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Eine Chilbi mit Dorffestcharakter

Die familiäre Chilbi bot ein grosses Angebot an kulinarischen Köstlichkeiten. Marktfahrer aus der Region lockten mit haus-eigenen Produkten und Dorfvereine mit Fischknusperli oder Öpfelchüechli.

Öpfelchüechli, Plüschtiere und freudige Wiedersehen: Die Eschenbacher Chilbi ist zwar klein und familiär, lädt aber trotzdem zum Verweilen ein.
Öpfelchüechli, Plüschtiere und freudige Wiedersehen: Die Eschenbacher Chilbi ist zwar klein und familiär, lädt aber trotzdem zum Verweilen ein.
David Baer

«Das sind hofeigene Äpfel», erklärt Landwirtin Agnes Thrier am Öpfelchüechli-Stand der Bäuerinnen. Sie und ihre drei Kolleginnen haben an der Chilbi in Eschenbach am Samstagmittag alle Hände voll zu tun.

Grosser Ansturm herrscht auch am Fischknusperli-Stand der Musikgesellschaft. «An die 15 Dorfvereine engagieren sich an der Chilbi», sagt der Marktverantwortliche Walter Mettler. Sie erhalte dadurch den Charakter eines Dorffestes. Das grosse Angebot der Vereine birgt aber auch Gefahren. «Marktfahrer dürfen nicht konkurrenziert werden», findet Mettler. Auch sie stammen teilweise aus der Gemeinde, bieten hauseigene Produkte an wie Alpkäse, Honig, Sirup, Eingemachtes oder Liköre mit regionalen Zutaten.

Organisiert wird der Markt durch die Finanzverwaltung. Ihr obliegt die gesamte Administration inklusive Standzuteilungen. Sie arrangiert auch Verkehrsregelung oder Sicherheitsdienst. Auf dem Platz jedoch habe Rolf Krieg das Sagen. Als Marktchef zeichnet er die Stände entlang der Strasse ein. «Heuer warteten zehn nicht angemeldete Marktfahrer in aller Frühe hoffnungsvoll darauf, einen kurzfristig abgesagten Stand zu ergattern», weiss Mettler. Seitens des Marktchefs sei bei der sogenannten Reststandplatzvergabe viel Fingerspitzengefühl gefragt gewesen.

Einige der über 60 Marktfahrer kommen von weiter her, sind aber seit Jahren an der Chilbi in Eschenbach vertreten. «Die Music Studio B AG aus Luzern betreibt seit über 40 Jahren einen Stand hier», weiss Mettler. Früher haben sie Musikkassetten angeboten, heute CDs.

Eine treue Seele ist auch Schausteller René Bourquin aus Zürich. Er war 1962 das erste Mal in Eschenbach. «das hat sich so ergeben», sagt er achselzuckend. Früher kam er mit dem Autoscooter. Seit er ihn vor 15 Jahren seinem Sohn abgetreten hat, ist er mit einem Greifautomaten voll mit Kuscheltieren unterwegs. Den betreibe er aber mehr zum Spass. Immer wieder bleiben Kinder und Erwachsene stehen und versuchen ihr Glück.

Ein Altbekannter

Gegenüber beim Kinderkarussell bedient Erich Murer am Schalter die Fahrgäste und betätigt gleichzeitig die Hebel der Bahn. Auch er ist ein altbekanntes Gesicht auf dem Chilbiplatz. «Ich engagiere mich hier schon seit 60 Jahren», erinnert er sich. Als Kind habe er bereits seinen Eltern und den aus Wald stammenden Grosseltern geholfen. Dem Marktfahrer aus dem aargauischen Reinach gefällt es in Eschenbach. Das Publikum zeige Anstand und sein Karussell sei immer gut besucht.

Neben den vielen heimischen und treuen Standbetreibern, sind aber auch Neue zu entdecken mit Marroni oder italienischen Spezialitäten. Beide Standbetreiber zeigten sich zwar mässig zufrieden mit dem Absatz, wollen aber auf jeden Fall im nächsten Jahr wiederkommen.

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