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French-Open-UpdateSwiatek gewinnt im Final gegen Kenin klar

Vom 27. September bis 11. Oktober findet das wohl ungewöhnlichste French Open statt. Vorschauen, Side-Storys und Resultate lesen Sie im Ticker.

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Swiatek gewinnt im Final gegen Kenin klar

Die polnische Tennisspielerin Iga Swiatek hat das French Open und damit den ersten Grand-Slam-Titel ihrer Karriere gewonnen. Die 19-Jährige setzte sich am Samstag im Final in Paris gegen die Australian-Open-Siegerin Sofia Kenin aus den USA mit 6:4, 6:1 durch. Noch nie zuvor hat ein Tennisprofi aus Polen in der Damen- oder Herren-Konkurrenz bei einem der vier wichtigsten Turniere den Titel geholt.

Die Weltranglisten-54. Swiatek schaffte als erste Spielerin seit der Belgierin Justine Henin im Jahr 2007 den Roland-Garros-Triumph ohne Satzverlust. Als Swiatek nach 1:24 Stunden auf dem Court Philippe Chatrier ihren ersten Matchball mit einer krachenden Vorhand nutzte, ging sie erst einmal in die Knie und umklammerte ihren Schläger mit beiden Händen. Sie schüttelte den Kopf, schlug die Hände vor Augen und Mund und hüpfte schliesslich mit erhobenen Armen über den Platz und dankte den wenigen erlaubten Zuschauern auf dem Center Court. «Ich weiss nicht, was gerade passiert. Ich bin so glücklich, es ist einfach überwältigend», sagte Swiatek im Interview auf dem Platz, ehe sie dieses später von ihren Emotionen überwältigt abbrechen musste.

Gewinnt als erste Polin ein Grand-Slam-Turnier: Inga Swiatek. (Foto: Keystone)

Der Teenager aus Warschau spielte in den vergangenen Wochen unbekümmert auf und beeindruckte mit aggressiver und unerschrockener Spielweise von der ersten Runde an. Schon zum Finaleinzug gratulierten unter anderem der polnische Präsident Andrzej Duda und Bayern Münchens Torjäger Robert Lewandowski.

Im Endspiel gegen die Weltranglisten-Sechste Kenin gelang Swiatek schon wieder ein Turbo-Start. Schnell ging sie mit 3:0 in Führung, dominierte die Ballwechsel und entschied nach 48 Minuten den ersten Durchgang für sich. Im zweiten Satz musste sich Kenin behandeln lassen und nahm eine dreiminütige medizinische Auszeit. Offenbar nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte, hatte die 21-Jährige ihrer Kontrahentin nicht mehr genug entgegenzusetzen, so dass Swiatek ihren sensationellen Lauf durch das Turnier mit dem Titelgewinn krönte und um 16.50 Uhr die silberne Trophäe in die Höhe recken durfte. (dpa)

Deutsches Doppel Krawietz/Mies gewinnt das French Open

Die deutschen Tennisspieler Kevin Krawietz und Andreas Mies haben zum zweiten Mal den Doppel-Titel beim French Open gewonnen. Die Titelverteidiger entschieden am Samstag das Endspiel gegen die US-Open-Sieger Mate Pavic (Kroatien) und Bruno Soares (Brasilien) nach einem ganz starken Auftritt mit 6:3, 7:5 für sich. Damit wiederholten der 28-jährige Krawietz und der zwei Jahre ältere Mies ihren Sensationssieg aus dem Vorjahr. Damals hatten sie als erstes deutsches Doppel seit Gottfried von Cramm und Henner Henkel 82 Jahre zuvor den Titel in Paris gewonnen. (dpa)

Kenin und Swiatek bestreiten Final

Die Amerikanerin Sofia Kenin kann ihren Aufstieg in die Weltspitze mit ihrem zweiten Grand-Slam-Titel in diesem Jahr krönen. Nach dem 6:4, 7:5 am Donnerstag im Halbfinal gegen die zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova geht die Australian-Open-Gewinnerin als Favoritin ins Endspiel.

