Zum Hauptinhalt springen

In Rapperswil-Jona haben bereits 174 Bürger online abgestimmt

In vier Gemeinden des Kantons St. Gallen stimmen in diesen Tagen erstmals ­Bürger per Internet ab. Die ­ersten Tests verlaufen positiv.

Am Computer abstimmen: Die Bevölkerung von Rapperswil-Jona stimmt am 24. September erstmals online ab.
Am Computer abstimmen: Die Bevölkerung von Rapperswil-Jona stimmt am 24. September erstmals online ab.
Manuela Matt

Am 24. September beginnt für Rapperswil-Jona eine neue Zeitrechnung. Dann wird in der Stadt das erste Abstimmungsresultat verkündet, das auch elektronisch erfasste Stimmen enthält.

Einer, der elektronisch abstimmen wird, ist der Stadtpräsident höchstpersönlich. «Ich werde am Wochenende in aller Ruhe das ­E-Voting ausprobieren», sagt Martin Stöck­ling (FDP). Am Freitagnachmittag um 16.30 Uhr – rund eine Woche nach Eintreffen der Stimmcouverts – haben bereits 174 Rapperswiler und ­Joner per Mausklick abgestimmt, wie die Staatskanzlei auf Anfrage bekannt gibt. Staatssekretär Cani­sius Braun bewertet die Zahl als sehr positiv. In den anderen Pilotgemeinden liegen die Zahlen auf anteilsmässig ähnlichem Niveau: Kirchberg (102), Wangs (42) und Goldach (83). Bei den Auslandschweizern hätten 190 elektronisch abgestimmt. Das seien etwa gleich viele Stimmen, wie auch per Post eingegangen sind.

Viele Codes zu lesen

Wie ein Test der ZSZ zeigt, ist das E-Voting­ fast kinderleicht zu bedie­nen. Auf dem Stimmausweis ist eine Nummer aufgedruckt, dazu ein Bestätigungs- und Finalisierungscode. Weiter gibt es einen Finger­print und Prüf­codes. Die Befürchtungen, 128 Zeichen lange Codes­ abzutippen, erhärtet sich allerdings nicht. Die meisten der Codes­ dienen einzig zur Prüfung der korrekten Stimmabgabe und müssen nur abgelesen werden. Martin Stöck­ling sagt dazu: «Die heutigen technischen Erfor­der­nisse führen sicher noch nicht ­dazu, dass E-Voting­ einfacher ist, als brieflich abzustimmen.» Trotz­dem glaubt der Stadtpräsident an die Zukunft des E-Votings.

Die Stimmberechtigten werden von der Stadt mit einem Schreiben über die Einführung des E-Votings informiert. ­Darin heisst es: «Wir empfehlen ­Ihnen, elektronisch abzustimmen, sobald Sie sich Ihre Meinung abschlies­send gebildet haben.» Das System selbst im Internet bleibt dann selbsterklärend.

Eine doppelte Stimmabgabe – per Internet und Brief – ist zwar per se möglich, wird vom Abstimmungssystem aber aussortiert. Beim ersten solchen Versuch werde der Bürger ermahnt, beim zweiten gibt es laut der Staatskanzlei direkt eine Anzeige wegen versuchter Wahlfälschung.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch