Eschenbach

Im Aatalweiher darf wieder gebadet werden

Die Sporen der Krebspest, welche die Edelkrebse im Aatalweiher in Neuhaus dahinraffte, sind abgestorben. Weil der Weiher nun nicht mehr infektiös ist, wurde das Badeverbot aufgehoben. Im kommenden Frühsommer sollen im Aatalweiher Krebse ausgesetzt werden.

Damit Besucher die Krebspest nicht in andere Gewässer verschleppen, hatte Michael Kugler Schilder aufgehängt. Nun ist das Baden wieder erlaubt.

Damit Besucher die Krebspest nicht in andere Gewässer verschleppen, hatte Michael Kugler Schilder aufgehängt. Nun ist das Baden wieder erlaubt. Bild: S. Rock

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Ab sofort ist ein Bad im Aatalweiher wieder erlaubt, teilte gestern Christian Rudel, Präsident des Fischereivereins See und Gaster, mit. Es sei davon auszugehen, dass die Sporen der Pilzerkrankung unterdessen abgestorben sind.

Die Krebspest hatte im Frühling Tausende Edelkrebse vernichtet. Nun sei die Gefahr gebannt, dass Badende die Krankheit weiterverbreiten könnten. Auch das Fischen ist wieder erlaubt. Befremdet zeigt sich Rudel darüber, dass Nachtbuben die Plakate, die vor der Krebspest warnten, vorzeitig abgerissen hätten.

«Im kommenden Frühsommer soll eine grössere Zahl an Krebsen im Weiher ausgesetzt werden.»Michael Kugler, Amt für Natur, Jagd und Fischerei

«Geplant ist, dass im kommenden Frühsommer eine grössere Zahl an Krebsen im Weiher ausgesetzt werden soll», sagte Michael Kugler vom St. Galler Amt für Natur, Jagd und Fischerei. Diese Aussetzung soll dazu beitragen, den Bestand der in der Schweiz bedrohten Edelkrebse zu fördern.

 «Wenn sich die aus den USA eingeschleppten Krebse mannigfach ausbreiten, ist die Lage hoffnungslos.»Christian Rudel, Präsident des Fischereivereins See und Gaster

Kugler weist darauf hin, dass es offenbleibt, ob dem Einsatz im nächsten Jahr Erfolg beschieden sein werde: Falls im Weiher kein Exemplar des Amerikanischen Flusskrebses auftauche, sei Zuversicht angesagt, dass die Krebspest überwunden werden könne. Denn die Pilzsporen, welche die Seuche auslösen, werden dann freigesetzt, wenn sich der Amerikanische Flusskrebs häutet. «Wenn sich die aus den USA eingeschleppten Krebse mannigfach ausbreiten, ist die Lage hoffnungslos», konstatiert Kugler. Der Amerikanische Flusskrebs, der Träger der meldepflichtigen Tierseuche ist, bleibt selber von der Krankheit verschont.

(Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 14.07.2018, 10:46 Uhr

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