Zumikon

Gemeinde will Badi-Restaurant weiterhin selber betreiben

Der Gemeinderat beantragt der Gemeindeversammlung eine unbefristete Bewilligung für den Restaurationsbetrieb in Eigenregie in der Badi Juch.

Der Gemeinderat von Zumikon ist zum Schluss gekommen, dass die Vorteile der Restaurantführung in Eigenregie klar überwiegen.

Der Gemeinderat von Zumikon ist zum Schluss gekommen, dass die Vorteile der Restaurantführung in Eigenregie klar überwiegen. Bild: Archiv Michael Trost

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In den letzten drei Jahren hat die Gemeinde Zumikon getestet, wie der Restaurationsbetrieb in der Badi Juch funktioniert, wenn die Gemeinde die Verantwortung dafür trägt, anstatt den Betrieb zu verpachten. Nun ist der Gemeinderat zum Schluss gekommen, dass die Vorteile der Restaurantführung in Eigenregie klar überwiegen, sowohl aus Sicht des Betriebs wie auch der Gäste. Dies belege die dreijährige Testphase, schreibt der Gemeinderat in einer Medieninformation. Er beantragt der Gemeindeversammlung vom 11. Juni daher, denn Testbetrieb rückwirkend per Ende 2018 zu beenden und der Gemeinde eine unbefristete Bewilligung zur Führung des Gastrobetriebs in Eigenregie zu erteilen.

Wie der Mitteilung zu entnehmen ist, wurde der Gastrobetrieb im Hallen- und Freibad Juch in früheren Jahren oft kritisiert. Die Pächter hätten häufig gewechselt und unangekündigte Schliessungen sowie ein knappes Angebot an Frischprodukten bei den Gästen zu Unmut geführt. Im Lauf der Planung der grossen Sanierung sprach sich die Schwimmbadkommission deshalb für die Integration des Badrestaurants in den übrigen Betrieb aus.Der Eingangsbereich des umgebauten Hallenbads wurde daher so geplant, dass die Bedienung von Kasse und Restaurant in Betriebszeiten mit weniger Gästen durch eine einzige Person möglich ist.

Der Betrieb durch das eigene Personal haben den Vorteil, dass unmittelbar Einfluss auf die Qualität des Angebots genommen und der Restaurationsbetrieb ausserhalb der Freibadsaison praktisch ohne Mehraufwand geführt werden könne. Ausserdem könnten sich die Badegäste so auf die fixen Öffnungszeiten des Gastronomieangebots verlassen.

Kostendeckung angestrebt

Um Erfahrungen mit der betrieblichen Umstellung zu gewinnen, hatte die Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2014 einen vorerst auf drei Jahre befristeten Testbetrieb bewilligt. Dieser wurde nun per Ende 2018 ausgewertet und zeigt, dass die damalige Kostenschätzung «ungefähr richtig» war, wenn auch Aufwand und Ertrag je nach Witterung etwas schwanken. Über die drei Jahre beläuft sich der Kostendeckungsgrad auf durchschnittlich 99 Prozent, was als positives Ergebnis gewertet wird. So resultierte im 2016 gar ein kleiner Gewinn von rund 3600 Franken, im 2017 und 2018 schrieb man ein Minus von 5300 respektive 6700 Franken. Dabei war der Nettoaufwand durchwegs tiefer als angenommen. Anlässlich der Gemeindeversammlung im Dezember 2014 hatte der Gemeinderat noch mit einem Minus von 30 000 Franken bei einem Aufwand von 230 000 und einem Ertrag von 200 000 gerechnet. Mit leichten Korrekturen, wie minime Anhebung der Preise und geringfügige Begrenzung der Personalkosten, erachtet der Gemeinderat mittelfristig auch in wettermässig ausserordentlichen Jahren ein ausgeglichenes Ergebnis als möglich.

Nicht in nackten Zahlen messbar, aber von unschätzbarem Wert sei der Beitrag des Restaurants zur Gesamtattraktivität des Bads, schreibt der Gemeinderat weiter. Dies schalge sich auch in den Besucherfrequenzen nieder.

Erstellt: 19.04.2019, 10:26 Uhr

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