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Kiffen und paranoide Schizophrenie ­liessen die Lage eskalieren

Zweimal ­ ist ein Patient im Sanatorium Kilchberg auf einen Mitpatienten losgegangen. Er wird in eine geschlossene psychiatrische Klinik überführt.

Hinter diesen Mauern wird Patienten geholfen. Einer fühlte sich verfolgt und hätte fast den Tod seines Mitpatienten verantwortet.
Hinter diesen Mauern wird Patienten geholfen. Einer fühlte sich verfolgt und hätte fast den Tod seines Mitpatienten verantwortet.
Sabine Rock

Mehrfache versuchte Tötung lautet die Anklage. Und das in einer psychiatrischen Klinik. Man stellt sich ein Monster vor, wie aus einem Hollywoodfilm. Dann führen zwei Polizisten einen rund­lichen, eher kleinen Mann in den Gerichtssaal. 28 Jahre ist er alt, die dunklen Locken stehen wild vom Kopf ab, dazu Brille und Kinn­bart. Er ist bequem gekleidet, in Kapuzenpullover und Jogginghose. Als er sich setzt, bin­det er die Haare brav zusammen. ­Später niest der Gerichtsschreiber. Der Einzige, der «Gesundheit» sagt, ist der Angeschuldigte. Wenn er auf die Fragen antwortet, ist der Schweizer kaum zu hören, so leise spricht er.

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