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Horgen gelingt die Sensation

Mit dem 9:6 Heimsieg gegen Lugano bescherte Horgen dem amtierenden Schweizermeister im Wasserball die erste Saisonniederlage.

Im zweiten Spiel des Playoff-Finals schlägt der SC Horgen das vermeintlich stärkere Lugano und gleicht die Finalserie zum 1:1 aus.

Was für ein Wasserball-Abend am vergangenen Samstag im Sportbad Käpfnach in Horgen: Horgen lief während der gesamten Spieldauer nie Gefahr, das Spiel zu verlieren. In der Finalserie «best of five«» steht es nun 1:1 Unentschieden.

Der Sieg kam nicht überraschend, denn Horgen präsentierte sich schon vor vier Tagen beim ersten Finalspiel in Lugano in einer körperlichen und mentalen starken Verfassung. Nur dank dem Penalty-Glück konnten die Tessiner dieses erste Spiel für sich entscheiden. Lugano war also gewarnt und Horgen wollte den Elan vom Auftaktspiel in die zweite Finalpartie mitnehmen.

Was für ein Wasserball-Abend am vergangenen Samstag im Sportbad Käpfnach in Horgen.
Was für ein Wasserball-Abend am vergangenen Samstag im Sportbad Käpfnach in Horgen.
André Springer
Horgen lief während der gesamten Spieldauer nie Gefahr, das Spiel zu verlieren.
Horgen lief während der gesamten Spieldauer nie Gefahr, das Spiel zu verlieren.
André Springer
Feinjustierungen während des Timeouts: Die Horgner hatten die Luganesi taktisch im Griff.
Feinjustierungen während des Timeouts: Die Horgner hatten die Luganesi taktisch im Griff.
André Springer
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Dabei begann der Samstag mit einer Hiobsbotschaft für den SC Horgen. Igor Porobic, der bei Horgen in den letzten Wochen für den eigentlichen Aufwind sorgte, verletzte sich im ersten Finalspiel am Daumen, musste daher Forfait geben und konnte nur als Zuschauer auf der Spielerbank Platz nehmen. Die anderen Spieler waren daher doppelt gefordert. Diese zusätzliche Belastung lösten die Einheimischen jedoch mit Bravour. Vor allem die bis dato unter ihrem Leistungswert spielenden Petar Bjelajac und Kevin Müller gelang ein Exploit der Sonderklasse. Sie alleine steuerten zusammen sechs Treffer beim ungefährdeten 9:6 Heimsieg bei. Vor allem Bjelajac traf endlich aus der Distanz und Müller, als Linkshänder, wusste seinen Vorteil geschickt für sich zu nutzen.

Es drohte keine Gefahr

Beeindruckend ist vor allem die Tatsache, dass Horgen mit Ausnahme des Startviertels während der ganzen Partie nie in Bedrängnis kam, das Spiel aus der Hand geben zu müssen. Lugano konnte zwar den ersten Treffer für sich beanspruchen, doch Bjelajac glich postwendend aus und sorgte danach mit seinem zweiten Treffer für die knappe 2:1 Führung zur ersten Pause. Beim Stand von 2:2 übernahmen Horgens Wasserballer endgültig im Wasser das Kommando. Innerhalb von 150 Sekunden erzielten die Zürcher durch Captain Fröhli und zweimal Kevin Müller drei Treffer zur verdienten 5:2 Pausenführung.

Trotz diesem beruhigenden Vorsprung war Horgen gewarnt: Im ersten Spiel erzielten die Luganesi in einem Spielabschnitt fünf Treffer hintereinander. Diese Tessiner Offensive wollte man am Samstagabend mit allen Mitteln verhindern. Vor allem die Abwehrarbeit in den Horgner Reihen war wohl die beste gezeigte Leistung in dieser Saison. Und fand ein Ball den Weg aufs Horgner Tor, stand zwischen den Pfosten der Weltklasse-Torhüter Luka Petricevic. Mit seinen unglaublichen Paraden brachte er die Tessiner Stürmer zunehmender Spieldauer mehr und mehr zur Verzweiflung. Fiorentini, Marino und Co. fanden kein Rezept, Petricevic ernsthaft zu bezwingen. Im Gegenzug nutze Horgen die wenigen, ihnen bietenden Chancen für einen Torerfolg.

Ein letzter Versuch

Vor allem das Spiel mit einem Mann mehr im Wasser klappte an diesem Abend beinahe reibungslos. Nach einer Hinausstellung des Tessiners Pagani, war es wiederum Bjelajac, der zum vorentscheidenden 6:3 Führungstreffer einschoss. Bei diesem Resultat wurde das letzte Spielviertel in Angriff genommen.

Lugano bäumte sich zwar nochmals auf, doch beim Spielstand von 7:5 für die Einheimischen, gelang dem Horgner Leo Müller eineinhalb Minuten vor Spielende der entscheidende Treffer zur beruhigenden 8:5 Führung. Den Anschlusstreffer des Tessiners Deni Fiorentini konterten die Horgner mit einem Mann mehr im Wasser dank Pablo Carballo zum 9:6 Schlussresultat.

Mit dieser eindrücklichen Team-Leistung kommt Horgen definitiv als Meisterkandidat in Frage. Die nächste Finalpartie findet bereits am kommenden Dienstagabend in Lugano statt.

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