Küsnacht

Der Jugendchor Funtastic rockt die Bühne

Die jährlichen Konzerte des Jugendchors Funtastic haben Kultcharakter und füllen das Pfarreizentrum. Am Wochenende stehen die musikbegeisterten Jugendlichen erstmals mit einem Musical auf der Bühne.

Modern und fetzig: Der Jugendchor Funtastic tritt mit seiner neuen Show im Pfarreizentrum Küsnacht auf.

Modern und fetzig: Der Jugendchor Funtastic tritt mit seiner neuen Show im Pfarreizentrum Küsnacht auf. Bild: Michael Trost

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Was vor 17 Jahren mit einem unbedeutenden Auftritt in kleinem Rahmen begann, hat sich zu einem ansehnlichen Chor gesteigert. Noch vor fünf Jahren sang ein Dutzend Jugendlicher mit, derzeit sind es 20 Jugendliche und Junggebliebene, ist doch die Jüngste 16 und der älteste 45 Jahre alt. Sie lieben moderne Songs, Pop, Rock und Gospel und rocken in Gottesdiensten und an Konzerten mit eigener Live-Band. Ins Leben gerufen hat den Chor mit dem vielsagenden Namen Funtastic der Ende Januar scheidende Kirchenmusiker Andreas Gut als Teil der verschiedenen Chöre, die zur Musik der Katholischen Pfarrkirche St. Georg Küsnacht gehören. Mit dem Auftritt von Funtastic am Samstag und Sonntag verabschiedet sich der langjährige Chorleiter von der Pfarrei, da er ab Februar als Domkapellmeister nach St. Gallen wechselt (die ZSZ berichtete darüber).

Mechaniker in der Band

Funtastic lieben die Abwechslung und streuen daher immer wieder Tanzeinlagen in die Konzerte ein. Steif dastehen mit dem Notenheft in den Händen ist nicht ihr Ding, gesungen wir stets auswendig und immer in Bewegung. So auch im diesjährigen Programm, das mit Showeinlagen das Genre Musical streift, wie Dominik Dozza bestätigt. Der Jugendarbeiter und Gitarrist gehört zum sechsköpfigen Komitee, das die gesamte Organisation rund um die Konzerte mitsamt Bühnen- und Technikaufbau sowie Werbung und Verpflegung koordiniert.

An der Probe an diesem Mittwoch vertritt Dozza, der seit den Anfängen bei Funtastic als Musiker mitmacht, den Chorleiter. Der 43-Jährige steckt in einem blauen «Übergwändli» eines Mechanikers, dem Outfit der Bandmitglieder. Im Stück «Mir nämed dä Lift» ist nämlich der Aufzug im Hotel «Lift» defekt und sollte von eben diesen Mechanikern repariert werden. Doch die haben keine Zeit – und Chaos ist vorprogrammiert.

Singendes Hotelpersonal

Für diese Musiker hat der Gitarrist ein Stahlgerüst aufgebaut, wo sie sich in schwindelerregender Höhe mit ihren Instrumenten eingerichtet haben. Darunter bewegt sich der Chor auf der Bühne des Pfarreizentrums und mimt in weissen Hemden, schwarzem Gilt und weissen Turnschuhen das Hotelpersonal. Links der Bühne ist eine Réception nachempfunden, an der die Schauspielerin Vanessa Joy Ruetz die umtriebige Managerin und Gouvernante Fränzi Tobler verkörpert.

Ruetz liefert schon seit Jahren die Theatervorlagen zwischen den Gesangseinlagen – und hatte sie bis jetzt auch stets selber übernommen. Doch diesmal hat die Comart-Absolventin jeder Sängerin und jedem Sänger eine Rolle im Hotelpersonal zugeteilt und drillt dieses als strenge Chefin. Dazwischen wird getanzt. Die Choreografien beigesteuert hat Jennifer Rusterholz von der Tanzschule Küsnacht, ebenfalls ein langjähriges Mitglied bei den Funtastic-Auftritten. Da ohne Technik heute nichts mehr geht, haben auch die Singenden die unscheinbaren Mikrofone vor ihren Lippen. Obwohl keiner von ihnen eine Gesangsausbildung hat, treffen sie mit ihren starken Stimmen jeden Ton und reissen einen mit ihrem Chorgesang augenblicklich mit. Ihre überschwängliche Motivation und Ausdrucksfreude wirken ansteckend. Dominik Dozza spricht vom guten Geist innerhalb des Teams.

Modern und fetzig

So sind denn auch die Lieder gemeinsam mit den Chormitgliedern ausgesucht worden, die Singenden wollen dahinter stehen können. Entsprechend modern und fetzig sind sie im Gegensatz zu den gängigen Kirchenliedern, wie der Chor sie vor 17 Jahren an braven Jahreskonzerten vorgetragen hatte. Alle Songs wie etwa «We go together» aus dem Musical «Grease», «We are the Champions» von Queen oder das legendäre «Hail Holy Queen» aus der unvergesslichen Filmkomödie Sister-Act hat Dozza eigens für die Chorstimmen arrangiert. «So wie wir diese Lieder singen, gibt es sonst nirgendwo», versichert der Musiker, der zwar keine Noten lesen kann, dafür alles übers feine Gehör regelt und sich seine Arrangements aufschreiben lässt.

Erstellt: 19.01.2017, 15:39 Uhr

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