Kilchberg

Der private Gestaltungsplan Brunnenmoos ist bereit zur Abstimmung

Kaum ist die Abstimmung zum privaten Gestaltungsplan Bahnhofstrasse vorüber, müssen die Kilchberger bereits über das nächste Projekt befinden. Diesmal geht es um die Kernzone.

Die rund 10000 Quadratmeter grosse Wiese des Grundstücks Dorfstrasse 100 soll überbaut werden. Dagegen sind 32 Einwendungen eingegangen. Die meisten kritisierten das Volumen und die Dachform der geplanten Häuser.

Die rund 10000 Quadratmeter grosse Wiese des Grundstücks Dorfstrasse 100 soll überbaut werden. Dagegen sind 32 Einwendungen eingegangen. Die meisten kritisierten das Volumen und die Dachform der geplanten Häuser. Bild: Patrick Gutenberg

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Die Liegenschaft an der Dorfstrasse 100 in Kilchberg mit Waschhaus und Scheune ist bereits mehr als 200 Jahre alt und steht unter Denkmalschutz. Dahinter erstreckt sich zwischen Dorfstrasse und Baumgartenweg eine 10000 Quadratmeter grosse zum Grundstück gehörende Grünfläche. Diese will die Eigentümerschaft überbauen.

Im vergangenen Jahr wurde dazu der private Gestaltungsplan Brunnenmoos vorgelegt, zu dem sich die Kilchberger äussern konnten. An der Gemeindeversammlung vom 25. Juni will der Gemeinderat den überarbeiteten privaten Gestaltungsplan von der Bevölkerung absegnen lassen, schreibt der Kilchberger Gemeinderat in einer Mitteilung.

Wie Christian Benz (GLP), Vorsteher des Hochbau- und Liegenschaften-Ressorts, sagt, sind gegen das ursprüngliche Richtprojekt zehn Einwendungen mit insgesamt 32 Anträgen eingegangen.

Giebeldächer gewünscht

Wie Benz erklärt, betrafen die meisten Einwendungen die Höhe, das Volumen und die Gestaltung der im Richtprojekt aufgezeigten Gebäude. Zu diesen Kritikern gehört auch Urs Zollinger.

In einer Einwendung, die dieser Zeitung vorliegt, monierte er etwa, dass sich die fünf geplanten Flachdachhäuser zu wenig in das bestehende Ortsbild der Kernzone Kilchbergs einordnen würden. «Das Grundstück ist umgeben von denkmalgeschützten Gebäuden», sagt Zollinger und verweist, nebst dem bestehenden Bau an der Dorfstrasse 100, etwa auf das Ensemble Uf Brunnen.

Dazu gehört das Meierhüsli, welches die Gemeinde kürzlich für 3,7 Millionen Franken renoviert hat. Auch das Schulhaus Brunnenmoos sei als Kulturgut von regionaler Bedeutung eingestuft. Die im privaten Gestaltungsplan Brunnenmoos geplanten Wohnbauten würden bezüglich Höhe, Länge und Dachform zu sehr aus dem Rahmen fallen. Ob und inwiefern seine Einwendungen in den Gestaltungsplan eingeflossen sind, weiss Zollinger nicht.

Laut Hochbauvorsteher Christian Benz hat die Eigentümerschaft als Resultat der öffentlichen Mitwirkung einige Anpassungen vorgenommen. Der detaillierte Bericht mit den einzelnen Einwendungen sei noch nicht veröffentlicht, werde aber vor der Abstimmung als Anhang zu den Abstimmungsunterlagen auf der Website der Gemeinde publiziert.

Benz betont, ein Gestaltungsplan sei noch kein Bauprojekt, und der Gestaltungsplan fordere, dass Bauten und Umgebung so zu gestalten seien, damit eine gute Gesamtwirkung erzielt werde.

Neue Festlegung

Zwischen dem zu bebauenden Landstück und dem Baumgartenweg liegt der unbebaute Teil der Parzelle 4263. Sie ist 1200 Quadratmeter gross und gehört der Gemeinde. Wie das weit grössere Grundstück daneben unterliegt das Landstück der Gestaltungsplanpflicht. Diese möchte der Gemeinderat an der Gemeindeversammlung im Juni aufheben lassen. «Gestaltungspläne sind nicht bei jeder Parzelle sinnvoll», sagt Hochbauvorsteher Benz.

Das betroffene Landstück befinde sich in der Kernzone. «Dort gelten ohnehin erhöhte Qualitätsvorschriften für Neubauten.» Diese seien für ein Grundstück dieser Grösse ausreichend. Konkrete Baupläne habe die Gemeinde derzeit nicht.

Erstellt: 23.03.2019, 11:08 Uhr

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