Fussball

Ein Abend zum Vergessen

Der FC Rapperswil-Jona bezieht auswärts im eiskalten Bergholz in Wil gegen den Tabellenletzten einen ideenlosen Abend und verliert trotz Überzahl während 80 Minuten gegen einen kämpferischen Gegner 0:1.

Archivbild: Rapperswil-Jona verliert gegen einen kämpferischen FC Wil.

Archivbild: Rapperswil-Jona verliert gegen einen kämpferischen FC Wil. Bild: Moritz Hager

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Dabei hatte das Spiel im Gegensatz zu vielen anderen des FCRJ recht gut begonnen. Die Rosenstädter fackelten zu Beginn nicht lange und kamen mit Egzon Shabani zur ersten guten Möglichkeit nach nur wenigen Minuten. Dann gabs den ersten Paukenschlag. Plötzlich lag Verteidiger Egzon Kllokoqi weit ab vom Geschehen am Boden. Der Assistent an der Seitenlinie reagierte sofort und Schiedsrichter Pascal Erlachner schickte Roman Kienast direkt unter die Dusche, sehr zum Unwillen der einheimischen Fans.

Dieser Ausschluss schien aber die Äbtestädter mehr zu beflügeln und die Gäste eher zu hemmen. Zwar lief der Ball im weiteren Verlauf der Partie gut in den Reihen der Rapperswiler, doch so richtig gefährlich wollte es vor dem Wiler Tor nie werden. «Zum heutigen Sieger gibt es sicherlich keine zwei Meinungen», gab denn auch der deutsche Trainer Konrad Fünfstück im Anschluss an die Partie zu Protokoll und der zuvor verletzte Wiler Captain Marko Muslin meinte denn auch, dass seine Mannschaft viel mehr für den Sieg getan habe als Rapperswil-Jona.

Rapperswil wenig zwingend Die Gäste taten sich sichtlich schwer gegen einen Gegner, der sich nun tief in der eigenen Verteidigung verschanzte und nur Abschlüsse ausserhalb des eigenen Strafraums zuliess. Zweimal prüfte Valon Fazliu Torhüter Jim Freid aus mehr als 16 Metern, sah seine Schüsse aber jeweils vom Torwart abgewehrt. «Ja, hätten wir in dieser Phase einen Treffer erzielt, dann wäre es gegen einen sehr defensiven Gegner einiges einfacher geworden», so Trainer Urs Meier. «Dann laufen wir in einen dummen Penalty hinein. Anschliessend haben wir versucht, nicht auf Teufel-komm-raus anzugreifen und Geduld zu zeigen.»

Aber das hiess dann, dass Rapperswil lange Ballstafetten von rechts nach links und von links nach rechts und dann wieder zurück zeigte, ohne entscheidenden Raumgewinn und ohne Überraschungsmoment für die gegnerische Defensive. «Wir haben in der zweiten Hälfte schon versucht, mehr über die Seiten zu spielen, aber nach dem Penalty sind wir wieder in alte Muster gefallen und haben versucht, durch die Mitte zu spielen», so Roman Güntensperger, aber da war allen zugesperrt.» Wil stand tief, sehr tief, hatte aber mit Kontern weitaus die besseren Gelegenheiten, das Skore zu eröffnen, Diego Yanz behielt seine Farben jeweils im Spiel.

Zweimal hätte der pfeilschnelle Caine Keller ein Tor erzielen können, ja müssen. Aber als Stéphane Nater den auffälligen Roberto Alves im Strafraum von den Beinen holte – nicht clever gemacht vom Rapperswiler, viel cleverer vom Einheimischen – wurden die mit viel Einsatz kämpfenden Wiler mit einem souverän verwandelten Penalty vom zuvor eingewechselten Sergio Cortelezzi belohnt. «Fairerweise muss ich heute eingestehen, dass Wil den Sieg heute nicht gestohlen hat», so Meier dazu. Zu einfalls- und harmlos präsentierte sich der Aufsteiger bis in die letzten Minuten. Vieles blieb an diesem Abend Stückwerk. Und so konnte sich der Tabellenletzte Wil über seinen ersten Sieg seit vier Monaten freuen. Für Rapperswil-Jona ist an diesem Abend nicht mehr dringelegen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 03.12.2017, 14:19 Uhr

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