Rad

In Meilen erstmals im Ghost-Trikot

Radquers hat Sina Frei diesen Winter erst eines bestritten und gewonnen. Beim Heimrennen am 2. Januar in Meilen wird die Spitzensportrekrutin ebenfalls starten – erstmals im Trikot des Ghost Factory Racing Team.

Sina Frei, die beim Radquer in Meilen erstmals im Trikot des Ghost Factory Racing Team starten wird, beim Aufwärmen am Ergometer.

Sina Frei, die beim Radquer in Meilen erstmals im Trikot des Ghost Factory Racing Team starten wird, beim Aufwärmen am Ergometer. Bild: zvg

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Tenüwechsel ist sich Sina Frei ­gewohnt. An der Swiss Cycling Night, wo sie am 1. November zum zweiten Mal in Folge zur besten Nachwuchsfahrerin ausgezeichnet wurde, erschien die Uetikerin im Tenü grün. Die 20-Jährige absolviert derzeit die Spitzensport-RS. «In Magglingen sind wir jedoch nicht im TAZ (Tarnanzug; Red.) unterwegs», relativiert die Rekrutin. Hoch über Biel trägt sie einen gelb-schwarzen Trainingsanzug.

Vier Jahre lang waren ihre ­Farben schwarz-orange gewesen. Für das JB Felt Team bestritt sie erfolgreich Radquer- und Mountainbike-Rennen. Das brachte weitere Tenüwechsel mit sich. Bald war die Uetikerin als Mitglied der Nationalmannschaft mit dem weissen Kreuz auf der Brust unterwegs. 2015 wurde Frei U19-Europameisterin im Cross Country. Das weisse Trikot mit dem blauen Brustband und den gelben Sternen blieb in ihrem ­Besitz. In den folgenden beiden Jahren doppelte sie an den kontinentalen Titelkämpfen in der Kategorie U23 nach. Seit dem 9. September, als sich die 20-Jährige an der WM in Cairns ins Regenbogentrikot einkleiden liess, wird das europäische Emblem mit einem Platz im Schrank vorliebnehmen müssen.

Tolle Trails in Kanada

Von einem «Steigerungslauf mit dem Optimum auf dem Höhepunkt» spricht Frei im Rückblick auf das Jahr 2017. Vor Jahresfrist war sie von einer Sehnenentzündung im Fuss gebremst worden. «Deshalb war ich im Frühling noch nicht in Topform», sagt die Mountainbikerin, die im Sommer ihre KV-Lehre erfolgreich abschloss. Nach der langen, kräftezehrenden Saison gönnte sich Frei in Kanada eine Auszeit. «Ich sass täglich mit Locals auf dem Bike, die mir die tollsten Trails zeigten», schwärmt sie.

Umso grösser war dann der Kontrast, als die Rekrutin in Lyss zur fünfwöchigen militärischen Grundausbildung einrückte. «Es war streng und stressig, im Nachhinein aber auch lustig und lässig», sagt sie schmunzelnd. Den Kämpfer hat Frei gegen Sportbekleidung getauscht. In Magglingen, wo sie den Austausch mit Fussballern, Schützen oder Curlern schätzt, bereitet sie sich intensiv auf die kommende Mountainbike-Saison vor. Radquers hat die Schweizer Meisterin von 2016 deshalb bloss jenes am26. Dezember in Dagmersellen bestritten – und es im Trikot des VC Meilen als Siegerin beendet.

Ab 2019 in der Elite

Im Heimrennen am Berchtoldstag (Start um 13.45 Uhr) wird sie sich zum zweiten und letzten Mal aufs Quervelo schwingen. Die SM in Steinmauer verpasst Frei, weil sie Mitte Januar mit der Mountainbike-Nati im Trainingslager weilt. Im Fokus wird dann weniger ihr fahrbarer Untersatz, sondern das neue Trikot stehen. Wie dieses aussehen und welchem Team sie in Zukunft angehören wird, wollte Frei nicht verraten: «Das wird erst nach dem Jahreswechsel spruchreif.» Recherchen haben jedoch ergeben, dass die Uetikerin beim deutschen Ghost Factory Racing Team unterschrieben hat. Dort ersetzt sie zusammen mit der Ungarin Barbara Benko die Österreicherin Lisi Osl und Alexandra Engen, die zweifache Eliminator-Weltmeisterin aus Schweden.

Sina Frei wird 2018 nochmals in der Kategorie U23 fahren. Der Weltcupauftakt erfolgt Ende Mai in Nove Mesto. «Die erste Saison als Profisportlerin und in einem neuen Team sind schon Umstellung genug», begründet die U23-Weltmeisterin ihren Entscheid. Der Schritt in die Elite sei dann für 2019 geplant. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 30.12.2017, 11:00 Uhr

Favorit in Meilen: Marcel Wildhaber. (Bild: Patrick Gutenberg)

Radquer Meilen

Drei Schweizer kämpfen um den Gesamtsieg

Auch zur dritten Austragung des Meilemer Radquers im Rahmen der EKZ-Cross-Tour reist Marcel Wildhaber als Gesamtführender an. Das Glück war dem 32-Jährigen allerdings erst einmal hold. Bei der Premiere 2016 brach er sich – den Sieg vor Augen – das Wadenbein. Vor Jahresfrist rettete der Fahrer des VC Eschenbach als Dreizehnter 14 Punkte Vorsprung auf den deutschen Tagessieger Marcel Meisen ins Ziel.

Heuer beträgt Wildhabers Polster auf Nicola Rohrbach 29, auf Simon Zahner vom organisierenden VC Meilen 42 Punkte. Gewinnt Rohrbach, genügt Wildhaber ein 9. Platz zur Titelverteidigung. Es sei schon eine spezielle Situation, gesteht der Leader. «Die Gesamtwertung werde ich sicher im Kopf haben.» Und der Speaker werde sicher auch rechnen und ihn damit informieren.

Geschwächter Leader

Allenfalls macht Wildhaber erneut die Gesundheit einen Strich durch die Rechnung. Seit dem Weltcup am 26. Dezember in Zolder machen ihm Magenprobleme zu schaffen. «Im Training fehlte mir die Power in den Beinen, deshalb werde ich zwei Tage pausieren», sagte er gestern.

Zum Favoritenkreis gehören beim Start um 15 Uhr Lars Forster, der in Meilen als Dritter und Zweiter zweimal auf dem Podest stand, und Andri Frischknecht, der Vierte von Eschenbach. Neben Meisen gilt es den Holländer David van der Poel, den Belgier Nicolas Cleppe und die beiden Franzosen Fabien Canal und Steve Chainel im Auge zu behalten. db

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