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Die Axpo verdient wieder Geld

Nach drei Geschäftsjahren mit teils hohen Verlusten hat die Axpo im Geschäftsjahr 2016/17 wieder einen Gewinn erzielt. Die tiefen Strompreise werden den Energiekonzern, an dem der Kanton Zürich mit über einem Drittel beteiligt ist, aber noch auf Jahre hinaus belasten.

Sieht Licht am Ende des Tunnels: Axpo-Chef Andrew Walo.
Sieht Licht am Ende des Tunnels: Axpo-Chef Andrew Walo.
Keystone

310 Millionen Franken hat der Energiekonzern Axpo im vergangenen Geschäftsjahr erzielt. Eine deutliche Steigerung nach dem Rekordverlust von rund 1,25 Milliarden Franken im Geschäftsjahr 2015/16. Für die positive Entwicklung gibt es hauptsächlich drei Gründe: Erstens musste der Konzern bei seinen Kraftwerken keine hohen Wertberichtigungen mehr vornehmen. In den Vorjahren ist dies aufgrund laufend sinkender Strompreise nötig geworden. Zweitens ist das Geschäft im Ausland gut gelaufen, und drittens zeigt ein 2014 gestartetes Sparprogramm Wirkung: Im Vergleich zu damals wurden im vergangenen Geschäftsjahr jährlich wiederkehrende Kosten von etwas mehr als 200 Millionen Franken eingespart. Zudem hat die Axpo verschiedene Beteiligungen verkauft.

Weiter Verluste im Inland

Die Stromproduktion in der Schweiz ist für die Axpo jedoch weiterhin ein Verlustgeschäft, weil die Kosten dafür höher sind als die Einnahmen, die der Energiekonzern damit auf dem freien Markt erzielen kann. Bei der Wasserkraft etwa beträgt das Minus fast 200 Millionen Franken, wie CEO Andrew Walo gestern vor den Medien sagte. Nicht berücksichtigt ist bei diesem Betrag das Pumpspeicherwerk Limmern, bei dem kürzlich die letzte Maschinengruppe in Betrieb genommen wurde.

Ebenfalls tiefrot sind die Zahlen der Atomkraftwerke. Dort fallen allerdings nicht nur der tiefe Strompreis ins Gewicht, sondern auch Ausfälle. Beim AKW Leibstadt dauerten die Revisionsarbeiten wegen Qualitätsmängeln an den Brennstäben deutlich länger als geplant. Seit dem 18. Dezember produziert Leibstadt zwar wieder Strom, vorläufig aber nicht mit der vollen Leistung. Nach wie vor gar nicht am Netz ist der seit 2015 stillstehende Reaktorblock Beznau 1. Walo zeigte sich zuversichtlich, dass dieser im Februar 2018 den Betrieb wieder aufnehmen kann.

Positiver Ausblick

In den kommenden Jahren rechnet der Energiekonzern mit tendenziell steigenden Strompreisen in Europa, was die Ertragslage bei der Axpo verbessern würde – allerdings nur mit Verzögerung. Denn das Unternehmen hat Absicherungsgeschäfte für künftige Strompreise getätigt. Dadurch wurde die Auswirkung der fallenden Preise gemildert, im Gegenzug kann die Axpo jetzt aber nicht sofort von steigenden Preisen profitieren.

Für die Axpo-Kantone, allen voran den Kanton Zürich, der mit rund 36 Prozent grösster Aktionär ist, besteht also wieder Hoffnung auf die Ausschüttung von Gewinnbeteiligungen. Für nächstes Jahr schlägt der Verwaltungsrat allerdings eine weitere Nullrunde vor.

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