Rapperswil-Jona

Ein Fest nur für die Einheimischen

In der Bühlerallee findet jedes Jahr kurz vor dem Ende der Sommerferien das beliebte Giessifäscht statt. Ein Fest von und für Einheimische mit langer Tradition.

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Ein gemütliches Fest von Rapperswil für Rapperswil. Das war vor über 30 Jahren der Gedanke, den ein paar private Rapperswiler hatten, als sie das Giessifäscht ins Leben riefen. Und genau das ist auch heute noch das Ziel des Quartierfests. Immer am letzten Wochenende der Sommerferien findet das Giessifäscht hinter dem Schlosshügel in der Bühlerallee statt. So auch dieses Jahr. Allerdings wird es seit vielen Jahren nicht mehr von privaten Bürgern organisiert.

Anfangs der 80er-Jahre hatte das Feuerwehrchörli Rapperswil die Organisation des Anlasses übernommen und diesen bis vor fünf Jahren auf die Beine gestellt. «Das Fest hat sich in all den Jahren nie verändert. Es soll ein Fest für die Einheimischen sein», sagte Ruedi Aeschbach, seines Zeichens Präsident des Feuerwehrchörlis. Aeschbach steht den heutigen Organisatoren immer noch gerne beratend zur Seite.

Alles ist noch wie damals

Die heutigen Organisatoren, das sind junge Frauen und Männer aus der Tanzzunft Rapperswil-Jona. «Das Fest hat eine lange Tradition und uns war es wichtig, dass es weitergeführt wird», meinte Janis Nüesch, Präsident der Tanzzunft. Auch die neuen Verantwortlichen haben am Programm, wie auch am kulinarischen Angebot nichts verändert: Nach wie vor kämpfen am Samstag Schülerinnen und Schüler am Fussballgrümpi um jeden Ball auf dem Grün, in den Pfannen werden die beliebten Giessifelchen gebrutzelt oder die Besucher können die traditionellen Füürnudeln geniessen.

«Die Gäste würden maulen, wenn es dir Füürnudeln nicht mehr geben würde», meinte etwa eine Besucherin. Ihr Begleiter ergänzte, dass das Giessifäscht das einzige Fest in Rapperswil sei, das wirklich nur für die Rapperswiler sei, das schätze er.

Am frühen Abend sorgte dann der Singer-Songwriter Anthony für Unterhaltung. Der gebürtige Ire lebte bis vor kurzem in Australien. Vor eineinhalb Jahren kam er in die Ferien in die Schweiz. Es gefiel ihm so gut, dass er gleich hier blieb. Wenn er nicht gerade an kleineren Festivals oder in Bars auf der Bühne steht und seine selbstgeschriebenen Lieder oder auch Coversongs präsentiert, steht er als Koch in einer Restaurantküche. Er freue sich, am Giessifäscht zu spielen, meinte er vor seinem Auftritt. Die Kulisse, direkt am See, sei wunderschön.

Eben diese einmalige Kulisse diente am Samstagabend vielen Besucherinnen und Besuchern als Festgelände. Man sass gemütlich beisammen und auch der Brunch am Sonntagmorgen bei bestem Wetter war gut besucht. Janis Nüesch und die Tanzzunft zeigten sich glücklich mit der diesjährigen Austragung des Giessifäscht. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 13.08.2017, 15:11 Uhr

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