Stäfa

Bauprojekt für freien Teil des Seidenhof-Areals in Stäfa

Auf dem Areal Seidenhof sind ein Gebäudekomplex für Verkauf, Büro und Gewerbe sowie vier Mehrfamilienhäuser geplant. Die Firma Ernst und Co. hat eine entsprechende Baueingabe gemacht.

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«Das ist das grösste Bauprojekt unseres Familienbetriebes», sagt Felix Geiger. Er ist Geschäfts­leiter der Küsnachter Firma Ernst und Co. Das Unternehmen will den noch freien Nordteil des 18 800 Quadratmeter grossen Seidenhof-Areals in Stäfa überbauen.

Es geht um das Gebiet berg­seits der Aldi-Filiale. Dort sollen ein Gebäudekomplex mit rund 2800 Quadratmetern Fläche für Verkauf, Büro und Gewerbe sowie vier Mehrfamilienhäuser mit 27 Wohnungen entstehen. Auch eine Tiefgarage mit 120 Plätzen ist vorgesehen. «Letzte Woche haben wir bei der Gemeinde ein Baugesuch für das Seidenhof-Projekt 2020 eingereicht», sagt Felix Geiger.

Kein Querriegel

Das Gelände liegt in zwei verschiedenen Bauzonen: Der un­tere Teil ist der Industriezone, der obere der Wohn- und Gewerbezone zugeteilt. «Wir wollen den Übergang zwischen Wohnen und Industrie sorgfältig gestalten», sagt Geiger. Deshalb habe man vier einzelne Mehrfamilienhäuser und nicht einen grossen Querriegel vorgesehen. Alle Woh­nungen sind nach Minergiestandard und rollstuhlgängig geplant­. Der Ausbau soll laut Geiger­ «modern und hochwertig, aber nicht luxuriös» sein.

Welche Unternehmen sich dereinst im Gewerbekomplex einmieten, ist noch offen. «Das können wir nicht festlegen», erklärt der Geschäftsleiter. «Wir bauen die Hülle, der Rest wird sich ergeben.» Er könne aber versichern, dass die Räume nur an stilles Ge­werbe­ vermietet würden. «Unser Ziel ist es, zusätzliche Arbeitsplätze nach Stäfa zu bringen.»

Läuft alles nach Plan, könnten im Sommer 2019 die Bagger auffahren. Geiger ist zuversichtlich, dass das Projekt gelingt. «Die Reaktionen aus der Nachbarschaft waren sehr positiv.» Für die zusätzliche Nutzung des Geländes gab es bereits mehrere Projekte. 2014 etwa hatte sich das Familienunternehmen mit dem Seidenhof-Areal als Standort für ein neues Gymnasium beworben. Der Zuschlag ging dann jedoch an Ueti­kon.

Verschlüsse für Rivella

Das Areal Seidenhof ist seit Ende der 50er-Jahre im Besitz des 1894 gegründeten Familienunternehmens Ernst und Co. «Mein Grossvater Eduard Geiger hat es gekauft, um hier Landreserven für die Ausweitung der Produktion zu sichern», sagt Felix Geiger. Ab den 60er-Jahren wurden in Stäfa Verpackungen und Verschlüsse aus Kunststoff produziert. Ursprünglich wurden in den Fabrikgebäuden Seidenstoffe gewoben.

Der Hauptsitz der Firma Ernst und Co. liegt in Küsnacht. Dort wurden noch bis 2007 Verpackungen und Verschlüsse aus Metall – etwa für Rivella und Ramseier – hergestellt. Inzwischen ist die Firma ein reines Immobilienunternehmen, welches in Küsnacht und Stäfa Büro-, Verkaufs- und Gewerberäume sowie Wohnungen vermietet. In den ehe­maligen Stäfner Produktionsräumen ist heute Aldi Suisse eingemietet. In den Fabrikgebäuden befinden sich unter anderen ein Brocki mit Bistro, ein Ärztezen­trum sowie eine Frauenpraxis.

(Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 08.09.2018, 10:27 Uhr

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