt), Auriemma, Bader, Grigioni, Schaub, Tkachenko (alle überzählig) und Brandi (Wetzikon); Martigny ohne Gailland, Tanner, Wyssen (alle verletzt), D. Wildhaber und Y. Wildhaber (beide überzählig). 26. Aulin verletzt ausgeschieden. 35. Lattenschuss Starkov. 36. Time-out Rapperswil-Jona. 56:28 Time-out Martigny. Martigny von 56:32 bis 58:16 und ab 58:46 ohne Torhüter.

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