Wädenswil

Wädenswil entscheidet über Glärnisch-Erweiterung

Auf der Schulanlage Glärnisch soll ein Neubau für Schulräume, zwei Kindergärten und zwei Horte entstehen. Das Projekt würde rund 8,4 Millionen Franken kosten.

Bald entscheidet das Wädenswiler Stimmvolk, ob die beiden baufälligen Pavillons auf der Schulanlage Glärnisch abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden sollen.

Bald entscheidet das Wädenswiler Stimmvolk, ob die beiden baufälligen Pavillons auf der Schulanlage Glärnisch abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden sollen. Bild: Sabine Rock

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Die Primarschule Wädenswil kämpft mit einem Platzproblem. Deshalb stehen in den kommenden Jahren diverse Schulhausbau- und -Erweiterungsprojekte an. Neben der Erweiterung der Schulanlagen Ort und Steinacher II im Ortsteil Au und dem Neubau des Meierhof Kindergartens, plant die Stadt auch einen Ersatzneubau auf der Schulanlage Glärnisch. Am 25. November entscheidet das Wädenswiler Stimmvolk über den entsprechenden Kredit von rund 8,4 Millionen Franken. Konkret geht es um die beiden Pavillons aus den 50er und 60er Jahren an der Glärnischstrasse 7 und 9. Derzeit sind darin ein Kindergarten, Tagesstrukturen und ein Hort untergebracht. Beide Bauten befinden sich sowohl baulich, als auch energetisch in schlechtem Zustand. Die bereits jetzt herrschende Raumknappheit im Glärnisch muss mit Klassenverschiebungen in die Schulanlage Untermosen aufgefangen werden.

Steigende Schülerzahlen

Doch auch im Schulhaus Untermosen rechnet die Stadt mit steigenden Schülerzahlen, sobald die Überbauungen im Hangenmoos und im Gebiet der Speerstrasse fertiggestellt sind. Es sei daher unausweichlich, gleichzeitig mit dem Ersatzneubau von Kindergarten und Hort auch den Schulraum zu erweitern, heisst es von Seiten der Stadt.

Anstelle der Pavillons soll ein neues, dreigeschossiges Gebäude entstehen, welches im Hanggeschoss mit der bestehenden Turnhalle der Schulanlage verbunden wird. Im Obergeschoss entstehen vier Schulzimmer, sowie Gruppen- und Kleinräume, etwa für den Musikunterricht. Ausserdem ist ein Lehrerbereich vorgesehen. Das zum Pausenplatz hin orientierte Erdgeschoss bietet Platz für zwei Kinderhorte und einen Mittagstisch. Im von der Glärnischstrasse her erschlossenen Hanggeschoss, befinden sich Räumlichkeiten für zwei Kindergärten, Materiallager, Haustechnik und Maschinenräume. In Bezug auf Erscheinungsbild, Form, Breite und Anordnung orientiere sich das neue Gebäude an der denkmalgeschützten Kulturhalle Glärnisch.

Hoher Kostenanschlag

Während ein Pavillon sofort rückgebaut wird, soll der andere vorerst bestehen bleiben. Bis zum Ende der 15-monatigen Bauzeit wird darin ein Hort mit Mittagstisch untergebracht. Der Kindergarten, wie auch der zweite Hort kommen in provisorischen Räumlichkeiten im Schulhaus Glärnisch unter. Dafür muss eine Schulklasse vorübergehend auf das Schulhaus Untermosen ausweichen.

Ursprünglich hatte der Gemeinderat geplant, die Schulanlage um zwei Neubauten zu erweitern. Die Kinderkrippe Etzelblick sollte von der Etzelstrasse 6 in eines der neuen Gebäude umziehen. Der entsprechende Kostenvoranschlag des beauftragten Architekturbüros fiel mit total 12,8 Millionen Franken jedoch deutlich höher aus, als die im Finanz- und Entwicklungsplan (FEP) eingestellten Kosten.

Günstige Lösung

Eine Alternativen-Prüfung ergab, dass eine Sanierung des Krippengebäudes an der Etzelstrasse etwa halb so kostspielig sei, als der gut 4,5 Millionen Franken teure zweite Neubau auf der Schulanlage Glärnisch. Durch den Verzicht auf das zweite Gebäude bleibe den Kindern zudem mehr Platz zum Spielen.

Daraufhin trennte der Stadtrat die beiden Projekte und beantragte dem Gemeinderat einen Sanierungskredit von rund 1,5 Millionen Franken. Für weitere 650 000 Franken werden Brandschutzmassnahmen aufgewendet.

Gemeinde- wie Stadtrat empfehlen die Vorlage zur Erweiterung des Schulhauses Glärnisch zur Annahme. Damit könnte voraussichtlich im Sommer nächsten Jahres mit den Bauarbeiten begonnen werden. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 01.11.2018, 15:21 Uhr

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