Badesaison

Badibetreiber kamen wegen hohen Besucherzahlen ins Schwitzen

Über die brütend heissen Sommertage beklagten sich einige Hitzeleidende. Nicht so die Badibetreiber. Rückblickend brachte der heisse Sommer den Badeanstalten zwei Dinge: Rekorde, aber auch eine Menge Arbeit.

Der Hitzesommer 2018 brachte den Badibetreibern neue Besucherrekorde, aber auch jede Menge Arbeit.

Der Hitzesommer 2018 brachte den Badibetreibern neue Besucherrekorde, aber auch jede Menge Arbeit.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Das Quecksilber der Thermo­meter stieg in diesem Sommer besonders an. Nebst Klimaanlagen und unaufhörlich rotierenden Ventilatoren sollte auch der See eine Abkühlung für Hitzeleidende bieten. Doch die Flucht ins kühle Nass war in den vergangenen Sommermonaten nicht immer eine effiziente Idee. Denn auch die Wassertemperaturen waren aussergewöhnlich hoch und übertrumpften sogar die Spitzenwerte des Hitzesommers von 2003. Die Saison neigt sich nun aber dem Ende zu.

Für die Badeanstalten in Thalwil bricht als erste im Bezirk die Herbst- und Winterpause an. Die Bäder Bürger I und Bürger II sowie der Badeplatz Ludretikon schlossen gestern nach einem intensiven Sommer die Tore. Der grosse Besucherandrang stellte die Thalwiler Badis Bürger I und II vor personelle Herausforderungen. «Wir mussten zwar nicht mehr Personal einsetzen, unsere Mitarbeiter waren allerdings immer alle im Einsatz. In anderen Jahren war das jeweils nicht der Fall», sagt Ralf Oehri, Sportbeauftragter der Gemeinde Thalwil. Der hohe Aufwand habe sich aber gelohnt. «Unsere Einnahmen schlugen mit 30 Prozent mehr zu Buche, als budgetiert war», sagt Oehri.

Grosser Personaleinsatz

In Richterswil gab es dank der Hitzeperiode gar einen Besucherrekord. «Wir hatten dieses Jahr rund 60 000 Besucher. Das sind so viele wie noch nie», sagt Michèle Fasler, Kommunika­tionsbeauftragter der Gemeinde Richterswil. Auch hier seien Überstunden seitens Bademeister nötig gewesen, um dem Besucherandrang gerecht zu werden.

Ob es auch in Horgen zu Rekorden kommt, ist noch ungewiss. «Aber mit 60 000 Eintritten im Parkbad Seerose und 70 000 Besuchern im Sportbad Käpfnach rechnen wir mit zumindest rekordnahen Zahlen», sagt Christoph Boller, Abteilungsleiter Liegenschaften und Sport. Adliswil verzeichnete bisher rund 67 200 Besucher im Freibad Tal. Letztes Jahr waren es 65 800 Badegäste.

Dies hat wohl auch damit zu tun, dass das Bad aufgrund des schönen Wetters an mehr Tagen geöffnet hatte als in anderen Jahren. Die lange Öffnungsperiode brachte aber auch Konsequenzen. «Die Zeit für die Grundrei­nigung wurde knapp und wir brauchten einen grossen Einsatz des Personals», sagt Stadtrat Renato Günthardt. Aufgrund der langen Trockenheit sei auch die Liegewiese etwas in Mitleidenschaft gezogen worden. Um die Wasserqualität des Beckens zu gewähren, musste regelmässig Frischwasser eingeleitet werden. «Bis auf einen Tag konnten wir die Wasserqualität halten. Wir mussten aber einen Mehraufwand betreiben und der Wasserverbrauch war erhöht», sagt Günthardt.

Rasant wachsendes Seegras

Die Stadt Wädenswil hat bis Ende August rund 33 000 Besucher gezählt. «Das sind bereits 2000 Gäste mehr als in der ganzen Saison 2017», sagt Stadtschreiber-stellvertreterin Esther Ramirez. Um dem Besucherandrang am Wochenende standhalten zu können, habe die SLRG ausgeholfen. Mit den hohen Temperaturen wuchs auch das Seegras rascher als sonst. «Der Bademeister musste jeweils vor Öffnung des Bades das Seegras entfernen, was einen zusätzlichen Aufwand bedeutete», sagt Ramirez. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 09.09.2018, 17:21 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Bonus-Angebote

Bonus-Angebote

Alle Bonus-Angebote im Überblick.

Kommentare

Newsletter

Das Beste der Woche.

Endlich Zeit zum Lesen! Jeden Freitagmorgen Leseempfehlungen fürs Wochenende. Den neuen Newsletter jetzt abonnieren!