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Die Politik, nicht das Geld regiert im Verkehrsverbund

Ohne flächendeckenden Auftrag zur Versorgung mit Bahn, Bus oder Schiff wären einige Gebiete in der Region Zürichsee nur mit dem Auto erreichbar. Denn alle Linien im Zürcher Verkehrsverbund, die durch diese Region führen, sind defizitär – insbesondere die Bergbuslinien.

Die S7 erreicht fast die Kostendeckung, alle anderen Linien im Bezirk Meilen sind stark defizitär.
Die S7 erreicht fast die Kostendeckung, alle anderen Linien im Bezirk Meilen sind stark defizitär.
Archiv Kurt Heuberger

«Wir sind kein marktwirtschaftliches Unternehmen, sondern ein Service public.» Das, was Stefan Kaufmann, Mediensprecher des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV), in einem Satz sagt, sichert dem Kanton eine flächendeckende Versorgung mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Von 396 Linien sind nämlich nur 26 selbstkostentragend. So werden auch Linien mit geringer Nachfrage im Netz erhalten. Sie erfüllen eine wichtige Zubringerfunktion. Ein Bus wie die Zimmerberg-Linie 133, die nur zu 13,2 Prozent kostendeckend fährt, verbindet Aussenquartiere von Horgen mit dem Bahnhof. Das erhöht die Attraktivität der linksufrigen S-Bahn. «Das Netz ergibt sich aus den vielen einzelnen Linien, und dieses durchgängige Angebot macht den ÖV attraktiv», sagt Kaufmann.

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