Bülach

Frau wird verdächtigt, ihren Buben getötet zu haben

Am Sonntagabend kam in Bülach ein 4-jähriger Knabe ums Leben. Die Todesursache ist zurzeit noch unbekannt. Die Kantonspolizei geht aber von einem Tötungsdelikt aus. Hauptverdächtige ist die Mutter des Kindes.

Eine Anwohnerin hat beobachtet, dass die Mutter bei diesem Brunnen an der Marktgasse sass und dabei ihr lebloses Kind in den Armen hielt. Die 30-Jährige wurde inzwischen als Verdächtige in einem Tötungsdelikt verhaftet.

Eine Anwohnerin hat beobachtet, dass die Mutter bei diesem Brunnen an der Marktgasse sass und dabei ihr lebloses Kind in den Armen hielt. Die 30-Jährige wurde inzwischen als Verdächtige in einem Tötungsdelikt verhaftet. Bild: Paco Carrascosa

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Am Sonntagabend, kurz vor 19.30 Uhr, ging bei Schutz & Rettung die Meldung über einen medizinischen Notfall eines Kleinkindes ein. Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmassnahmen durch die ausgerückten Sanitäter verstarb der 4-jährige Knabe. Gemäss den ersten Abklärungen durch die Kantonspolizei Zürich sowie das Institut für Rechtsmedizin (IRM) kann ein Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen werden. Als Hauptverdächtigte dürfte die Mutter des verstorbenen Jungen gelten. Sie wurde verhaftet und die Staatsanwaltschaft hat bereits Antrag auf Untersuchungshaft gestellt. Hintergründe und Ablauf werden nun von Polizei und Staatsanwaltschaft ermittelt. Die Oberstaatsanwaltschaft sagt einzig: «Bei der verhafteten Frau handelt es sich um eine Kamerunerin.»

Sanität war lange vor Ort

Die tragischen Szenen spielten sich am Rande der Bülacher Altstadt, nahe der Bushaltestelle Untertor, ab. Eine Anwohnerin berichtete gegenüber «20 Minuten online»: «Die Frau sass ganz ruhig am Brunnen und hielt das Kind in den Armen. Neben ihr stand ein junger Mann. Sie versuchte, es mit einer Decke zuzudecken: Es wirkte, als ob sie einen Schock hatte.» Kurz darauf sei die Sanität eingetroffen. «Die Rettungskräfte standen lange auf dem Parkplatz gleich neben dem Kreisel. In der Zwischenzeit wurde ein weisses Zelt aufgestellt. Sie haben das Kind dann auf einer Trage ins Zelt gebracht», erzählt die Anwohnerin weiter.

Gemäss Recherchen von «20 Minuten online» hat die Kamerunerin seit mehreren Monaten eine Wohnung der reformierten Kirche in Bülach gemietet. «Sie machte immer einen ganz normalen Eindruck – spricht hauptsächlich Französisch», so eine Person, die dort arbeitet. Die Wohnungen würden an Personen vermietet werden, die darauf angewiesen seien.

Nicht kontaktfreudig

Gegenüber «Blick» äussert sich die Nachbarin der Verdächtigten: «Die Polizei hat mich gefragt, ob ich Streit aus ihrer Wohnung gehört habe.» Aber sie habe an diesem Abend TV geschaut. «Sie war nicht kontaktfreudig, ich habe immer nur sie gesehen. Immer nur sie, ohne Vater.» (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 22.01.2019, 11:24 Uhr

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