Horgen

Horgner Kindergärtler müssen nach Oberrieden

Wegen Platzmangel müssen im kommenden Schuljahr 16 Kindergärtler aus Horgen in einen Ersatzkindergarten in Oberrieden.

Weil Horgens Kindergärten der Platz ausgegangen ist, müssen im kommenden Schuljahr 16 Kinder auf den Kindergarten Büelhalden in Oberrieden ausweichen.

Weil Horgens Kindergärten der Platz ausgegangen ist, müssen im kommenden Schuljahr 16 Kinder auf den Kindergarten Büelhalden in Oberrieden ausweichen. Bild: Sabine Rock

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Horgens Kindergärten sind zum Bersten voll. 516 Kinder sind für das kommende Schuljahr in der Kindergartenstufe angemeldet. Das sind mehr Kinder, als die Platzverhältnisse erlauben. Deshalb musste kurzfristig eine Lösung her. «Um beurteilen zu können, wo es Engpässe gibt, mussten wir erst die Kindergartenanmeldungen abwarten», sagt Schulpräsidentin Carla Loretz (parteilos). Vor allem im Einzugsgebiet Tannenbach sei dies der Fall gewesen. «Zum Glück haben wir mit der Gemeinde Oberrieden eine Lösung gefunden.»

Die Nachbargemeinde hatte nämlich im April angekündigt, den oberen der beiden Kindergärten Büelhalden wegen der zu geringen Anzahl Kinder im kommenden Schuljahr vorübergehend zu schliessen. Dieses Lokal mietet nun die Schule Horgen. Über die Mietkosten gibt Loretz keine Auskunft. Man habe jedoch einen angemessenen Preis für den voll ausgestatteten Kindergarten an der Gemeindegrenze ausgehandelt.

«Zum Glück haben wir mit der Gemeinde Oberrieden eine Lösung gefunden.»Carla Loretz, Schulpräsidentin

Konkret bedeutet der Engpass in Horgen für 16 Kinder aus den beiden Tannenbach-Kindergärten, dass sie im kommenden Schuljahr den gut 700 Meter entfernten Kindergarten Büelhalden Oben besuchen werden. Anfang Woche habe die Schulpflege die Eltern der betroffenen Kinder informiert.

«Die Reaktionen waren gemischt», sagt Loretz. Sie sei jedoch überzeugt, dass man mit der Überbrückung in Oberrieden eine gute, pragmatische Lösung gefunden habe. «Die Kindergärtler werden, wie auch bei anderen Standorten, zum Mittagstisch begleitet», sagt Loretz. Zudem werde die Option eines sogenannten Teddy-Busses für den Transport jener Kinder geprüft, für die sich der Weg in den Kindergarten stark verlängert.

Möglichkeit für Vertragsverlängerung

Vorerst soll der Oberriedner Kindergarten für das Schuljahr 2019/20 angemietet werden. «Es besteht die Möglichkeit, den Vertrag jeweils um ein Jahr zu verlängern», sagt die Schulpräsidentin. Darüber werde jedoch die Schule Oberrieden entscheiden. Gleichzeitig laufe ein Bewilligungsverfahren für ein Kindergartenprovisorium im mittleren Hüenerbüel.

Zurzeit seien verschiedene Kindergartenprojekte in Planung oder bereits im Bau, sagt Schulpräsidentin Loretz. Beispielsweise entstehe in der Siedlung Neu-Tödi ein Kindergarten. Dieser werde im Einzugsgebiet Tannenbach für Entlastung sorgen.

Auch im Ebnet sei ein Kindergarten geplant. Zu Beginn des Schuljahres 2020/21 könne zudem der Dreifachkindergarten in der Allmend bezogen werden. Vergangenen November bewilligte der Horgner Souverän den zum Bau nötigen Kredit von 4,5 Millionen Franken.

Erstellt: 31.05.2019, 00:37 Uhr

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