Eishockey

Ein Schritt in die richtige Richtung

Die SCRJ Lakers zeigten gestern die geforderte Reaktion. Dass es gegen – den entthronten Leader – Winterthur dennoch bis zum Schluss spannend blieb, lag an ihrer einmal mehr zuwenig soliden Abwehrleistung.

<b>Verbessert:</b> Die Lakers (hier bejubeln Dion Knelsen, Jared Aulin, Steve Mason und Antonio Rizzello das 2:1) verdienten sich den Sieg gegen Winterthur mit Leidenschaft und Biss.

Verbessert: Die Lakers (hier bejubeln Dion Knelsen, Jared Aulin, Steve Mason und Antonio Rizzello das 2:1) verdienten sich den Sieg gegen Winterthur mit Leidenschaft und Biss. Bild: Tom Oswald Fotografie

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Das Donnerwetter von Trainer Jeff Tomlinson nach dem desolaten Auftritt am Samstag beim Nachwuchs des EV Zug (3:4-Niederlage) zeigte Wirkung. Anders als vor drei Tagen traten die Rosenstädter gegen die als Tabellenführer angereisten Winterthurer als Mannschaft auf und spielten mit Leidenschaft und Biss.

Bereits in der Startphase gaben die Lakers den Gästen den Tarif durch, drückten mit allen vier Linien. Die Formationen kamen dabei weit weniger verändert daher, als nach Tomlinsons klaren Worten hatte erwartet werden dürfen. Eigentlich gab es nur drei Änderungen. Neben Steve Mason und Corsin Casutt stürmte anstelle von Nils Berger der formstarke Niki Altorfer. Dessen Platz an der Seite von Nicola Brandi und Reto Schmutz nahm der zuletzt überzählige Gianluca Zanzi ein. Und im Tor erhielt Michael Tobler gegenüber Janick Schwendener den Vorzug.

Defensiv nicht auf der Höhe

Letzteres zahlte sich nur bedingt aus. Zwar gelang Tobler die eine oder andere starke Parade, insgesamt hinterliess er – wie bei seinen vorherigen Einsätzen – allerdings nicht den sichersten Eindruck. Genau gleiches lässt sich generell über die Defensive der Lakers sagen. Der Gegner kam einmal mehr viel zu einfach zu seinen Toren.

Dass es dennoch zum Sieg reichte, lag an den klaren Vorteilen der Rosenstädter in der Offensive. Während die Winterthurer bei ihren Toren vornehmlich auf Fehler des Gegners angewiesen sind, können die Lakers ihre Treffer erzwingen – durch schöne Kombinationen, wie beim 1:0 von Dion Knelsen nach einem herrlichen Doppelpass mit Antonio Rizzello (4.) oder dem 3:2 von Jared Aulin, wiederum nach Zuspiel von Rizzello (24.). Oder aber durch ihre Intensität, ihr Tempo, das den Gegner immer wieder mal dazu zwingt, eine Strafe zu nehmen.

Kanadier treffen doppelt

Zweimal war das Powerplay der Lakers gestern erfolgreich. Und beide Treffer gelangen nach gleichem Schema. Verteidiger Cyrill Geyer zog von der blauen Linie ab, Center Steve Mason leistete vor dem Tor die entscheidende Störarbeit, und ein Kanadier vollstreckte. Beim 2:1 (15.) war es Aulin, beim 4:2 Knelsen – beiden gelang also ein Doppelpack, Aulin in seiner zweiten Saison am Obersee sein erster für die Lakers. Mehr freute ihn allerdings die Teamleistung: «Wir zeigten Leidenschaft, arbeiteten hart. Das war ein Schritt in die richtige Richtung.» (zsz.ch)

Erstellt: 12.10.2016, 00:17 Uhr

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National League B

SCRJ Lakers – Winterthur 4:3 (2:1, 1:1, 1:1)

SGKB-Arena. 2637 Zuschauer. SR Boverio/Clément, Fuchs/Ströbel.
Tore: 4. Knelsen (Rizzello) 1:0. 9. Staiger (Hartmann) 1:1. 15. Aulin (Mason, Geyer/Ausschluss Thöny) 2:1. 22. Steinauer (Staiger) 2:2. 24. Aulin (Rizzello, Blatter) 3:2. 48. Knelsen (Mason, Geyer/Ausschluss Gähler) 4:2. 50. Büsser 4:3. – Strafen: Je 6x2.
Rapperswil-Jona Lakers: Tobler; Grossniklaus, Profico; Blatter, Geyer; Maier, Sataric; Guerra; Altorfer, Mason, Casutt; Hügli, Vogel, Hüsler; Aulin, Knelsen, Rizzello; Zanzi, Brandi, Schmutz; Schaub.
Winterthur: Oehninger; Gähler, Leu; Atanasio, Büsser; Zuber, Steinauer; Hurter, Weber; Lemm, Keller, Thöny; Ganz, Homberger, Beeler; Staiger, Hoffmann, Hartmann; Schärer, Theodoridis, Thierry Bader.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Yves Bader, Berger (beide überzählig), Auriemma, Frei, Gurtner und McGregor (alle verletzt); Winterthur ohne Furrer, Studer, Tonndorf und Wichser (alle verletzt). 48:29 Time-out Winterthur. Winterthur ab 59:20 ohne Torhüter. 59:43 Time-out Rapperswil-Jona. Schüsse: 36:26 (17:5, 11:11, 8:10).

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