Alles andere als ein Erfolg der Weltranglisten-Sechsten am Samstag in Paris wäre eine Sensation. Das Finale bestreitet Kenin gegen die polnische Aussenseiterin Iga Swiatek. Die Weltranglisten-54. fertigte im Überraschungs-Halbfinale die argentinische Qualifikantin Nadia Podoroska mit 6:2, 6:1 ab. Damit stieg Swiatek zur ersten polnischen Finalistin bei den French Open in der Profi-Ära seit 1968 auf.

Swiatek beendet Lauf von Podoroska
Die Polin Iga Swiatek schlägt im French-Open-Halbfinal die argentinische Qualifikantin Nadia Podoroska mit 6:2, 6:1. (Video: SRF)

«Ich bin ein bisschen überrascht. Ich hätte nie gedacht, dass ich ins Finale komme. Ein Traum ist wahr geworden», sagte sie. Die 19-Jährige, in Paris überraschend dominant in all ihren bisherigen sechs Partien und noch ohne Satzverlust, verzückte mit ihrer überraschenden Erfolgsserie auch Polens Präsident Andrzej Duda. «Wahnsinn! Bravo! Bravo! Bravo», schrieb Duda auf Twitter. Er danke ihr dafür, dass sie das Land in so schöner Weise repräsentiere. (dpa)

Riedi: «Das war ein sehr spezieller Gegner»

Der Bassersdorfer Leandro Riedi strahlte nach seinem Vorstoss in die Junioren-Halbfinals im Video-Interview. «Ich bin enorm erleichtert, denn das war ein sehr spezieller Gegner», kommentierte er das 4:6, 6:1, 6:2 gegen den Argentinier Alex Barrena. «Er spielte sehr langsam, servierte langsam und machte von der Grundlinie keine Fehler. Dazu spielte er sehr clever.» Durch den Verlust des ersten Satzes sei er «etwas in Stress» gekommen. Doch dann habe er sich gesagt: «Relax, entspann dich, hab Spass». Nachdem er sich an das Tempo des Argentiniers gewöhnt habe und aggressiver und offensiver geworden sei, habe er die Partie unter Kontrolle bekommen. «Das ist ein mega schönes Gefühl. Ich bin schon schon etwas stolz auf mich.» Im Doppel ist er mit dem Rumänen Ionel dagegen schon in der zweiten Runde ausgeschieden. (rst)

Stricker und Riedi erstmals im Halbfinal

Der Berner Dominic Stricker und der Zürcher Leandro Riedi haben ihre Viertelfinals am Donnerstag im Juniorenturnier beide gewonnen und dürfen weiter von einem Schweizer Endspiel träumen. Die zwei 18-jährigen Freunde stehen beide erstmals in einem Grand-Slam-Halbfinal. Stricker blieb auch gegen den Österreicher Lukas Neumayer (ITF 48) ohne Satzverlust und verwertete nach 70 Minuten seinen ersten Matchball zum 6:3, 6:3.

Leandro Riedi gewann seinen Viertelfinal gegen den Argentinier Alex Barrena (ITF 33) etwas später als Stricker und nach zwei Stunden 4:6, 6:1, 6:2. Er brachte sich selber in eine ungemütliche Lage, weil er im Startsatz nur 2 seiner 11 Breakbälle verwerten konnte. Ab dem zweiten Satz spielte er besser und hatte die Partie von da an unter Kontrolle. Der Bassersdorfer, die Nummer 11 der Junioren, trifft im Halbfinal auf den ungesetzten Niederländer Guy Den Ouden (ITF 47), der im Achtelfinal die Turniernummer 2 eliminiert hatte.

Stricker wirkte nach der Partie eher gelassen. «Ich war zwar etwas nervös, aber habe gut gespielt. Den ersten Satz gewann ich ziemlich klar. Im zweiten musste ich zu Beginn gleich einen Breakrückstand aufholen.» Natürlich hoffe er nun, den Titel zu gewinnen. «Ich fühle mich bereit für den Halbfinal, habe noch ziemlich viel Energie übrig. Aber es wird nicht einfach.» Stricker spielt am Freitag erstmals gegen Juan Bautista Torres (ARG), die Nummer 23 der Junioren. (rst)

Djokovic im Halbfinal, Gegner wirft ihm Schauspielerei vor

Der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic hat zum zehnten Mal in seiner Karriere den French-Open-Halbfinal erreicht. Der 33-jährige Serbe setzte sich am Mittwochabend in einer Neuauflage des abgebrochenen US-Open-Achtelfinals gegen den Spanier Pablo Carreño Busta nach einem Satzverlust noch mit 4:6, 6:2, 6:3, 6:4 durch. Im Halbfinal am Freitag trifft Djokovic auf den Griechen Stefanos Tsitsipas. Djokovic strebt in Paris seinen 18. Grand-Slam-Titel an.

