Eishockey

Ein Schluck – und schon geht es weiter

Nur drei Tage nach dem Happy End im Viertelfinal-Krimi gegen Thurgau geht es für Rapperswil-Jona mit dem Playoff-Halbfinal weiter. Gegen Martigny, das heute zu Spiel 1 der Best-of-7-Serie an den Obersee reist, sind die Lakers erneut in der Favoritenrolle. Ob sie diesmal besser damit klarkommen?

Lakers-Keeper Melvin Nyffeler gönnt sich nach einer Parade einen Schluck – er hütet im heutigen Heimspiel gegen Martigny wieder das Tor.

Lakers-Keeper Melvin Nyffeler gönnt sich nach einer Parade einen Schluck – er hütet im heutigen Heimspiel gegen Martigny wieder das Tor. Bild: André Springer

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

In der Qualifikation, welche sie auf dem 1. und der Halbfinalgegner auf dem 7. Rang abschlossen, gingen die Rosenstädter in vier der fünf Duelle mit Red Ice als Sieger hervor. Seit dem Viertelfinal gegen Thurgau wissen sie allerdings, dass diese Bilanz im Playoff nicht viel zu bedeuten hat.

Die gleiche Erfahrung machte Langenthal – mit dem Unterschied, dass der Zweite der Qualifikation im Duell mit Marti­gny den Kopf nicht mehr aus der Schlinge ziehen konnte und die Serie in sechs Partien verlor. «Wir dürfen die Walliser auf gar keinen Fall unterschätzen», hält Lakers-Goalie Melvin Nyffeler deshalb fest. Und ergänzt: Wer Langenthal, seit Jahren eines der Topteams der National League B, in die Ferien schicke, müsse gut sein. «Und verfügt sicher auch über eine Menge Selbstvertrauen.»

Nur kurz gefeiert

Letzteres gilt aber natürlich auch für die St. Galler selbst. Die Serie gegen Thurgau hat sie gestählt – und hat ihnen Schwung verliehen. Diesen gelte es nun mitzunehmen, um Red Ice von Beginn an den Tarif durchzugeben. «Ich wäre nicht unglücklich, würde es diesmal etwas weniger spannend», sagt der 21-jährige Keeper schmunzelnd. Letztlich sei es ihm aber egal, wie sie weiterkämen – Hauptsache, sie kämen weiter. So weit voraus will Nyffeler aber eigentlich gar nicht denken, sondern sich vielmehr voll auf das heutige erste Spiel fokussieren. Nach dem Sieg in der «Belle» am Dienstag hätten sie etwas gefeiert. «Das hatten wir uns verdient nach dieser nervenaufreibenden Serie – wir hatten ja eigentlich dreimal ein siebtes Spiel», sagt Nyffeler, für den der Viertelfinal umso spezieller war, weil auf der gegenüberliegenden Seite sein älterer Bruder Dominic zwischen den Pfosten stand. «Er hat mit seinen tollen Leistungen dafür gesorgt, dass es überhaupt so eng wurde.» Und am Mittwoch gab Trainer Jeff Tomlinson seinen Spielern frei, damit sie ihre Batterien wieder aufladen konnten. Aber seit Donnerstag seien sie wieder voll da, sagt der Goalie, der erneut den Vorzug ge­gen­über Michael Tobler erhalten wird – was aufgrund seiner starken Leistungen gegen Thurgau sicher gerechtfertigt ist.

Von der Strafbank fernbleiben

Besonders in Acht nehmen werden sich Nyffeler und die Lakers vor Josef Balej müssen. Der 34-jährige Slowake sammelte in der Serie gegen Langenthal trotz eines verpassten Spiels acht Skorerpunkte. Drei seiner vier Treffer erzielte er im Powerplay, das die gefährlichste Waffe von Red Ice ist – gegen Langenthal erzielten die Walliser die Hälfte ihrer Tore in Überzahl. «Ich werde mir Balejs Treffer sicher noch am Video anschauen, wie alle Treffer der Walliser gegen Langenthal», erklärt Nyffeler.

Und Headcoach Tomlinson ergänzt: «Wir haben unsere Lehren gezogen – aus der Serie gegen Thurgau und dem Videostudium über Red Ice. Weniger Strafen zu kassieren, vor allem keine dummen, ist sicher eine davon.» Ganz ohne Strafen werde es aber nie gehen. «Wir wollen ja aggressiv spielen – und da ist der Grat manchmal schmal», so der Deutschkanadier. In diesen Fällen sei es dann wichtig, im Boxplay Schüsse zu blocken, den Gegner unter Druck zu setzen. «Bisher gelang uns dies sehr gut. Wir haben das mit Abstand effektivste Unterzahlspiel», freut sich Tomlinson, der auch auf den anderen Positionen auf die genau gleichen Spieler setzen wird, wie am Dienstag – was zugleich bedeutet, dass Ryan McGregor weiterhin krankheitsbedingt fehlen wird. ()

Erstellt: 03.03.2016, 23:48 Uhr

Wichtiger Hinweis

Wenn möglich mit dem ÖV ans Spiel

Wie jedes Jahr ist der Platz rund um die Diners-Club-Arena im März äusserst knapp, weil der Circus Knie in der Rosenstadt gastiert. Die Lakers bitten die Matchbesucher deshalb, wenn möglich mit dem ÖV anzureisen oder sonst die Parkhäuser respektive -plätze in der Stadt oder im Grünfeld zu ­benützen.

Kader für Saison 2016/17 wächst

Maier kommt, Aulin bleibt

Die SCRJ Lakers haben im Hinblick auf die kommende Saison einen achten Verteidiger unter Vertrag genommen. Von Thurgau wechselt Fabian Maier mit einem Zweijahresvertrag an den Obersee. Der 24-jährige Abwehrspieler, Sohn von Lakers-Sportkoordinator Roger Maier, debütierte er in der Saison 2010/11 in der National League?B und entwickelte sich seither zu einer wichtigen Teamstütze bei den «Leuen». Einen starken Eindruck hinterliess der 1,85 m grosse Linksschütze auch in der eben erst zu Ende gegangenen Playoff-Serie zwischen seinem alten und neuen Arbeitgeber.
Weiter gaben die Rosenstädter gestern bekannt, den Vertrag mit Jared Aulin bis zum Ende der Saison 2016/17 (mit Option für ein weiteres Jahr) verlängert zu haben. Der 34-jährige Kanadier stiess im letzten Sommer zu den Lakers und hat in seiner ersten NLB-Saison in bislang 52 Spielen ebenso viele Skorerpunkte erzielt (13 Tore, 39 Assists).
Aulin ist der neunte Stürmer im Kader der Rosenstädter für kommende Saison, der bisher einzige Ausländer. Im Gegensatz zur Torhüterposition und Abwehr besteht im Angriff also weiterhin Handlungsbedarf bei den St. Gallern.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Die Zürichsee Zeitung digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat. Jetzt abonnieren!

Kommentare