Verkehr

Ein heikler Strassenabschnitt soll velotauglicher werden

Zwischen Oetwil und Hombrechtikon soll ein neuer Rad- und Gehweg entstehen. Der Weg bis zur Baurealisierung ist jedoch noch weit. Unter anderem muss der Kantonsrat über das Bauvorhaben befinden.

Schnell um die Kurve: Auf der Strasse zwischen Hombrechtikon und Oetwil beträgt die Höchstgeschwindigkeit 80 km/h.

Schnell um die Kurve: Auf der Strasse zwischen Hombrechtikon und Oetwil beträgt die Höchstgeschwindigkeit 80 km/h. Bild: Michael Trost

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Sie symbolisiert das Bindeglied zwischen Hombrechtikon und Oetwil, durchquert das idyllische Gebiet des Seeweidsees und das Ützikerriet. Da keine direkte Verbindung des öffentlichen Verkehrs zwischen den beiden Gemeinden existiert, wird die Oetwiler- und Hombrechtikonerstrasse rege genutzt – sowohl vom motorisierten Verkehr wie auch von Fussgängern und Velofahrern.

Doch vor allem für Letztere ist die Strasse nicht ideal. Ausgangs Hombrechtikon müssen die Radfahrer die Strecke auf den 60er- und 80er-Abschnitten ohne markierte Streifen zurücklegen. Das Trottoir gilt zwar als Ausweichmöglichkeit, sollte jedoch ausschliesslich von Fussgängern genutzt werden.

Zudem ist der Gehweg in Ützikon zu Ende. Und in der darauffolgenden unübersichtlichen Kurve hat sich wohl schon manch ein Velofahrer unwohl gefühlt. Erst ab der Kreuzung in Willikon findet sich wieder eine gelb gestrichelte Linie auf dem Teer.

Knapp drei Kilometer lang ist die Radweglücke auf der Oetwiler- und Hombrechtikonerstrasse. Der Kanton will diese Lücke nun schliessen. «Die Strasse ist [nonbreakingspace] eine alltägliche Velohauptverbindung und gleichzeitig eine Strasse, auf der 80 Stundenkilometer gefahren werden darf. Damit besteht ein erhöhtes Sicherheitsrisiko», sagt Thomas Maag, Mediensprecher der kantonalen Baudirektion. Dementsprechend wurde ein Vorprojekt in die Wege geleitet, das nun in Hombrechtikon aufliegt.

Breiterer Weg

Das Bauvorhaben sieht vor, die Velowegführung anzupassen und auszubauen. Die Absicht: Die Verkehrssicherheit wird durch einen durchgängigen Weg verbessert, insbesondere für Velofahrer und Fussgänger. Konkret soll der bisherige Gehweg zwischen Hombrechtikon und Ützikon um 75 Zentimeter verbreitert werden. Zwischen Ützikon und Willikon soll zudem ein komplett neuer Geh- und Veloweg entstehen, ebenfalls mit einer Breite von 2,75 Metern.

Ausgangs Hombrechtikon ist ein Radstreifen geplant, der dann per Mittelinsel in den ausgebauten Gehweg übergeht. Des Weiteren sollen die Fahrbahn und die Kurven verbreitert, deren Radien angepasst sowie die Querungshilfen und die öffentliche Beleuchtung optimiert werden. Eine Sanierung der Strasse ist laut Maag notwendig: «Die befindet sich in einem schlechten Zustand.»

So deutlich sich die Vision der Baudirektion bereits präsentiert, so weit ist noch der Weg bis zur Realisierung. Unter anderem beläuft sich der Kostenvoranschlag des Projekts auf über 4,5 Millionen Franken, was einen Kantonsratsbeschluss nach sich zieht. Auch müssen für das Bauvorhaben circa 4300 Quadratmeter Land erworben werden. «Es ist gut möglich, dass nicht alle Eigentümer damit einverstanden sind, Land abzutreten», sagt Maag. Eine zusätzliche Herausforderung sei, dass eine Teilstrecke im Bereich von Moorlandschaften liegt oder Feuchtbiotope tangiert, die Naturschutzzonen sind. «Da hat das Projekt diverse Auflagen zu erfüllen, und die Flächen neben der Strasse dürfen während des Baus teilweise nicht benutzt werden.»

Aktuell liegt das Dossier zum Bauvorhaben noch bis am 16. November auf der Hombrechtiker Gemeinde zur Einsicht auf. Zwischen Januar und April 2020 wird dann das Bauprojekt erstellt, die Planauflage erfolgt im Sommer. Die Verantwortlichen erwarten einen Kantonsratsbeschluss im Frühjahr 2021 und eine Projektfestsetzung im darauffolgenden Sommer.

Frühestens im Februar 2022 sollen die Bauarbeiten beginnen, im Oktober 2022 sollen sie abgeschlossen sein. Während der Bauphase werde der Verkehr über ein Einbahnsystem geleitet, heisst es in den Unterlagen. Die genaue Verkehrsführung werde jedoch erst in der nächsten Projektphase besprochen.

Erstellt: 03.11.2019, 21:59 Uhr

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