Eishockey

Lakers blamieren sich in Zug

Rapperswil-Jona verspielte gegen Liganeuling EVZ Academy zweimal eine Führung und verlor letztlich 3:4.

Lakers-Trainer Jeff Tomlinson (Mitte) geigte seinen Spielern nach der peinlichen Niederlage in Zug gegen das Nachwuchsteam des EVZ deutlich die Meinung.

Lakers-Trainer Jeff Tomlinson (Mitte) geigte seinen Spielern nach der peinlichen Niederlage in Zug gegen das Nachwuchsteam des EVZ deutlich die Meinung. Bild: Tom Oswald Fotografie

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Während der Partie herrschte eine schier unheimliche Stille in der über 7000 Personen fassenden Bossard Arena – von den 436 offiziell vermeldeten Zuschauern waren höchstens die Hälfte da, darunter lediglich zwei bis drei Dutzend Lakers-Anhänger. Sehr, sehr laut wurde es dafür nach Spielende in der Garderobe der Rosenstädter. Trainer Jeff Tomlinson tobte. Seine Worte waren auch im Gang draussen locker zu vernehmen – doch nicht druckreif.

«Ich mag solche Ausbrüche nicht, aber manchmal muss es sein», rechtfertigte sich der Deutschkanadier hinterher, ehe er erneut deutliche Worte fand: «Das war der Tiefpunkt bisher in dieser Saison. Wir sind überhaupt nicht als Mannschaft aufgetreten. Und es war kein Feuer, keine Energie da. So ein Auftreten geht gar nicht!»

Entsprechend werden seine Spieler mit Konsequenzen leben müssen. «Statt freie Tage zu geniessen werden sie den Geschmack von harter Arbeit kennenlernen», kündigte der Headcoach an. Zudem würden jene Leute, die anscheinend nicht bereit seien, alles zu geben für die Lakers, in den kommenden Partien weniger bis gar keine Eiszeit erhalten – «bis sie mir das Gegenteil beweisen», hielt Tomlinson fest.

Schwendener kein sicherer Rückhalt

Auf einzelne Namen ging der Lakers-Trainer nicht ein, Fakt aber ist, dass in Zug speziell die beiden Linie mit den jüngeren Spielern die wenigen Akzente setzten, die arrivierteren Kräfte hingegen selbst im Überzahlspiel blass blieben. Immer mehr akzentuiert sich zudem ein Goalieproblem. Wie Michael Tobler zuvor gegen La Chaud-de-Fonds war Janick Schwendener jedenfalls seinem Team in Zug kein sicherer Rückhalt – wobei anzumerken ist, dass seine Vorderleute äusserst fahrig verteidigten und ihn des öfteren kläglich im Stich liessen. (zsz.ch)

Erstellt: 09.10.2016, 20:46 Uhr

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National League B

EVZ Academy – SCRJ Lakers 4:3 (2:2, 1:1, 1:0)


Bossard Arena, Zug. 436 Zuschauer. SR Erard, Huguet/Micheli.
Tore: 2. Hügli (Profico) 0:1. 4. Zehnder (Grigioni, Küng) 1:1. 11. Haberstich (Haussener, Zehnder) 2:1. 20. (19:44) Altorfer (Profico, Berger/Ausschluss Haberstich) 2:2. 31. Brandi (Sataric, Altorfer) 2:3. 34. Grigioni (Forrer, Rech/Ausschluss Knelsen) 3:3. 49. Pfranger (Maurenbrecher, Rattaggi) 4:3. – Strafen: 4x2 gegen die EVZ Academy, 6x2 plus 2x10 (Hügli, Maier) gegen die Rapperswil-Jona Lakers.
EVZ Academy: Halle; Maurer, Schmuckli; Geisser, Gross; Küng, Grigioni; Steiner, Samuele Pozzorini; Rapac, Kläy, Schleiss; Haberstich, Zehnder, Haussener; Alessio Pozzorini, Forrer, Rech; Maurenbrecher, Rattaggi, Pfranger.
Rapperswil-Jona Lakers: Schwendener; Blatter, Geyer; Maier, Sataric; Guerra, Profico; Grossniklaus; Aulin, Knelsen, Rizzello; Hügli, Vogel, Hüsler; Berger, Mason, Casutt; Altorfer, Brandi, Schmutz.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Auriemma, Bader, Frei, Gurtner, McGregor und Zanzi. Rapperswil-Jona ab 59:36 ohne Goalie. Schüsse: 22:27 (6:15, 9:6, 7:6).

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