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Der Regionalfussball steht nun auch still

Tausende Partien auf allen Stufen werden wegen des Coronavirus nicht ausgetragen. Der Spielbetrieb ruht bis auf Weiteres.

Nichts geht mehr: Auf allen Stufen werden bis auf Weiteres keine Fussballspiele ausgetragen. Bild: David Baer
Nichts geht mehr: Auf allen Stufen werden bis auf Weiteres keine Fussballspiele ausgetragen. Bild: David Baer

Der Coronavirus verschont auch den Regionalfussball nicht und legt ihn in den kommenden Wochen lahm. Dieses Szenario hat sich abgezeichnet. Im Eishockey, Unihockey, Basketball und weiteren Sportarten wurden die Meisterschaften auf sämtlichen Stufen bereits zuvor abgebrochen. Im Fussball wird der Spielbetrieb in den unteren Ligen nach der Winterpause vorläufig gar nicht erst aufgenommen.

Der Schweizerische Fussballverband (SFV) hat am Freitag nach der Pressekonferenz des Bundesrates entschieden, den Spielbetrieb im ganzen Land bis auf Weiteres vollständig auszusetzen. «Dies gilt ab Freitagabend für alle Spiele aller Kategorien und Altersklassen», hält der SFV in einem Communique fest. Der Verband hat seinen Beschluss nach Rücksprache mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) gefällt – «im Einklang mit der allgemeinen Strategie der Schweiz».

Der SFV verweist darauf, dass «Fussball gemäss Einschätzung der Gesundheitsbehörde und der Epidemiologen als eine Mannschaftssportart mit erhöhter Ansteckungsgefahr gilt». Aufgrund Einschätzungen des BAG legt der Fussballverband den im Amateurbereich aktiven Vereinen nahe, auch den Trainingsbetrieb bis auf Weiteres einzustellen. Auch der Fussballverband Region Zürich (FVRZ) hat auf seiner Homepage den Klubs eine entsprechende Empfehlung abgegeben.

«Der Verantwortung gerecht werden»

«Aussergewöhnliche Situationen erfordern aussergewöhnliche Massnahmen», wird SFV-Zentralpräsident Dominique Blanc in der Mitteilung zitiert. Und weiter: «Damit tragen wir der allgemeinen Entwicklung Rechnung und wollen zugleich als grosser Sportverband der Schweiz der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden. Es ist ein Entscheid im Sinne der Gesellschaft und der Gesundheit aller Menschen in unserem Land.»

Vor Wochenfrist hatte noch Hoffnung bestanden, dass der Start der zweiten Meisterschaftsphase in der Promotion League (PL) und 1. Liga am 14./15. März erfolgen kann. Doch in den letzten Tagen hat sich die Lage um den Coronavirus weiter zugespitzt. Nachdem im Kanton Tessin der Notstand ausgerufen worden war, wurden die Spiele AC Bellinzona - YF Juventus (PL) und Gossau - Paradiso (1.) bereits am Donnerstag vorzeitig verschoben. Dass nun in den dritt- und vierthöchsten Ligen dieses Wochenende gar nicht gespielt wird, kommt nicht ganz überraschend. Bereits am Donnerstag hatte das Komitee der Ersten Liga vorgewarnt: «Es muss damit gerechnet werden, dass auch die übrigen Spiele der Promotion League und der 1. Liga abgesagt werden müssen. Wir empfehlen den Klubs daher, ihre Spielvorbereitungen soweit wie möglich hinauszuzögern.»

Befürchtung wurde wahr

Am Zürichsee muss Erstligist Thalwil seinen Start in die zweite Saisonphase bereits zum dritten Mal aufschieben. Der Auftakt wäre am 29. Februar vorgesehen gewesen und wurde letzte Woche auf dieses Wochenende neu angesetzt. «Ich gehe davon aus, dass auch die Spiele vom 14./15. März verschoben werden», hatte FCT-Sportchef Dimitris Demiros vermutet, als vergangenen Donnerstag (5. März) eine Meldung der Ersten Liga mit der Überschrift «Wiederaufnahme des Meisterschaftsbetriebs» online publiziert worden war. Demiros' Befürchtung wurde nun zur Realität.

Für den FC Adliswil hätte am Samstag (14. März) in der 2. Liga interregional die Rückrunde begonnen. Auch die Zweitligisten Horgen und Männedorf können wohl nicht wie geplant nächstes Wochenende in die Rückrunde starten. In der 3. Liga wäre der Spielbetrieb Ende März wieder aufgenommen worden. Mit Stäfa, Meilen, Herrliberg (zwei Mannschaften), Zollikon, Kilchberg-Rüschlikon, Thalwil (Reserven) und Wädenswil (zwei Teams) müssen sich nun gleich sieben weitere Seeklubs gedulden, wobei es ihnen natürlich nicht anders ergeht als allen anderen Fussballern in der Schweiz.

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