Küsnacht

Wohin mit dem ZKB-Geld? Küsnachter sollen entscheiden

Die Gemeinde Küsnacht erhält von der Zürcher Kantonalbank eine halbe Million. Die Bevölkerung darf entscheiden, wofür das Geld verwendet wird.

Gemeindepräsident Markus Ernst (FDP) erzählt im Interview, was ein Projektvorschlag haben muss, um Chancen auf den Sieg zu haben.

Gemeindepräsident Markus Ernst (FDP) erzählt im Interview, was ein Projektvorschlag haben muss, um Chancen auf den Sieg zu haben. Bild: Patrick Gutenberg

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Im Rahmen ihres 150-jährigen Bestehens zahlt die Zürcher Kantonalbank (ZKB) eine Jubiläumsdividende von 150 Millionen an Kanton und Gemeinden aus. Küsnacht erhält davon 473'000 Franken. Wozu dieses Geld verwendet wird, soll die Küsnachter Bevölkerung entscheiden. Dies gab der Küsnachter Gemeinderat am Neujahrsapéro vom Sonntag bekannt. Er lanciert deshalb einen Ideenwettbewerb.

Der Küsnachter Gemeinderat spielt der Bevölkerung den Ball zu. Diese soll Ideen für die Verwendung der ZKB-Dividende einbringen. Wie ist es dazu gekommen?
Wir haben im Gemeinderat überlegt, wie wir diese Dividende einsetzen sollen. Dafür gibt es ja ganz unterschiedliche Möglichkeiten. Eine wäre auch, den Betrag einfach in der Rechnung zu verbuchen, wie es viele Gemeinden machen. Schliesslich waren wir aber der Meinung, dass wir uns an den Wunsch der ZKB – nämlich das Geld für etwas Besonderes zu verwenden – halten wollen. Und um den Kreis der Ideengebenden auszuweiten, kam der Ideenwettbewerb ins Spiel. Ein ganzes Dorf hat schliesslich mehr Ideen als ein einzelnes Gremium.

Was braucht ein Projektvorschlag, um Chancen zu haben?
Zentral ist, dass die Ideen und Projekte möglichst vielen Küsnachterinnen und Küsnachtern zugute kommen sollen und in Küsnacht realisiert werden. Wichtig ist sicherlich auch, dass die Folgekosten im Verhältnis zum Projekt angemessen sind und dass es sich gut umsetzen lässt. Weitere Elemente sind unter anderem die Sichtbarkeit und die Beständigkeit. Wir möchten aber auch nicht zu viele Schranken setzen, weshalb nicht jedes einzelne Kriterium erfüllt sein muss.

Eine Jury beurteilt die eingereichten Ideen. Wie setzt sich diese zusammen?
Aus dem Gemeinderat gehören Sicherheitsvorstand Martin Wyss und ich der Jury an. Weiter sind Rita Niederöst, Abteilungsleiterin Gesellschaft, sowie je eine Vertreterin oder ein Vertreter aus dem Vereinskartell und dem Gewerbeverein dabei. Die Jury kürt dann eines oder mehrere Siegerprojekte und schlägt diese dem Gemeinderat vor.

Ist denn mit diesem Vorgehen garantiert, dass ein Projekt umgesetzt wird?
Garantieren kann man das nicht, schliesslich müssen dafür gute Projekte eingereicht werden. Wir hätten aber nicht dieses Vorgehen gewählt, wenn wir nicht überzeugt wären, dass aus der Bevölkerung gute und umsetzbare Ideen kommen.

Wenn Sie eine Idee einreichen könnten, was wäre es?
(lacht) Ich hätte ganz viele Ideen! Aber diese verrate ich nicht, schliesslich bin ich Teil der Jury, und es geht ja nicht darum, was ich mir wünsche.






Erstellt: 05.01.2020, 17:42 Uhr

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