Meilen

Die Kirchgasse als grosser Festplatz

Zur zehnten Ausgabe des Kirchgassfests gab es viel Sonnenschein und eine brütende Hitze. Das musikalische und kulinarische Programm lockte wie immer viele Besucher nach Meilen.

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Karussellmann Roger Burnens ist seit 2008 fester Bestandteil des Kirchgassfests in Meilen. Gleich zuoberst in der Kirchgasse, die am Samstag bis spätnachts für Autos gesperrt blieb, steht sein nostalgisches Unikum, für das er kunterbunt die Giraffe, den Hund, die Kuh und überdimensionierte Schuhe als Sitzplätze eigenhändig geschaffen hat.

Burnens selber sitzt mit seiner Gitarre in der Mitte seiner Konstruktion und trägt wie eh und je seine vom Kindsein handelnden Lieder vor, währenddem sein Kollege Dani Tschudi wie ein Gondoliere mit einem Stock das Karussell antreibt. Wer sich für die kurze Kreisreise zu alt fühlt, hält auf jeden Fall inne, schaut und hört zu.

Als Grüezifest begonnen

Seit zehn Jahren feiert der Bezirkshauptort sein Kirchgassfest, das als Strassenfest mit dem Grüezifest begann. Es dient seither alljährlich dazu, Kontakte im Dorf zu fördern. So hat gleichentags am frühen Nachmittag der Begegnungsanlass der Gemeinde stattgefunden. Während einer Fährenfahrt konnten sich neu ­zugezogene und alteingesessene Meilemer kennen lernen und sich austauschen. Um sich den Neuzuzügern ebenfalls vorzustellen, haben Dorfvereine und örtliche Institutionen ihre Stände in der Schulhausstrasse aufgestellt.

Entlang der Kirchgasse stehen Essbuden bereit, um jederzeit den Hunger der Besucher zu stillen. Exotische Düfte mischen sich mit süssen und scharfen Aromen. Die Auswahl reicht von afrikanischen Spezialitäten und Paella über Knödel und Crêpes bis zu Grilladen und Kuchen. Dazwischen haben sich verschiedene Musiker und Bands auf kleinen Bühnen eingerichtet und liefern den musikalischen Rahmen.

Den Auftakt macht das junge Orchester der Jugendmusik Pfannenstiel mit seinem Dirigenten Isam Shéhade, allesamt in froschgrüne Poloshirts gekleidet. Sie tun einem etwas leid, denn während die Zuhörer unter Schatten spendenden Sonnenschirmen und Zelten stehen, spielen die Jugendlichen unter praller Sonne.

Tattoos für jeden Arm

Der Meilemer Künstler Dominik Benigna hat sich ebenfalls nahe einer Hauswand im Schatten platziert und verabreicht jedem ihm hingestreckten Arm eines seiner Airbrush-Tattoos. Da die reformierte Kirche derzeit das 500-Jahr-Jubiläum ihres Kirchturms feiert, werden Kirchturmführungen angeboten, und auf der Kirchwiese können sich die Kleinen im Harassklettern behaupten oder sich im Gumpi­schloss austoben. Zudem steht das Ortsmuseum mit seiner dem Kirchturm gewidmeten Ausstellung offen.

Am Abend stehen Musikdarbietungen auf der grossen Hauptbühne nahe der Kirche an, die das Publikum zum Tanzen verführen. Die Strassenachse im Herzen von Meilen ist bis spätnachts zu einer einzigen Festwirtschaft geworden. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 01.07.2018, 18:42 Uhr

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