Während sich Djokovic also freute, hatte Busta schlechte Laune. Er warf nach der Partie Djokovic wegen der Behandlungspause Schauspielerei vor. Er sagte: «Das hat mich nicht überrascht. Eigentlich ist es ein positives Signal, wenn er sich behandeln lässt. Es zeigt, dass er verliert und ich gut spiele. Er lässt sich nämlich immer behandeln, wenn er auf dem Platz in Schwierigkeiten steckt.» Und: «Das ist schon seit Jahren so: Wenn er hinten liegt, lässt er den Physio kommen. Vielleicht ist es der mentale Druck, der ihn dazu zwingt. Aber eigentlich spielt er ja normal weiter. Ich weiss deshalb nicht, ob er wirklich Schmerzen hat oder ob es mentale Probleme sind. Das müssen Sie ihn fragen.»

Als der Serbe von diesem Vorwurf hörte, wehrte er sich. Er sagte, er habe sich wirklich nicht gut gefühlt. Gegenüber Eurosport meinte er: «Ich habe den Nacken und einige andere Körperteile gespürt. Aber darüber möchte ich nicht im Detail sprechen. Das hört sich sonst nach Jammerei an», meint er bei «Eurosport». (nih/dpa)

Djokovic nach Vier-Satz-Sieg im Halbfinal
Novak Djokovic bezwingt am French Open in Paris im Viertelfinal den Spanier Pablo Carreño Busta 4:6, 6:2, 6:3, 6:4 und trifft im Halbfinal auf den Griechen Stefanos Tsitsipas. (Video: SRF)
Tsitsipas spielt sich in den Halbfinal

Der Grieche Stefanos Tsitsipas ist zum ersten Mal in seiner Karriere in den Halbfinal des French Open eingezogen. Der 22-Jährige gewann am Mittwoch gegen den gleichaltrigen Russen Andrej Rublew 7:5, 6:2, 6:3. Damit revanchierte sich der Weltranglisten-Sechste auch für die Niederlage im Endspiel des Tennisturniers in Hamburg vor zehn Tagen. Im Kampf um den Einzug in den Final trifft Tsitsipas auf den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic aus Serbien. Den zweiten Halbfinal am Freitag bestreiten der zwölfmalige Turniersieger Rafael Nadal aus Spanien und der Argentinier Diego Schwartzman. (dpa)

Tsitsipas schlägt Rublew in Paris
Der Grieche Stefanos Tsitsipas bezwingt den Russen Andrej Rublew im Viertelfinal des French Open in drei Sätzen 7:5, 6:2, 6:3. (Video: SRF)
Viertelfinal-Aus für Laura Siegemund

Laura Siegemund hat den ersten Halbfinal ihrer Karriere bei einem Grand-Slam-Tennisturnier verpasst. Die 32-jährige Deutsche musste sich in Paris am Mittwoch der zweimaligen Wimbledonsiegerin Petra Kvitova aus Tschechien mit 3:6, 3:6 geschlagen geben. Kvitova nutzte im ersten Match des Tages nach 80 Minuten ihren zweiten Matchball. Sie trifft nun auf Sofia Kenin, die das US-amerikanische Duell mit Danielle Collins mit 6:4, 4:6, 6:0 für sich entschied. (dpa)

Nadal nach Sieg im 100. Spiel im Halbfinal

Mit dem 98. Sieg in seinem 100. French-Open-Match hat Rafael Nadal das Halbfinal von Roland Garros erreicht. Der 34 Jahre alte Tennisprofi aus Spanien entschied am frühen Mittwochmorgen das Viertelfinal gegen den 19 Jahre alten Italiener Jannik Sinner 7:6 (7:4), 6:4, 6:1 für sich. Sinner hatte in der Runde zuvor gegen Alexander Zverev gewonnen. Der zwölfmalige Paris-Champion Nadal trifft im Kampf um den Einzug in das Endspiel auf den Argentinier Diego Schwartzman. (dpa)

