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Dank Kinderbetreuung die Schule in Rieden stärken

Die Schülerzahlen in Rieden sind seit Jahren rückläufig. Ein Betreuungsangebot mit familienfreundlichen Öffnungszeiten soll der Schule neue Kinder bringen.

Die Schülerzahlen in Rieden sind seit Jahren rückläufig. Ein Betreuungsangebot mit familienfreundlichen Öffnungszeiten soll der Schule neue Kinder bringen.
Die Schülerzahlen in Rieden sind seit Jahren rückläufig. Ein Betreuungsangebot mit familienfreundlichen Öffnungszeiten soll der Schule neue Kinder bringen.
Michael Trost

Auf der Suche nach einer Lösung für die sinkenden Schülerzahlen im Dorf Rieden wurden die Gommiswalder im Weisstannental fündig. Mehrere Medienberichte und zwei Besuche im Tal, das zur Schulgemeinde Mels gehört, überzeugten die Behörden. Ein fortschrittliches Betreuungsangebot macht die kleine Schule attraktiv – auch für Eltern und Kinder aus anderen Schulorten.Die Schule im abgelegenen Weisstannental stand vor dem gleichen Problem wie die in Rieden: Seit Jahren nehmen die Schülerzahlen ab. In Rieden besuchen zurzeit rund 55 Kinder die Primarschule, die Zahl ist seit zehn Jahren rückläufig. Schon damals habe man nach Lösungen gesucht, um den Rückgang zu stoppen, sagt Schulleiterin Irene Egli. Doch dann kam die Fusion, und die Dörfer mussten zuerst zusammenwachsen, die Schulstandorte neu definiert werden. Heute werden die Primarschüler an drei Orten unterrichtet: In Gommiswald, Ernetschwil-Gebertingen und Rieden.

Ab sieben Uhr morgens

Irene Egli ist überzeugt davon, dass ein gut ausgebautes Betreuungsangebot ein wichtiger Standortfaktor für eine Gemeinde sein kann. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gehöre heute zu den grossen Herausforderungen des Alltags, sagt die Schulleiterin. Die Riedner Tagesstruktur mit Mittagstisch steht allen Kindern vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse offen, ganz gleich, in welchem Ortsteil sie wohnen. Voraussetzung ist allerdings, dass sie die Schule in Rieden besuchen. Die Betreuungszeiten sind äusserst arbeitnehmerfreundlich: Am Montag, Dienstag und Donnerstag sind die Kinder ab sieben Uhr morgens willkommen und können bis um Viertel vor sechs Uhr abends bleiben. Am Mittwoch endet die Betreuungszeit nach dem Mittagessen, am Freitag sind die Öffnungszeiten etwas verkürzt. Die Zeiten sind auf die Busfahrpläne abgestimmt.

Dass die Gommiswalder Eltern nun ihre Kinder massenweise nach Rieden in die Schule schicken, damit rechnen Gemeinde- und Schulrat nicht. Ein Wechsel des Schulortes sei ja doch ein grosser Schritt für Kinder und Eltern, sagt Schulleiterin Irene Egli. Aber für Zuzüger könne das Betreuungsangebot ein Grund sein, Gommiswald als neuen Wohnort auszuwählen.

Auf fünf Jahre befristet

Das Projekt ist vorerst auf fünf Jahre befristet, danach wollen die Behörden über die Weiterführung entscheiden – je nach Erfolg. Im Weisstannental sei der Anfang harzig gewesen, berichtet Egli. «Es braucht daher eine nicht zu knappe Anlaufzeit.» Die Kosten lassen sich zurzeit noch nicht beziffern, sie hängen von der Anzahl Kinder ab, die das Angebot nutzen. Ab fünf Kindern pro Stunde ist es selbsttragend. Der Grundtarif für die Betreuungszeit beträgt sechs Franken pro Stunde, ein Mittagessen kostet 15 Franken.

Positiv für die Gemeindefinanzen ist laut Schulleiterin Egli, dass die Infrastruktur in Rieden vorhanden ist und dass deshalb keinerlei Investitionen nötig sind. Neben dem neuen Betreuungsangebot in Rieden gibt es am Schulstandort Gommiswald schon seit längerem einen Mittagstisch. Dieser bleibt bestehen.Die Anmeldefrist für das neue Betreuungsangebot in Rieden läuft bis am 31. März.

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