Kloten

Flughafen belohnt seine Aktionäre

Weil das Geschäft im letzten Jahr so gut lief, gibt es für die Aktionäre des Flughafens nebst der Dividende noch eine Zusatzdividende.

Der Flughafen wächst und wächst und wächst. Freuen tuts seine 12 000 Aktionäre. Der Flughafen schüttet fast 200 Millionen Franken Dividenden an sie aus.

Der Flughafen wächst und wächst und wächst. Freuen tuts seine 12 000 Aktionäre. Der Flughafen schüttet fast 200 Millionen Franken Dividenden an sie aus. Bild: Madeleine Schoder

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Wenn die Aktionäre an einer Generalversammlung brav klatschen und ansonsten auf Voten verzichten, ist das fast immer ein gutes Zeichen. Die Generalversammlung der Flughafen Zürich AG lieferte gestern dafür den Beweis ab.587 Aktionäre, die gemeinsam über 70 Prozent der Aktien des Flughafens Zürich kontrollierten, fanden sich dazu im Hotel Radisson Blu am Flughafen ein.

Der Saal war so voll, dass Verwaltungsratspräsident Andreas Schmid froh darüber war, dass nicht alle Aktionäre gekommen waren, die sich im Vorfeld angemeldet hatten. Einen noch grösseren Saal als denjenigen im Hotel habe man am Flughafen gar nicht zur Verfügung – noch nicht. «In zwei Jahren wird die Generalversammlung dann im Kongresszentrum des Circles stattfinden», verriet Schmid.

Die kleine Anekdote passt gut zur Situation des Flughafens im letzten Jahr. Er wächst und wächst und wächst. 29 Millionen Passagiere zählte er im letzten Jahr, insgesamt machte man einen Gewinn von knapp 286 Millionen Franken. Für die Aktionäre war dies eine gute Botschaft: Aufgrund des positiven Geschäftsgangs erhalten sie eine Dividende von 3.30 Franken pro Aktie. Und dazu nochmals eine Zusatzdividende aus den Kapitaleinlagereserven von 3.20 Franken pro Aktie. Insgesamt werden damit auf die über 12 000 Aktionäre fast 200 Millionen Franken an Dividenden ausgeschüttet.

Rahmenbedingungen werden erneut kritisiert

Entsprechend diskussionslos genehmigten die Stimmberechtigten die Anträge des Verwaltungsrates. Dessen Entschädigung bleibt bei total maximal 1,6 Millionen Franken. Für die Mitglieder der Geschäftsleitung genehmigten die Aktionäre einen maximalen Entschädigungsrahmen von 4,5 Millionen Franken, 100 000 Franken mehr als noch im letzten Jahr. «Diese Limite würde aber nur erreicht, wenn der Geschäftsbericht deutlich besser als erwartet ausfallen würde», erklärte Schmid. Und er machte auch klar, wie er die Summe von höchstens 4,5 Millionen Franken einschätzte: «Bei uns kriegen Sie dafür eine gesamte Geschäftsleitung. Bei einer Bank sähe das deutlich anders aus.»

Trotz des guten Geschäftsjahrs und ungeachtet der gelösten Stimmung: Die Versammlung machte klar, dass die Aktiengesellschaft auch Sorgen hat. Die Rahmenbedingungen, die dem Flughafen vorgeben, wie er wachsen kann, schränken ihn zu sehr ein, wurde kritisiert. «Das neue Objektblatt des Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) ermöglicht uns 70 Flugbewegungen pro Stunde. Das sind nur vier mehr als bisher», sagte der Geschäftsführer des Flughafens Zürich, Stephan Widrig.

Gleichzeitig würde die Anzahl der Flugbewegungen aber um jährlich ein bis zwei Prozent zunehmen. «Es fehlen im SIL Massnahmen, um die Kapazität zu steigern», ergänzte Schmid in seinem Jahresrückblick. Gerade wenn es um die maximale Auslastung zu Spitzenzeiten gehe, habe der neue SIL hier keine Grundlagen für eine Steigerung geschaffen.

Erstellt: 20.04.2018, 10:18 Uhr

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