Erlenbach

Gegen das neue Schützenhaus formiert sich Widerstand

Am Montag stimmt Erlenbach über den Wiederaufbau des abgebrannten Schützenhauses ab. Galt dieser bislang als unbestritten, gibt es nun doch noch Opposition.

Ob links vom Landwirtschaftsbetrieb der Familie Wydler das Schützenhaus neu gebaut wird, entscheidet sich an der Gemeindeversammlung.

Ob links vom Landwirtschaftsbetrieb der Familie Wydler das Schützenhaus neu gebaut wird, entscheidet sich an der Gemeindeversammlung.

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Familie Wydler hat in Erlenbach einen Flyer in Umlauf gebracht. «Nein zum Wiederaufbau des Schützenhauses am alten Standort!», heisst es dort. Die Wydlers betreiben in dritter Generation den Landwirtschaftsbetrieb gleich neben dem Schiessstand. Sie sind nicht die einzigen, die den Wiederaufbau ablehnen. Nur wenige Tage vor der Gemeindeversammlung, an der über den Ersatzbau des abgebrannten Schützenhauses abgestimmt wird, spricht sich auch das Linksbündnis Rotgrünplus gegen die Vorlage aus. Der Zusammenschluss linker Parteien kündigt in einer Medienmitteilung die Rückweisung des Geschäfts an.

Der Erlenbacher Gemeinderat beantragt der Gemeindeversammlung den Ersatzneubau des Schützenhauses Ifang. Der Kredit dafür beläuft sich auf 720 000 Franken. Nötig wird der Neubau, weil das alte Schützenhaus im März 2016 wegen eines technischen Defekts abbrannte.

Wenig enthusiastisches Ja

Unterstützung haben die Schützen erwartungsgemäss von der SVP erhalten. Laut ihrer Stellungnahme zur Gemeindeversammlungen hat sie sich mit «überwältigendem Mehr» für das Neubauprojekt ausgesprochen. Auch die FDP hat die Ja-Parole beschlossen. Allerdings weit weniger enthusiastisch. Nach Diskussionen habe sich die Parteiversammlung mehrheitlich für die Unterstützung des Neubaus ausgesprochen, heisst es in ihrer Mitteilung. Von den anderen Parteien sind die Parolen bislang nicht bekannt. Ihre Zustimmung zum Geschäft hat auch die Rechnungsprüfungskommission erteilt.

Die linken Parteien haben sich gegen die Vorlage ausgesprochen – allerdings ohne explizite Nein-Parole. «Wir möchten dem Gemeinderat mit dem Rückweisungsantrag Zeit geben, eine Alternative für die Schützen auszuarbeiten», sagt Toni Baggenstos vom Bündnis Rotgrünplus.

Sprich: Es sei zu prüfen, ob es nicht Sinn mache, dass die Schützengesellschaft sich mit einem Verein einer Nachbargemeinde zusammentue. Die Linken stellen zudem den Bedarf nach einem weiteren Raumangebot in Frage und würden die Aufwertung des Gebiets ohne Ersatzbau begrüssen. Etwas andere Argumente führt die Familie Wydler ins Feld.

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Erstellt: 13.06.2018, 18:36 Uhr

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