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Innehalten und sich vom Augenblick berühren lassen

Am Sonntag feierte die Kirchgemeinde Horgen zusammen mit Mitgliedern der Polizei, der Feuerwehr und des Rettungsdienstes einen Adventsgottesdienst in der reformierten Kirche. Das Spiel der Korpsmusik der Kantons-polizei Zürich war festlich und erfreute alle.

Die Geschäftigkeit im Advent ist gross. Viele schmücken die Wohnung, kümmern sich um das Weihnachtskonfekt, den Jahresabschluss und um letzte passende Geschenke. Alles geschieht in Eile und soll möglichst subito erledigt werden. Durch die modernen Medien sind alle zudem ständig erreichbar, was den Stress und den Termindruck weiter erhöht. «Ist das der Sinn von Weihnachten?», fragte die katholische Theologin und Polizeiseelsorgerin Kerstin Willems in ihrer Predigt, die zuerst die derzeitige Hektik schilderte. Soll der Alltag gerade in der Adventszeit wirklich derart durchgetaktet sein? Liegt nur noch ein «Coffee to go» anstatt einer entspannenden Pause drin? Anhand einer modernen Weihnachtsgeschichte ermunterte Polizeiseelsorgerin Kerstin Willems die Gemeinde und die vielen angereisten Mitglieder der Polizei, der Feuerwehr und des Rettungsdienstes in deren traditionellen Vorweihnachtsgottesdienst, bewusst Pausen einzuschalten. Es gelte «wieder Geduld und Gelassenheit zu üben und gerade jetzt im Advent diese erwartungsvolle Spannung auszuhalten». Entschleunigen sei wichtig. Sich kleine Inseln zu schaffen und Rituale zu beherzigen, helfe, zwischendurch ganz im Moment zu leben. Wer die Rastlosigkeit, wenn auch nur kurz überwinde, könne kleine, überraschende und emotional nährende Weihnachtswunder erleben.

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