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Feuerwehrkommandant verabschiedet

Die Feuerwehr Oetwil hat ihren zurückgetretenen Kommandanten Beat Rüdemann verabschiedet. Die Feier verlief erst spektakulär, und nach dem offiziellen Teil kam Partystimmung auf.

Beat Rüdemann (rechts) befördert Adrian Kuratli als letzte Amtshandlung zu seinem Nachfolger.
Beat Rüdemann (rechts) befördert Adrian Kuratli als letzte Amtshandlung zu seinem Nachfolger.
Michael Trost

Kurz nach 19.30 Uhr sind am Freitagabend beim Feuerwehrdepot in Oetwil das Tanklöschfahrzeug, das Fahrzeug mit der Drehleiter und die weiteren Einsatzwagen vor der grossen Halle parkiert. Plötzlich blitzt Blaulicht auf und heulen die Sirenen. Sekunden später biegt ein roter Jeep in den Speerweg ein. Es handelt sich dabei um das allererste Fahrzeug der Feuerwehr Oetwil mit Baujahr 1964. Ihm entsteigt Beat Rüdemann, begleitet von seiner Familie. Der 54-Jährige trat vor 24 Jahren der Milizfeuerwehr bei, übernahm 2006 das Kommando und übergibt das Amt an diesem Abend im Rahmen einer Abschiedsfeier seinem Nachfolger.

Ein Spalier von Fackeln

Die Ehrenrunde des abtretenden Kommandanten verläuft zu Fuss weiter rund um das Depot bis zum Eingang auf dem Vorplatz. 37 von 42 Feuerwehrleuten, die zur Einsatzformation gehören, nehmen am Abschied teil. Zusammen mit den Ehrengästen stehen sie Spalier, mit Fackeln in der Hand. «Einsatztenü ausziehen, blaues Tenü anziehen», lautet nun ein Befehl in der dunklen Nacht, ehe die Feuerwehrleute im Freizeittenü den Teil der Halle, der die Festwirtschaft bildet, unter sich aufteilen. «Die Bar ist eröffnet», heisst es in der Runde.

An den Tischen nehmen auch die Feuerwehrkommandanten von Hombrechtikon, Küsnacht, Zumikon, Egg und Meilens stellvertretender Kommandant Platz. Die Liste der Ehrengäste aus den Reihen der Behördenmitglieder führt Patrizia Merotto, Statthalterin des Bezirks Meilen, an.

Letzte Amtshandlung

Der offizielle Teil der Feier gehört der Redezeit. Er wolle aber nicht gross ausschweifen», sagt Rüdemann und blickte kurz auf das zu Ende gehende Jahr zurück. «Es war ein intensives Jahr mit teils heftigen Bränden.» Glücklicherweise habe es keine Verletzten gegeben, auch keine in den eigenen Reihen.

Rüdemann schreitet dann zur letzten Amtshandlung. Es geht um Austritte und um Beförderungen. So steigt Manuel Hintermann zum Offizier auf. Lange dauert der Händedruck mit Adrian Kuratli, den er zum Hauptmann befördert. «Du wirst mein Nachfolger, was mich besonders freut.» Der künftige Kommandant bedankt sich und zählt die Meriten auf, die sein Vorgänger erworben hat.

Kuratli fügt an: «Lieber Beat, du bleibst uns ja erhalten und wirst bei uns Zugführer, was schlicht und einfach eine tolle Sache ist.» Als dieser Satz gefallen ist, setzen alle an den Festtischen zu einer fast nicht enden wollenden Standing Ovation an. Gemeinderat Jürg Hess (SVP) hebt schliesslich in seiner Ansprache hervor: «Sein Fachwissen hat sich Beat Rüdemann in all der Zeit bei der Feuerwehr Oetwil in hunderten von zusätzlichen Ausbildungstagen angeeignet.»

Band spielt «Füürwehr-Song»

Vielleicht hat es damit zu tun, dass der abtretende Kommandant der Feuerwehr als Zugführer erhalten bleibt, dass nun keine Abschieds- sondern Partystimmung aufkommt. Höhepunkt ist der Auftritt von zwei Mitgliedern der Meilemer Mundartrockband Filterlos, begleitet von zwei Gastsängerinnen. An der Gitarre rockt der soeben zum Offizier beförderte Manuel Hintermann. Als Sänger heizt Thomas Steiger, seines Zeichens Gemeinderat in Meilen (parteilos), dem Publikum tüchtig ein.

Intoniert wird erstmals live das Mundartstück «Füürwehr-Song». Klar doch, dass eine Textzeile Beat Rüdemann gewidmet ist. Was bei all der heiteren Stimmung nicht vergessen werden darf: Die Feuerwehr Oetwil ist auch an diesem Abend auf Pikett.

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