Stäfa

Ärger um Airbnb-Angebote

Wer Unterkünfte an Touristen vermieten will, muss die Zonenordnung beachten. In Stäfa haben zwei Anbieter, die ihre Räume in der Industriezone vermieteten, nun Ärger.

Gegen eine Gastgeberin, die in Stäfa eine Unterkunft auf dem Onlinebuchungsportal Airbnb anbietet, wurde Anzeige erstattet. Dies, weil die Räumlichkeit in einer sogenannten Industriezone liegt.

Gegen eine Gastgeberin, die in Stäfa eine Unterkunft auf dem Onlinebuchungsportal Airbnb anbietet, wurde Anzeige erstattet. Dies, weil die Räumlichkeit in einer sogenannten Industriezone liegt. Bild: Keystone

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Auf einschlägigen Internetportalen finden sich einige Möglichkeiten für Übernachtungen in Stäfa: von einer Ferienwohnung direkt am Hafen über den traditionellen Gasthof Metzg bis zum «House of Harmony». Harmonie herrscht in Stäfa bezüglich kommerzieller Übernachtungsangebote derzeit aber gar nicht. Zumindest wenn es um Unterkünfte in der sogenannten Industriezone geht.

Derzeit laufen zwei Verfahren gegen Bed-&-Breakfast-Betreiber wegen der Beherbergung in Industriezonen, wie die NZZ kürzlich schrieb. Dies, weil Anzeige erstattet worden ist, wie der Stäfner Gemeindepräsident Christian Haltner (FDP) bestätigt. Anders als in Gewerbe- und Wohnzonen, wo die kommerzielle Beherbergung laut Haltner grundsätzlich zulässig ist, ist dies in Industriezonen in Stäfa nicht der Fall. Vom Kanton aus ist das Wohnen in einem begrenzten Rahmen in Industriezonen zwar zulässig, aber der letzte Entscheid liegt bei den Gemeinden.

Bei einer der Gastgeberinnen gärt der Konflikt mit der Gemeinde schon lange. Klar ist, dass die Frau bereits seit 2006 Räumlichkeiten im Gebäude der ehemaligen Mettler-Toledo-Fabrik immer wieder an Gäste vermietet. Auch aktuell bietet sie auf ihrer Website sowie auf dem Online­buchungsportal Airbnb ein Loft-Studio an. Ob sie das darf, darüber sind sich die Vermieterin und die Gemeinde uneins.

Die Frage, ob es in diesem Fall Ausnahmen bei der kommerziellen Beherbergung von Gästen in der Industriezone gibt, verneint Haltner und verweist auf das kantonale Recht, die geltende Bau- und Zonenordnung und den Gestaltungsplan für das ehemalige Mettler-Areal. Allerdings war auch die Kommunikation der Behörden der Frau gegenüber nicht immer eindeutig.

Erstellt: 12.01.2019, 11:01 Uhr

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