Wädenswil

Die Polizei zeigt, was sie hat

Am Samstag luden Polizei und Tiefbauamt im Verkehrsstützpunkt Neubüel zum Tag der offenen Tür. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, um Wasserwerfer, Helikopter, Streifenwagen und andere Vehikel von nahem zu bestaunen.

Der Polizeihelikopter war eine der Attraktionen am Jubiläumsfest des Verkehrsstützpunkts Neubüel.

Der Polizeihelikopter war eine der Attraktionen am Jubiläumsfest des Verkehrsstützpunkts Neubüel. Bild: Kantonspolizei Zürich

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Punkt 10 Uhr, als die Tore des Verkehrsstützpunkts Neubüel in Wädenswil für die Öffentlichkeit geöffnet wurden, strömten schon die ersten Besucher auf das Areal. Die Kantonspolizei Zürich und das kantonale Tiefbauamt hatten zum 50-Jahr-Jubiläum des Stütz­punkts Neubüel eingeladen. Schätzungsweise über 2000 Besucherinnen und Besucher nahmen die Chance wahr und konnten für einmal hinter die Kulissen und die tägliche Arbeit der Kantonspolizei und des Tiefbauamts schauen.

Vor allem viele Familien mit Kindern waren auf dem Festareal anzutreffen. Zum Beispiel der fünfjährige Tom und seine Eltern, die aus Einsiedeln angereist waren. Sie hätten von Freunden vom Anlass erfahren und unbedingt kommen müssen, sagte die Mutter, denn: «Tom ist verrückt nach allem, was mit der Polizei zu tun hat.» Der Knabe war denn auch fast nicht mehr zu trennen von den vielen verschiedenen Polizeiautos, die präsentiert und erklärt wurden. Wenn er gross sei, wolle er unbedingt Polizist werden, sagte der Bub.

9000 Liter Wasser

Nicht nur die Polizeiautos waren Anziehungspunkte. Auch die beiden Ambulanzfahrzeuge des See-Spitals Horgen wurden rege betrachtet. Sanitäter erklärten ­anhand von Puppen ihre Arbeit und zeigten, wie sie Patienten im Ernstfall behandeln. Ein weiterer Magnet – nicht nur für die kleinen Besucher – war der Rega-Helikopter. Diesen durfte man nicht nur bestaunen, sondern auch hineinsitzen war erlaubt.

Die Kantonspolizisten erzählten den Besuchern aus ihrem Alltag, erklärten die verschiedenen Waffen und wofür sie eingesetzt werden. Ein junger Polizist gab Auskunft zum Wasserwerfer, der vor allem bei Demonstrationen zum Einsatz kommt. 9000 Liter fasse das Fahrzeug, Druck und Durchflussmenge könnten in­dividuell eingestellt werden, erklärte er. Zurzeit zähle die Wasserwerferbesatzung 30 Personen.

Unter den Besuchern war auch Yvonne Naef aus Landquart. Ihr Sohn arbeite bei der Kapo Zürich, sagte sie. «Nun habe ich hier einmal die Möglichkeit, genauer zu sehen, was er bei der Polizei macht.» Besonders freute sie sich auf die Vorführung der Hundestaffel.

Zu begutachten gab es auch die Fahrzeuge und Signalisations­tafeln des Tiefbauamts. Dieses ist für den Unterhalt der Autobahn zuständig. Die tägliche Arbeit auf der Autobahn ist nicht ungefährlich, wie die Mitarbeitenden erzählten.

Die richtige Entscheidung

Vor dem öffentlichen Teil fand am Morgen ein Fest für geladene Gäste statt. Der Einladung folgten Stadt- und Gemeindepräsidenten aus dem Bezirk Horgen, weitere Behördenvertreter, und auch Kantonsräte zählten zu den Gästen. Felix Muff, Kantonsingenieur und Amtschef des kantonalen Tiefbauamts, sagte in seiner Rede, dass es vor 50 Jahren die richtige Entscheidung gewesen sei, im Neubüel einen gemein­samen Stützpunkt für Polizei und Tiefbauamt zu bauen, um Syn­ergien zu nutzen.

Andreas Peier, Dienstchef des Verkehrsstützpunkts der Kapo, warf einen kurzen Blick zurück auf die Geschichte des Neubüels: Im Dezember 1967 wurde der Stützpunkt bezogen. 1990 zählte er bereits 42 Mitarbeitende. Im selben Jahr musste wegen des Einzugs der Verkehrsinstruktion eine Tiefgarage gebaut werden. Letztes Jahr wurde der Stützpunkt komplett saniert. Die ehemalige Pneuhalle wird nun als Rapportsaal genutzt.

SP-Regierungsrat und Sicherheitsdirektor Mario Fehr dankte der Kapo und allen Partnerorganisationen für ihre «wertvolle Arbeit, die sie tagtäglich leisten». Und Kapo-Kommandant Thomas Würgler unterstrich in seiner Rede, wie wichtig der Kontakt zur Bevölkerung sei, nicht nur an solchen Anlässen wie dem Tag der offenen Tür. (Der Landbote)

Erstellt: 03.06.2018, 17:25 Uhr

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