Rapperswil-Jona

Im Joner Kreuz gehen schon am Nachmittag die Lichter aus

Die Tische und Stühle im Restaurant Kreuz in Jona blieben abends oft leer. Nun hat die Betreiberin, die Schloss Rapperswil Gastro GmbH, die Konsequenzen gezogen. Das Lokal bleibt bis auf weiteres abends geschlossen.

Das Restaurant im Joner Kreuz bleibt abends geschlossen. Der Grund: Die Gäste bleiben aus.

Das Restaurant im Joner Kreuz bleibt abends geschlossen. Der Grund: Die Gäste bleiben aus. Bild: Manuela Matt

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Weil die Sanierungsarbeiten des Restaurants Kreuz in Jona immer wieder nach hinten verschoben wurden, einigten sich die Stadt und die Schloss Rapperswil Gastro GmbH im November auf ein temporäres Gastrokonzept unter dem Motto «Schübligwirt». Damit wollte man für die Bürger ein Übergangsangebot schaffen. Weil das Restaurant aber vor allem abends meist leer blieb, haben die Betreiber sich nun entschlossen, den Gas­trobetrieb nur noch über den Mit­tag am Laufen zu halten.«Es ist eine unbefriedigende Situation», sagt der Geschäftsführer der Schloss Rapperswil Gas­tro, Wolfgang Raimann. Aber es lohne sich schlicht und einfach nicht, den Betrieb für zwei, drei Gäste aufrechtzuerhalten. «Wunsch und Verhalten der Bevöl­kerung sind in diesem Fall nicht kongruent.» So würden die Leute sich zwar lauthals über das geschlossene Restaurant aufregen, selber hätten sie aber nie das Kreuz besucht. «Denn wenn Gäste kommen würden, dann hätten wir auch offen», bringt Raimann es auf den Punkt.

Mietvertrag wird verhandelt

Den Grund für den bescheidenen Erfolg sieht Raimann im beschränkten Konzept des «Schübligwirts». «Wir haben die ganze Idee für eine Betriebszeit von maxi­mal drei Monaten aufgezogen.» Dementsprechend klein seien die verfügbaren Mittel gewesen. «Wir haben weder eine feste Crew engagiert, noch haben wir irgendwelche Werbung für unser Angebot gemacht.» Und zu guter Letzt sei auch die Karte im «Schübligwirt» äusserst beschränkt. «Das scheint die Bevölkerung in ihrem Ausgehverhalten nicht angesprochen zu haben», folgert Raimann.

Trotz der momentanen Situation sind die Verantwortlichen der Schloss Rapperswil Gastro weiterhin guten Mutes, das Joner Kreuz nach den dringend nötigen Sanierungsarbeiten und mit einem durchdachten Gastrokonzept zurück auf die Erfolgsspur bringen zu können.

Im Moment befinde man sich kurz vor Abschluss der Miet­vertragsverhandlungen mit der Stadt, sagt Raimann. «Danach können wir hoffentlich durchstarten.»

Das wünscht sich auch die Stadt. Denn für sie ist der abends geschlossene Gastro­betrieb gleich doppelt ungünstig. Zum einen wünsche man sich für die Bevölkerung natürlich ein vielfältiges gastronomisches Angebot, sagt Bauchef Thomas Furrer (parteilos). «Und zum anderen bedeutet der geschlossene Betrieb für die Liegenschaftsverwaltung einen Mehraufwand.» Denn diese habe nun wieder dafür zu sorgen, dass die Räumlichkeiten des Kreuzes für Abendveranstaltungen zugänglich gemacht würden. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 26.08.2018, 17:18 Uhr

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