Fussball

Drei überaus verdiente Punkte

Aufsteiger Rapperswil-Jona setzte sich gestern daheim 2:0 gegen den Absteiger aus Vaduz durch. Bis zur Pause dominierten die Rosenstädter das Spiel und gingen durch Valon Fazliu in Front. Diese verteidigten sie gut, sodass Egzon Shabani mit seinem Treffer in der Schlussphase alles klar machen konnte.

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«Uff, das war ein hartes Stück Arbeit», schnaubte Roman Güntensperger nach dem 2:0-Erfolg über Vaduz. Dem FCRJ-Verteidiger unterlief in der 2. Minute ein Fehlpass, worauf Vaduz gleich zu drei Abschlüssen in Folge kam. Doch allesamt wurden geblockt. Und dann war das Feuerwerk der Gäste im ersten Durchgang bereits verpufft. Bis zum Seitenwechsel verzeichneten sie nur noch einen Torschuss – und Mathys Direktabnahme flog direkt in die Hände von Keeper Diego Yanz (38.).

Peter Jehle war im Gästegehäuse weit mehr gefordert. Egzon Shabani prüfte den Liechtensteiner Nationalgoalie in der 4. Minute. Der FCRJ-Stürmer wirbelte an allen Ecken und Enden. Doch einmal geriet sein Pass auf Valon Fazliu zu steil (10.) und danach verpasste er eine Flanke von Mychell Da Silva Chagas um Haaresbreite (17.).

Von neuen Sitzen gerissen

Das 1:0 der St. Galler war aufgrund ihrer spielerischen Überlegenheit lediglich eine Frage der Zeit. In der 22. Minute war es soweit: Güntensperger lancierte Da Silva Chagas, der den Ball durch die Schnittstelle zu Fazliu spedierte. Die GC-Leihgabe erwischte Jehle mittels platziertem Schuss im weiten Eck. Erstmals erhoben sich die FCRJ-Anhänger auf der Haupttribüne von den unter der Woche neu montierten Schalensitzen und bejubelten mit grossem Applaus den Führungstreffer.

Das Heimteam bot den 1156 Zuschauern auch in der Folge einiges an Spektakel. «Mich erstaunte, dass wir zur Pause nur 1:0 führten», meinte Güntensperger. Denn Rapperswil-Jona suchte nach dem ersten sogleich den zweiten Torerfolg. Doch mehrere Schüsse wurden geblockt, eine Fallrückzieher-Einlage von Da Silva Chagas brachte nicht mehr als Szenenapplaus ein (26.) und ein Pass in die Tiefe von Shabani auf den losgestürmten Simon Rohrbach geriet etwas zu lang (36.). Zudem parierte Jehle vor Ablauf der ersten Halbzeit innert Minutenfrist drei Geschosse der Einheimischen.

Den Sieg mit Biss erkämpft

FCV-Trainer Roland Vrabec reagierte mit einem Doppelwechsel auf den dürftigen Auftritt seiner Elf. Die Massnahme zeigte Wirkung. Die Gäste suchten nach der Pause den Ausgleich. Diesen verhinderte der FCRJ nach einem Eckball in extremis, als die Liechtensteiner den Ball quasi mit der Brechstange über die Linie drücken wollten (48.). Zwei Minuten darauf glänzte Yanz mit einer Faustabwehr. «Wir wussten, dass die zweite Halbzeit ein schwerer Gang wird», gab Güntensperger zu bedenken. «Doch wir hatten nur in den ersten 15 Minuten Mühe und danach alles wieder im Griff.»

Nach einer Stunde wurde es nochmals brenzlig, als die beiden Vaduzer Turkes und Devic loszogen, aus der Überzahlsituation – nur noch ein Verteidiger stand vor ihnen – aber nichts herausholten. Dies blieb die letzte Ausgleichsmöglichkeit der Gäste. Denn danach übernahm Rapperswil-Jona zunehmend wieder das Zepter und stürmte mutig nach vorne.

In der 84. Minute schlenzte Shabani das Leder nach einem Corner zum siegbringenden 2:0 ins Netz. Zuvor hatte er Jehle zu einer Hechparade gezwungen (68.). Der Treffer war der wohlverdiente Lohn für das unermüdliche Anstürmen des Angreifers und seiner Mitspieler. «Wir waren heute bissiger und fast immer einen Schritt schneller als der Gegner», betonte Güntensperger zurecht. Und darum hat der FCRJ die Vaduzer zurecht vom 4. Tabellenrang verdrängt.

Erstellt: 24.11.2017, 23:27 Uhr

Spieltelegramm

Challenge League

FC Rapperswil-Jona – FC Vaduz 2:0 (1:0)
Grünfeld. 1150 Zuschauer. SR Abdulla Ali Al Marri (Katar). – Tore: 22. Fazliu 1:0. 84. Shabani 2:0. – Rapperswil-Jona: Yanz; Sülüngöz, Kllokoqi, Simani, Güntensperger; Shabani (90.+2 Kleiber), Rohrbach, Nater, Schwizer (79. Pecci); Fazliu (70. Carlos Da Silva); Mychell Da Silva. – Vaduz: Jehle; Bühler, Puljic, Borgmann; Muntwiler; von Niederhäusern (46. Göppel), Kamber, Mathys, Schirinzi (46. Jüllich); Devic, Turkes (74. Coulibaly). – Bemerkungen: Rapperswil ohne Elmer (gesperrt), Torhüter Baumann, Staubli, Julio Teixeira, Kubli und Mustafi (verletzt). – Vaduz ohne Gajic, Burgmeier, Felfel (verletzt), Brunner und Sherko (nicht im Aufgebot); in der 2. Halbzeit in einem 4-4-2 mit Göppel und Borgmann als Aussenverteidigern; 87. Jüllich verletzt ausgeschieden, Vaduz spielt mit zehn Mann zu Ende. – Verwarnungen: 15. Muntwiler (Foul). 30. Güntensperger (Foul; die siebte, Ligarekord). 84. Shabani (Unsportlichkeit). 87. Pecci (Foul; fürs nächste Spiel gesperrt).

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