Nadal steht im Halbfinal. (Foto: Keystone)

US-Open-Sieger Thiem scheitert an Schwartzman

US-Open-Champion Dominic Thiem hat beim French Open nach einem Marathon-Match über fünf Sätze und mehr als fünf Stunden den Einzug in den Halbfinal verpasst. Der 27-jährige Österreicher musste sich am Dienstag dem ein Jahr älteren Argentinier Diego Schwartzman 6:7 (1:7), 7:5, 7:6 (8:6), 6:7 (5:7), 2:6 geschlagen geben. Nach einem hochklassigen und spektakulären Match verwandelte der Weltranglisten-14. nach exakt 5:08 Stunden seinen ersten Matchball gegen die Nummer drei der Welt.

Schwartzman steht damit erstmals im Halbfinal eines Grand-Slam-Turniers. Im Kampf um den Einzug in den Final trifft er in Paris auf Jannik Sinner aus Italien oder den zwölfmaligen Roland-Garros-Sieger Rafael Nadal aus Spanien.

Im neunten Vegleich mit Thiem war es der dritte Sieg für Schwartzman. Beim US Open in New York hatte Thiem zuletzt im Endspiel gegen Zverev in fünf hart umkämpften Sätzen gewonnen. Beim French Open verpasste er den fünften Halbfinal-Einzug nacheinander. (dpa)

Steht in seinem ersten Grand-Slam-Halbfinal: Der Argentinier Diego Schwartzman. (Foto: Getty Images)

Podoroska überrascht weiter und steht im Halbbfinal

Die an Position drei eingestufte Ukrainerin Jelina Switolina ist als nächste gesetzte Spielerin ausgeschieden. Die Nummer fünf der Tennis-Welt verlor im Viertelfinal gegen Nadia Podoroska mit 2:6, 4:6. Die Argentinierin ist die Nummer 131 der Rangliste.

Sie trifft nun auf die Polin Iga Swiatek, die sich am Abend gegen Martina Trevisan aus Italien mit 6:3, 6:1 durchsetzte. Swiatek hatte zuvor schon mit dem 6:1, 6:2 gegen die rumänische Topfavoritin Simona Halep überrascht. Für Podoroska und Swiatek ist es jeweils das erste Grand-Slam-Halbfinal. (dpa)

«Ich bin negativ. Ich habe kein Corona»

Alexander Zverev ist nach eigenen Angaben negativ auf das Coronavirus getestet worden. «Ich habe das Ergebnis heute bekommen: Ich bin negativ. Ich habe kein Corona», sagte der 23 Jahre alte Hamburger am Montag gegenüber Eurosport. Er habe sich erkältet und sei «ein bisschen krank». Aber das hiesse «nicht sofort, dass man Corona hat», wurde Zverev zitiert.

Zverev war am Sonntag beim French Open im Achtelfinal ausgeschieden und hatte nach seiner Niederlage gegen den 19 Jahre alten Italiener Jannik Sinner von Fieber am Vorabend berichtet. Anschliessend gab es Debatten darüber, ob Zverev in diesem Zustand überhaupt habe spielen dürfen und ob er eine Gefahr für seinen Gegner und die anderen Personen auf dem Platz gewesen sei.

Nach Angaben der Veranstalter vom Sonntagabend war Zverev bis dato das letzte Mal am 29. September getestet worden, das Ergebnis sei negativ gewesen. Vor dem Spiel habe die deutsche Nummer eins nicht den Turnierarzt über seine Probleme informiert, hiess es in einem Statement des französischen Verbandes am Sonntag. (dpa)

Zverev hat gemäss eigenen Aussagen kein Corona. (Foto: Keystone)

