Wädenswil

Gürkan Sermeter trifft in Wädenswil auf seinen ehemaligen Lehrer und Trainer

Der YB-Meisterrasen erlebte auf der Beichlen seine Premiere mit dem Prominentenspiel zwischen lokalen Grössen und den YB Oldstars mit Wädi-Legende Gürkan Sermeter.

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Die YB Oldstars brachten am Samstag zur Einweihung des Kunstrasen aus dem Stade de Suisse eine besondere Trophäe nach Wädenswil mit: Den Meisterpokal, den YB in den letzten beiden Saisons in die Höhe stemmte.

Vor dem Kick-off bedankte sich der Präsident des FC Wädenswil, Martin Lampert, im Trikot der Selection bei Ernst Graf. Der Technische Leiter im FCW-Juniorenbereich ist ebenso Mitglied im YB-Verwaltungsrat, dem Führungsgremium des amtierenden Schweizer Meisters. Bei Graf liefen die Fäden zur Verlegung des Kunstrasens von Bern auf die Beichlen zusammen.

Politiker auf dem Grün

Im Juli wurde die Grünfläche verlegt, nun ist sie spielbereit. Lampert bedankte sich ebenso herzlich bei der Stadt Wädenswil, die für die Kosten des Rasens mitsamt Verlegung aufkam, was im Budget mit rund 200 000 Franken veranschlagt wurde. Ohne den guten Draht nach Bern hätte der FC Wädenswil für einen Kunstrasen in vergleichbarer Qualität gut und gerne mehr als das Doppelte bezahlt. Das Wort ergriffen danach Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP), der bei der Selection das Trikot mit der Nummer 10 trug, Stadtrat Jonas Erni (SP) erklärte das Spielfeld als offiziell eröffnet.

Video: So wurde der YB-Meisterrasen in Wädenswil verlegt

Video: Martin Steinegger.

Ob es diesen Spieler kenne, fragt eine Mutter ihr Töchterchen, als sich Lars Lunde von YB Oldstars am späten Samstagnachmittag auf den Weg auf den Kunstrasen in der Beichlen macht, wo gleich das Prominentenspiel zwischen FC Wädenswil (FCW) Selection und YB Oldstars stattfindet. Die Kleine schüttelt den Kopf.

Kicken ohne Chappi

Nun, der Däne, Torschützenkönig des YB-Meisterteams von 1986 und später Stürmer bei Bayern München, ist eben in die Jahre ge­kommen und nur noch einigen der rund 300 Fans auf der Beichlen ein Begriff. «Wo ist eigentlich Chappi?», tönt es anderswo.

Stéphane Chapuisats Erscheinen ist zwar angekündigt worden, doch der ehemalige YB- und Dortmund-Starstürmer hat sich abgemeldet. «Gügi» Sermeter, Wädi-Legende und vor Jahren Publikumsliebling der YB-Fans, wird hingegen von vielen Fans erkannt. Monika Mühlemann, Leiterin der FCW-Geschäftsstelle, zeigt ihren Kolleginnen eine signierte Autogrammkarte von ihm aus der Saison 2004/2005.

Hand in Hand mit Wädenswiler Juniorinnen und Junioren betreten die Spieler beider Teams den YB-Meisterrasen, der nun auf der Beichlen liegt, Sie nehmen im Mittelkreis Position ein, und mittendrin steht eine besondere Trophäe, welche die YB-Oldies mitgebracht haben: das Original des Meisterpokals. Das Spiel beginnt mit einem Paukenschlag: Rainer Bieli, Trainer des Fanionteams des FC Wädenswil, erzielt für die Selection früh das 1:0.

Bei den Gastgebern fällt auf, dass Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP) zwar die Nummer 10 trägt, aber nicht zentral spielt, sondern auf der linken Seite unermüdlich hinauf- und hinunterrennt. Nach einer Viertelstunde zollt er den Anstrengungen offensichtlich Tribut und überlässt seinen Platz Stadträtin Astrid Furrer (FDP). Kurz darauf lässt Sermeter seine alte Klasse aufblitzen, hämmert den Ball erst an die Latte und verwertet den Nachschuss gekonnt zum 1:1.

Ein guter Schüler

Dank einem weiteren Treffer von Bieli und einem Tor durch Tiziano Sacconi, beim FCW Technischer Leiter der C- und D-Junioren, gewinnt die Selection schliesslich nach zweimal 30 Minuten 3:1. Sermeter lässt sich vorzeitig auswechseln, da er noch einen Termin als Fussballexperte bei einem Privat-TV-Sender hat.

«Gügis» Wege haben sich mit jenen von FCW-Präsident Martin Lampert Ende der 1980er-Jahre gekreuzt. Dieser war damals sein Lehrer an der Sekundarschule. «Ich unterrichtete ihn in Mathematik und Sport.» Er sei ein guter Schüler gewesen, der zu Beginn seine Profikarriere auch noch das KV absolvierte. Lampert war zudem Sermeters Trainer bei den Wädenswiler B-Junioren. «Er war ein Ausnahmetalent», sagt Lampert.

Erstellt: 08.09.2019, 21:17 Uhr

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