Aviatik

Die Swiss sucht mehr Pilotinnen

Mit 40 interessierten Frauen führt die Swiss am Samstagnachmittag in Kloten einen «Cockpit Ladies Day» durch. Derzeit sind 5 Prozent des Cockpitpersonals weiblich – das sei zu wenig, sagt die Airline. Jetzt will sie mehr Damen für den Beruf begeistern.

Geschichtsträchtig: Gabrielle Musy, links, erste Pilotin der Swissair und ab 1999 erster weiblicher Captain der Swissair, und Copilotin Claudia Wehrli, rechts, aufgenommen am 12. Januar 1999 im Cockpit eines Airbus 320.

Geschichtsträchtig: Gabrielle Musy, links, erste Pilotin der Swissair und ab 1999 erster weiblicher Captain der Swissair, und Copilotin Claudia Wehrli, rechts, aufgenommen am 12. Januar 1999 im Cockpit eines Airbus 320. Bild: Keystone

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Rund um den Globus sind derzeit rund 7500 Pilotinnen für internationale Fluggesellschaften tätig. Auf diese Zahl kam die britische Zeitung «The Telegraph» bei ihrer Recherche von vor einem Jahr. Das ist bei einem weltweiten aktiven Cockpitpersonal von rund 60000 Personen verhältnismässig wenig.

Den höchsten Anteil an Frauen weist heute die amerikanische United Airlines aus; mit 7,4 Prozent. Bei der (nach Passagierkilometern) fünftgrössten Airline der Welt stehen also gut 10800 Piloten knapp 900 Pilotinnen gegenüber.

Globaler Durchschnitt

Rang zwei in Sachen Frauenanteil im Cockpit belegt die Lufthansa mit 7 Prozent. Diesen Wert erreicht allerdings nur die Fluggesellschaft und nicht der Lufthansakonzern als Ganzes. Bei der Schweizer Tochter etwa sehen die Zahlen anders aus. «Derzeit arbeiten bei Swiss rund 5 Prozent Frauen im Cockpit», sagt Mediensprecherin Karin Müller. «Der Frauenanteil ist damit nach wie vor unbefriedigend tief.»

«Derzeit arbeiten bei Swiss rund 5 Prozent Frauen im Cockpit.»Karin Müller, Mediensprecherin Swiss

In absoluten Zahlen: Von den 1358 Piloten, die Ende 2018 gemäss Webseite bei Swiss unter Vertrag gestanden haben, handelte es sich demnach bei 68 um Frauen. Das ist nicht mehr als globaler Airline-Durchschnitt; Dieser liegt laut der Statitistk von «The Telegraph» bei aktuell 5,18 Prozent.

Nun ist es ein definiertes Ziel der Swiss, den Pilotinnenanteil zu erhöhen. Eine konkrete Zielquote oder dergleichen hat die Fluggesellschaft gemäss Müller zwar nicht; dafür aber setze man für die Förderung von Frauen unterschiedliche Massnahmen um. Die Sprecherin nennt Marketingaktivitäten und das Angebot von Teilzeitmodellen als Beispiele. «Zudem achten wir bei unseren Rekrutierungsbemühungen darauf, eine (Bild-)Sprache zu verwenden, welche sowohl Frauen als auch Männer gleichermassen anspricht.»

«Ladies Day» ausgebucht

Eine weitere Massnahme stellen spezielle Informationsanlässe dar. So etwa der «Cockpit Ladies Day», der heute Samstagnachmittag im Headquarter der Swiss in Kloten stattfindet. Interessentinnen erhalten dabei Informationen aus erster Hand und sollen sich ein differenziertes Bild vom Beruf der Pilotin machen können. Zum Veranstaltungsprogramm gehört die Besichtigung des Operation Centers und eines Langstreckenflugzeugs, aber auch eine Podiumsdiskussion.

Eine Resonanz ist durchaus da: Die 40 angebotenen Plätze für den Event sind schon seit letzter Woche ausgebucht. Man führe eine Warteliste für den Fall von kurzfristigen Absagen, sagt Karin Müller. Ein ausführlicher Bericht zum «Cockpit Ladies Day» der Swiss folgt in der Ausgabe des «Zürcher Unterländers» vom Montag, 20. Mai. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 17.05.2019, 17:07 Uhr

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