Djokovic noch immer ohne Satzverlust

Der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic ist ohne Satzverlust in den Viertelfinal eingezogen. Der 33 Jahre alte Serbe setzte sich am Montag in Paris gegen den Russen Karen Chatschanow 6:4, 6:3, 6:3 durch. Im Kampf um den Einzug in den Halbfinal trifft Djokovic auf den deutschen Profi Daniel Altmaier oder den Spanier Pablo Carreño Busta. (dpa)

Djokovic in Paris im Viertelfinal
Der Weltranglisten-Erste bezwingt den Russen Karen Chatschanow 6:4, 6:3, 6:3 und steht am French Open ohne Satzverlust im Viertelfinal. (Video: SRF)
Tstsipas trifft im Viertelfianl auf Rubljow

Ebenfalls die Runde der besten acht Spieler erreichten der an Nummer fünf gesetzte Grieche Stefanos Tsitsipas und Andrej Rubljow aus Russland.Tsitsipas gewann gegen den Bulgaren Grigor Dimitrow 6:3, 7:6 (11:9), 6:2 und steht als erster Grieche im Viertelfinal von Roland Garros. Rubljow besiegte den Ungarn Marton Fucsovics 6:7 (4:7), 7:5, 6:4, 7:6 (7:3). Nun treffen Tsitsipas und Rubljow in einer Neuauflage des Hamburg-Endspiels aufeinander. Beim Turnier am Rothenbaum hatte der Russe am Sonntag vor einer Woche den Final gegen Tsitsipas gewonnen. (dpa)

Kvitova und Siegemund weiter

Laura Siegemund hat den ersten Grand-Slam-Viertelfinal ihrer Karriere erreicht. Die 32-jährige Deutsche setzte sich am Montag gegen die Spanierin Paula Badosa mit 7:5, 6:2 durch. Siegemund trifft im Kampf um den Einzug in den Halbfinal am Mittwoch auf die an Nummer sieben gesetzte zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova. Die 30-jährige Tschechin bezwang Shuai Zhang aus China 6:2, 6:4. (dpa)

Petra Kvitova steht im Viertelfinal. (Foto: Clive Brunskill/Getty Images)

Chatschanow will geduldig bleiben

Novak Djokovic tritt am Montag zu seinem Achtelfinal gegen Karen Chatschanow an. Der 24-jährige Russe kündigte gegen die serbische Weltnummer 1 an, im Spiel geduldig zu sein. «Ich muss bei den Ballwechseln ruhig bleiben», sagte Chatschanow auf der ATP-Homepage. Mit dieser Taktik hofft der Russe auf seinen zweiten Sieg im fünften Duell mit dem Serben. (heg)

Achtelfinal-Aus für Alexander Zverev

US-Open-Champion Dominic Thiem hat ein frühes Aus nur mit sehr viel Mühe abwenden können. Der 27 Jahre alte Österreicher gewann am Sonntagabend im Achtelfinal gegen den französischen Wildcard-Spieler Hugo Gaston nach grossen Problemen mit 6:4, 6:4, 5:7, 3:6, 6:3. Thiem benötigte 3:32 Stunden für seinen Erfolg. Im Viertelfinal trifft der Weltranglisten-Dritte nun auf den Argentinier Diego Schwartzman.

Alexander Zverev hat derweil den Einzug in den Viertelfinal verpasst. Der 23-Jährige verlor am Sonntag gegen den 19 Jahre alten Italiener Jannik Sinner 3:6, 3:6, 6:4, 3:6 und war dabei weitgehend ohne Chance. Allerdings wirkte Zverev gesundheitlich auch angeschlagen. Schon im ersten Satz liess er sich ein Erkältungs-Medikament geben. Nach 3:01 Stunden war die Partie entschieden. (dpa)

Thiem zieht in den Viertelfinal ein. (Foto: Keystone)

Rafael Nadal im Schnelldurchgang im Viertelfinal

Topfavorit Rafael Nadal hat in Paris im Schnelldurchgang den Viertelfinal erreicht. Der Spanier deklassierte am Sonntag den amerikanischen Qualifikanten Sebastian Korda in nur 1:55 Stunden mit 6:1, 6:1, 6:2. Korda zeigte gegen sein grosses Tennis-Idol viel zu viel Respekt und war in der einseitigen Partie völlig chancenlos. Nadal, der in Paris bereits zwölf Mal den Titel holte, trifft nun auf den Sieger des Duells zwischen Alexander Zverev und Jannik Sinner aus Italien. (dpa)

