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«Jeder will sein Bestes geben»

Die Jonerin Monika Bürger stand als eine der zahlreichen Freiwilligen für die Vorbereitungen der Ski-WM in St.Moritz im Einsatz. Im Gespräch erzählt die Pensionärin von ihren Erlebnissen und der Stimmung unter den Voluntari.

Monika Bürger nimmt viele Erinnerungen und die Voluntari-Kleidung von der WM in St.Moritz mit.
Monika Bürger nimmt viele Erinnerungen und die Voluntari-Kleidung von der WM in St.Moritz mit.
Manuela Matt

Sie sind am Montag von ihrem sechstägigen Freiwilligeneinsatz an der Ski-WM zurückgekehrt. Wie traurig sind Sie darüber, dass Sie die Skistars nicht live erleben können?Monika Bürger: Ich bin nicht traurig. Man kann eben nicht immer nur das Sahnestück ergattern. Ausserdem sind auch diejenigen Helfer wichtig, die Aufgaben vor und nach der WM übernehmen.

Sie hatten sich für den Verpflegungsdienst gemeldet. Welche Aufgaben hatten Sie da zu Erfüllen?Ich war für die Verpflegung aller 1300 Voluntari und der Angehörigen des Militärs mitverantwortlich. Meine Aufgaben waren unterschiedlich; An einem Tag war ich beispielsweise für den Getränkeservice zuständig, ein anderes Mal fürs Schöpfen der Mahlzeiten. Am wenigsten gefallen hat mir der Tag an der Abwaschstrasse. Dort ist es sehr heiss.

Wie sind Sie dazu gekommen, sich für einen Freiwilligeneinsatz zu melden?Ich stehe bereits seit drei Jahren jeweils für die Weltcup-Rennen in St.Moritz als Freiwillige im Einsatz. Dazu gebracht hat mich meine Tochter. Gemeinsam mit ihrem Mann lebt sie im Engadin. Sie fand, dass ein solches Engagement etwas für mich wäre.

Essen und Trinken müssen alle einmal. Sie dürften während ihrem Einsatz also vielen Menschen begegnet sein.Klar, man kommt mit unglaublich vielen Menschen in Kontakt. Vor allem sehr viel junge Menschen, die für ihr Engagement an der Ski-WM gar ihre wohlverdienten Ferien investieren, sind mir begegnet. Spannend ist auch, dass vom Uni-Dozenten über die Pensionärin alles dabei ist.

Als Jonerin sind Sie wohl aber eher eine Exotin unter den Freiwilligen?Überhaupt nicht. Natürlich, viele Voluntari stammen aus der Gegend selber. Aber ich habe beispielsweise auch eine Argauerin kennengelernt. Und ich weiss von Holländern, Tschechen und Österreichern, die ebenfalls vor Ort waren, um zu helfen.

Wie haben Sie den Umgang zwischen den vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten vor Ort erlebt?Es herrschte allgemein eine sehr angenehme Stimmung. Man hilft sich, wo man kann. Natürlich gibt es auch immer zwei, drei Personen, die sich etwas wichtiger nehmen, aber an mir prallt so etwas ab. Grundsätzlich will jeder sein Bestes geben, damit der Anlass erfolgreich über die Bühne gehen kann.

Als Voluntari haben Sie bisher sechs Tage unendgeltlich gearbeitet. Nach den Weltmeisterschaften werden Sie zudem erneut nach St.Moritz reisen, um auch während den Aufräumarbeiten in der Verpflegung zu helfen. Was nehmen Sie von ihrem Engagement mit?Auf der einen Seite sicher das spezielle Erlebnis und die Erinnerungen, die mir für immer bleiben werden. Und materiell bleibt mir die Voluntari-Kleidung. Diese dürfen alle Helfer, die mindestens sieben Tage im Einsatz stehen, behalten. Dazu gehört etwa eine hochwertige Skibekleidung und eine tolle Mütze.

Würden Sie sich wieder einmal als Helferin für einen solchen Grossanlass melden?Absolut. Es ist einfach eine fantastische Sache.

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