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In Herrliberg-Feldmeilen soll ein Bushof entstehen

Beim Bahnhof Herrliberg-Feldmeilen könnte ein Bushof entstehen. Gespräche zwischen der SBB und den beiden Gemeinden haben bereits stattgefunden: Nun liegt der erste Entwurf einer Machbarkeitsstudie vor.

Am Bahnhof Herrliberg-Feldmeilen soll ein Bushof gebaut werden
Am Bahnhof Herrliberg-Feldmeilen soll ein Bushof gebaut werden
Sabine Rock

Am Bahnhof Herrliberg-Feldmeilen soll ein Bushof gebaut werden – die Frage ist nur wann. Erste Informationen dazu gab es am Mittwochabend an einer Informationsveranstaltung zur Meilemer Richtplanung.

Der Meilemer Hochbauvorsteher Heini Bossert (FDP)bestätigt auf eine Nachfrage, dass die Gemeinden Meilen, Herrliberg und die SBB eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben hätten, deren erster Entwurf nun vorliege. «Es ist derzeit ein Synthesepapier in Bearbeitung, in dem diverse Nutzungsmöglichkeiten des Areals behandelt werden», sagt auch SBB-Sprecher Oliver Dischoe. Dieses diene als Entscheidungsgrundlage. «Über allfällig weitere Planungsschritte wird zu gegebener Zeit informiert», lässt der Sprecher zudem wissen.

Die Frage, ob die SBB noch weitergehende Überbauungspläne für das Geländes hätten, bleibt indessen unbeantwortet. Ungeachtet der Pläne der SBB will Meilen seine Pläne für einen Bushof weiterverfolgen. «Der Bushof ist in der Langzeitplanung Meilens und soll deshalb im kommunalen Richtplan verankert werden», sagt Bossert. Dessen Zeithorizont ist bis ins Jahr 2030 ausgelegt. Der Hochbauvorsteher hofft, dass sich der Bushof bereits früher umsetzen lässt. Wie gross und wie teuer die Anlage werden wird, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch unklar. Klar ist hingegen, dass er auf Boden der Gemeinde Meilen gebaut würde – seeseitig und entweder östlich oder westlich des heutigen Bahnhofgebäudes.

Kein Problem mit Wendegleis

«Die Umsteigesituation vom Bus zur Bahn ist heute unbefriedigend, es ist ein Durcheinander», begründet Bossert die Notwendigkeit eines Bushofes. Und die Frequenzen des ÖVs würden noch zunehmen. Dem geplanten Wendegleis für die S20 käme der Bushof aber nicht in die Quere. «Die Gleisanlagen sind durch den Bushof nicht betroffen», sagt der Meilemer Gemeinderat dazu.

Der Herrliberger Tiefbauvorsteher Thomas Dinkel (FDP) bestätigt, dass seine Gemeinde der Idee eines Bushofes am Bahnhof Herrliberg-Feldmeilen ebenfalls positiv gegenübersteht: «Wir wollen, dass der Verkehr am Bahnhof entflochten wird, zum einen aus Sicherheitsgründen, zum anderen auch, damit man trockenen Fusses umsteigen kann.» Auch finanziell könnte es sein, dass Herrliberg sich beteiligt. «Es existiert ein Vertrag von 1998 zwischen der SBB sowie den Gemeinden Meilen und Herrliberg zum Bahnhof Herrliberg-Feldmeilen, welcher den Kostenteiler für den Unterhalt, Betrieb und Erneuerung regelt», sagt Dinkel. Beteiligen wolle man sich bei diesem Projekt aber nur an den Kosten für den Bushof, falls das Gelände noch weiter überbaut werde. Der Busbahnhof mag der bemerkenswerteste Punkt im Entwurf zum neuen Richtplan sein, die einzige spannende Neuerung ist er aber nicht.

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