Radsport

«Gommiswald wird sich im Sonntagskleid präsentieren»

Nach dem Ende der Tour de Suisse wappnet sich Gommiswald bereits für die Zieleinfahrt der Radprofis nächsten Sommer. Geplant sind ein grosses Fest und eine Projektwoche für Schüler. Ideen hat sich das OK-Team an anderen Etappenorten geholt.

Gommiswald befindet sich bereits wieder in den Vorbereitungen für das nächste Rennen.

Gommiswald befindet sich bereits wieder in den Vorbereitungen für das nächste Rennen. Bild: Ramona Kriese

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Nach der Tour de Suisse ist vor der Tour de Suisse: Das gilt dieses Jahr für die Gemeinde Gommiswald – und insbesondere für das OK-Team, das dort bereits in den Startlöchern steht. Nächstes Jahr wird die Gemeinde am Südhang des Rickens zum Etappenziel des grössten Schweizer Radsportevents (die ZSZ berichtete). Mit einem Dorffest wollen die Gommiswalder die Radprofis empfangen.

Der Mann, der am sportlichen Grossanlass die Fäden in der Hand halten und das Volksfest koordinieren wird, ist Beat Zimmermann. Schon als kleiner Junge war er von der Tour de Suisse fasziniert, stand fähnchenschwenkend am Strassenrand. Umso mehr freut er sich, die Rennfahrer 2018 in seiner Wohngemeinde willkommen zu heissen. «Der Event ist vergleichbar mit einem Puzzle», sagt er. «Wir sind mitten im Zusammenfügen der einzelnen Teile.» Der Rahmen sei definiert, jetzt gelte es, die Inhalte zu kreieren. Dafür steht dem OK-Präsidenten ein ehrenamtliches Team mit acht Ressortverantwortlichen zur Seite. Das Fest, so viel ist klar, wird die ganze Bevölkerung von Gommiswald ansprechen. Mit den Schulen ist beispielsweise eine Themenwoche geplant, bei der sich alles ums Fahrrad dreht. Stufen­gerecht sollen alle Schüler eingebunden werden. Am Abend wird das Fest in der grossen Halle von Holzbau Linth weitergehen.

Beim Vorgänger abschauen

Ideen hat sich das OK-Team auch an Etappenorten der kürzlich zu Ende gegangenen Tour de Suisse geholt – unter anderem in Cham. Beeindruckt haben Beat Zimmermann vor allem die erstellten Bauten wie das VIP-Zelt und der Bereich für die Sponsoren. Ein solches «Sponsorenvillage» mit 20 bis 30 Zelten ist auch in Gommiswald geplant. Zudem sei die Zufahrt sehr gut ausgeschildert gewesen, schildert Zimmermann seine Eindrücke. Verkehrskadetten, farblich definierte Hinweisschilder zu den Parkplätzen oder zum Pressezentrum hätten den Gästen geholfen, sich auf dem Festareal zurechtzufinden. «Von diesem Besuch werden wir sicher profitieren», bilanziert er.

Im Fahrtwind der Profis

Inzwischen ist auch klar, von welcher Richtung her die Radprofis in Gommiswald einfahren werden: Die Rennfahrer werden von Ernetschwil her kommend auf die Ziellinie zusteuern. Im Bereich des Zielbogens soll nebst den Sponsoren und dem VIP-Bereich genug Platz für die Zuschauer bleiben: «Sie sollen den Fahrtwind der daherbrausenden Rennfahrer spüren können», sagt Zimmermann.

Nebst der Einfahrt in Gommiswald ist überdies eine Zusatzschlaufe durchs Linthgebiet ­geplant. «So zeigen wir den Zuschauern zu Hause vor dem Bildschirm unsere wunderschöne Gegend», wirbt er für seine Gemeinde. Der Schlussteil soll dann von Uznach her nach Ernetschwil und weiter ins Ziel führen.

Aktuell ist das OK-Team dabei, die Verpflegung für die Besucher auf die Beine zu stellen. Der lokale Metzger, der Bäcker, die Fisch-, Wein- und Käsehändler im Dorf – sie alle sollen mit eingebunden werden. Zudem wird es Helfer brauchen, die mit anpacken. Wie viele genau, ist noch offen, sagt Zimmermann. «Die Dorfvereine werden für uns eine wichtige Stütze sein. Wir zählen auf sie.» Sein Team werde alles daran­setzen, damit der Tag unvergesslich bleibe. «Gommiswald wird sich der radsportbegeisterten Schweiz im Sonntagskleid präsentieren.»

Für den OK-Präsidenten selber – er spielte früher jahrelang Handball auf Spitzenniveau – war das Radfahren lange Zeit eine Ergänzungssportart. Er lacht verschmitzt: «Heute staube ich mein Velo mehr ab, als dass ich es benutze.»


Aktuelles zum geplanten Fest: www.tds2018-gommiswald.ch.

Erstellt: 24.06.2017, 09:17 Uhr

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