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Am Marathon-Wendepunkt herrschte grosses Gedränge

Die Gemeinde Meilen ist am Zürich-Marathon von Läuferinnen und Läufern nahezu überrannt worden. Vor allem in der Wechselzone des Teamrun herrschte ein Riesenandrang.

Die Gemeinde Meilen ist am Zürich-Marathon von Läuferinnen und Läufern nahezu überrannt worden.
Die Gemeinde Meilen ist am Zürich-Marathon von Läuferinnen und Läufern nahezu überrannt worden.
Michael Trost
Schnell wechseln: Beim Teamrun übergaben die Läuferinnen den Chip dem nächsten Läufer.
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Michael Trost
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Michael Trost
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Die enge Winkelstrasse in Meilen mit der anschliessenden Linkskurve in die Dorfstrasse bildet jedes Jahr die Wendeschlaufe am Zürich-Marathon. Die gestrige 15. Auflage lockt die Fans in Scharen an den neuralgischen Punkt. Kurz nach halb zehn Uhr morgens bilden Vorfahrer zu Töff die Vorhut der Spitzengruppe. 1:15:35 Stunden zeigt die elektronische Uhr die bisher gelaufene Zeit an, als das in Führung liegende Trio das schmale Strässchen in Angriff nimmt.

Rund eine halbe Stunde später schlängelt sich das in die Länge gezogene Feld wie ein Tatzelwurm die Gasse hinauf. Hunderte von Hobbyläufern sind nun im Anmarsch. Je grösser die Abstände werden, desto mehr ausgeprägter ist das Leiden der Läufer. Jene, welche die Zusatzschlaufe noch vor sich haben, schauen vielfach neidisch auf die Läufer, die Meilen bereits wieder verlassen. «Zürich 15 km» steht auf dem Schild, dem die Sportler entgegenlaufen.

Bewegung in der Wechselzone

Es sind aber auch viele lächelnde und zufriedene Gesichter auszumachen. Denn das Motto gilt: Den Zürich-Marathon laufen – wann, wenn nicht jetzt, an diesem prächtigen Frühlingstag, der nicht nur bei den Aktiven Hormonschübe auslöst? Bunte, frühlingshafte Renntrikots mit nicht allzu viel Stoff sind jedenfalls der Renner des Tages. Entlang der Wendeschlaufe sind auf langen Tischen die Getränke für die Athleten und Athletinnen aufgestellt. Die Trinkgewohnheiten entsprechen dem Können der Aktiven. Die Spitzenläufer lassen den Stand links liegen. Sie haben nur das Ziel vor Augen und lassen sich von Getränken entlang der Strecke nicht ablenken. Die ersten Verfolger greifen nach speziell für sie bereitgestellten Fläschchen mit elektrolytischen Getränken. Für das «Fussvolk» stehen Hunderte von Mineralwasserflaschen bereit.

Unten an der Seestrasse geht es bei der Wechselzone des Teamrun derweil zu und her wie in einem Bienenstock. Rund 1300 Teamläufer haben sich auf engstem Raum versammelt. Es sind die Schlussläufer, die das letzte und längste Teilstück zurück nach Zürich unter die Füsse nehmen werden. Je nach Startnummern ist ihnen ein Sektor zugewiesen. Arunas Vismantas trägt die Nummer 459, er steht im Sektor, der mit 400 bis 499 angeschrieben ist. «Ich starte für die litauische Gemeinschaft in der Schweiz», sagt der Debütant am Zürich-Marathon. Neben ihm sucht Ben Steuer Platz für ein paar Dehnungsübungen. Er ist der Schlussläufer der Orientierungslauf-Gruppe Stäfa.

Zehn Herrliberger Teams

Verteilt auf die Sektoren sind ebenso zehn Teams à vier Läuferinnen oder Läufer aus Herrliberg. Die 40 Herrlibergerinnen und Herrliberger sind einem Aufruf des Gemeindeschreibers Pius Rüdisüli gefolgt. Dieser hatte in der Dorfzeitung die Bürger dazu animiert, doch etwas für die Gesundheit zu tun und am Teamrun teilzunehmen. «Es ist erfreulich, wie viele Teams zustande gekommen sind», sagt Rüdisüli. «Alle Altersklassen sind vertreten.» Er rennt selber mit, trägt die Startnummer 1106 und vertritt das Team «Gruss aus Herrliberg». Neben ihm warten Christoph Rickli von «Herzliberg», Arantza Garcia von «Herrliche Schäflein» und Jenny Björk von «Hardiberg» auf die Stabübergabe. Weiter­gegeben wird allerdings nicht mehr ein Stab, sondern ein Chip.

Rüdisüli reckt den Hals und hält nach der Vorläuferin Ausschau, die über das dritte Teilstück von der Badi Steinrad bis Meilen über 4 Kilometer rennt. Im Einsatz steht seine Tochter Nadja. Die frühere Leichtathletin über 800 und 1500 m läuft nun locker ein und übergibt den Chip. Es gibt auch Küsschen für den Vater, der in Richtung Wendeschlaufe losrennt.

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