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Ein Konzert nur mit Saxophonen

Ein einmaliges Hörerlebnis hat das Swiss Saxophone Orchestra zu seinem 10-jährigen Bestehen geliefert. Das Konzert hat mit dem amerikanischen Paul Cohen ein Top-Crack einstudiert, dirigiert und eine Einlage mit seinem seltenen Conn-Saxophon intoniert.

Gastdirigent Paul Cohen (rechts) bewies mit einem seltenen Conn-Saxophon, dass er auch spielen kann.
Gastdirigent Paul Cohen (rechts) bewies mit einem seltenen Conn-Saxophon, dass er auch spielen kann.
Michael Trost

Mit ihren Instrumenten decken die 20 Saxophonistinnen und Saxophonisten die ganze Instrumentenfamilie ab: Vom Sopran-, Alt-, Tenor-, Bariton- bis zum Kontrabass-Saxophon reicht die Palette im Swiss Saxophone Orchestra (SSO). Wenn die Musiker spielen, hat man zeitweise den Eindruck, ein Sinfonieorchester vor sich zu haben. Tiefe sonore Töne vom Kontrabass gleiten fliessend in die glasklaren Sopranklänge, die an ein Flötenspiel erinnern. Die differenzierte Dynamik der Bläser lässt sowohl der verträumten Melancholie als auch einer verspielten Klangvielfalt ihren Raum, und man staunt ob des Facettenreichtums des reinen Saxophonorchesters. Für das Jubiläumskonzert vom Freitagabend im Uetiker Riedstegsaal hat sich Harry White, der das Ensemble seit seiner Gründung im Jahr 2009 leitet, für einmal zu seinen Musikern gesetzt, um Paul Cohen das Dirigieren zu überlassen. Die beiden amerikanischen Saxophonisten, beide Koryphäen ihres Fachs, kennen sich schon lange, wie White dem Publikum verrät: «Mit 15 Jahren habe ich schon ein Saxophon von ihm gekauft.»

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