Nadal gewinnt und darf sich freuen. (Foto: Keystone)

Halep scheitert im Achtelfinal

Topfavoritin Simona Halep ist völlig überraschend im Achtelfinal ausgeschieden. Die rumänische Weltranglisten-Zweite musste sich einer wie entfesselt aufspielenden Iga Swiatek (WTA 54) aus Polen mit 1:6, 2:6 geschlagen geben. Für Halep war es die erste Niederlage seit dem Halbfinal am Australian Open in Melbourne. Danach hatte die 29-Jährige 17 Partien in Serie gewonnen und die Titel in Dubai, Prag und zuletzt in Rom geholt. Die 19-jährige Swiatek benötigte nur 68 Minuten für ihren Erfolg. 2019 hatte Halep gegen die Polin im Achtelfinale noch mit 6:1, 6:0 gesiegt. (dpa)

Djokovic möchte Linienrichter abschaffen

Novak Djokovic hat sich für die Abschaffung von Linienrichtern ausgesprochen. Die Technik sei inzwischen so weit fortgeschritten, dass man auf ein System der Videoüberwachung setzen könne, sagte der Weltranglisten-Erste in Paris bei den French Open. «Bei allem Respekt für die Tradition und die Kultur unseres Sports, wenn es um Menschen auf dem Platz geht, inklusive der Linienrichter, sehe ich keinen Grund, warum nicht alle Turniere in der Welt ein System nutzen, wie wir es beim von Cincinnati nach New York verlegten Turnier genutzt haben», sagte Djokovic.

Dort hatte es keine Linienrichter, sondern eine Videoüberwachung der Linien auf dem Centre Court gegeben. Zwar entstünden dadurch zusätzliche Kosten, die Entwicklung hin zu technischer Unterstützung sei aber sowieso nicht aufzuhalten. «Balljungen, na klar, aber Linienrichter, ich wüsste nicht mehr warum», sagte die Nummer eins der Welt.

Djokovic war bei den US Open in New York disqualifiziert worden, weil er im Frust eine Linienrichterin mit einem Tennisball abgeschossen hätte. Offenbar ist das auch ein Grund, warum er sich für die Abschaffung der Linienrichter ausspricht. «Dann wäre die Gefahr auch nicht mehr so gross, dass ich das tue, was mir in New York passiert ist», sagte Djokovic mit einem Lächeln. (dpa)

Ginge es nach Novak Djokovic, bräuchte es sie in der Zukunft nicht mehr: Linienrichter am French Open.
Ginge es nach Novak Djokovic, bräuchte es sie in der Zukunft nicht mehr: Linienrichter am French Open.
Foto: Baptiste Fernandez (Getty Images)
9 Kommentare
    Andreas Joss

    Die Entscheidung naht. Noch vier Frauen und vier Männer haben Chancen auf den Titel. Bei den Herren ist das Rennen, trotz Nadal und Djokovic, relativ offen. Möge der Beste gewinnen. Bei den Frauen ist es etwas komplizierter. Haben sich doch alle Prognosen, als nichtig erwiesen. Keine, der am meisten erwähnten Favoritinnen ist unter den letzten Vier. Für das Tennis wäre es gut, würde sich eine der arrivierten Namen durchsetzen, also Kvitova oder Kenin. Auf der anderen Seite hat ein Sieg einer krassen Aussenseiterin auch seinen Reiz. Aber auf der anderen Seite fehlt dem Frauentennis die Frau, die es zu schlagen gilt. Es fehlt eine Tennisgöttin wie Serena Williams. Im Moment kann keine andere sie, sportlich gesehen, ersetzen. Es ist klar, irgend eines nicht mehr ganz so fernen Tages, wird das Frauentennis ohne die Königin der Königinnen, ohne die Herrscherin über alle Tenniscourts im Süden, im Norden, im Osten und Westen unseres Erdballs auskommen müssen. An diese kommende, bleierne Zeit mag ich gar nicht denken. Oh Serena, meine Sehnsucht nach dir hat immer noch nicht nachgelassen.