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Bier zum halben PreisFreispruch für Wirte aus dem Bezirk Meilen

Das Obergericht kippt ein Urteil des Bezirksgerichts Meilen. Zwei Männer haben wohl gestohlenes Bier gekauft und in ihrer Beiz ausgeschenkt. Die Richter können sie aber nicht verurteilen.

Bier wird immer getrunken. Wenn ein Wirt nur 50 statt 110 Franken für 20 Liter zahlt, sollte er aber stutzig werden.
Bier wird immer getrunken. Wenn ein Wirt nur 50 statt 110 Franken für 20 Liter zahlt, sollte er aber stutzig werden.
Foto: Thomas Egli

Am Anfang dieser Geschichte steht ein Chauffeur, der sich etwas dazuverdienen wollte. Er bestahl seinen Arbeitgeber, einen Getränkelieferanten. Rund 4000 Liter Bier verkaufte er in gut drei Jahren auf eigene Rechnung. Von den Wirten verlangte er 50 statt 110 Franken. Dafür wurde der Chauffeur rechtskräftig verurteilt. Er gab drei Restaurants im Kanton Zürich an, die von seinen Geschäften profitiert hätten, darunter eines im Bezirk Meilen. Dort waren ein 60-Jähriger und sein Sohn verantwortlich. Der Vater agierte als Geschäftsführer, der Sohn als Kellner. Die beiden wurden am selben Tag verhaftet wie der Chauffeur. Dieser hatte kurz zuvor eine Lieferung an sie getätigt. 300 Franken, die bei ihm gefunden wurden, sollen von den beiden Beizern stammen, als Entgelt für eine illegale Lieferung.

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